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Ein Titel, der nicht passender sein könnte. Denn auch in seinem neuesten Action-Thriller beweist Tony Scott, dass er sehr gute Aufnahmen machen kann. Dieses Mal im, von Hurrikan Katrina zerstörten, New Orleans. Aber abgesehen davon hat man doch zu häufig das Gefühl, alles schon einmal irgendwo in ähnlicher Weise gesehen zu haben.
Ein Titel, der nicht passender sein könnte. Denn auch in seinem neuesten Action-Thriller beweist Tony Scott, dass er sehr gute Aufnahmen machen kann. Dieses Mal im, von Hurrikan Katrina zerstörten, New Orleans. Aber abgesehen davon hat man doch zu häufig das Gefühl, alles schon einmal irgendwo in ähnlicher Weise gesehen zu haben.
Es gibt Tage, die möchte man am liebsten gar nicht anfangen. Vor allem nicht, wenn sie in der Form schon einmal passiert sind und auch immer wieder passieren könnten. Und es gibt Filme, die man eigentlich schon einmal gesehen hat, auch wenn man gerade erst ins Kino gegangen ist. Denn irgendwie scheint einem alles bekannt vorzukommen. Und dieses Deja Vu liegt nicht unbedingt daran, dass in ihnen mit Zeitschleifen und anderen Dingen gespielt wird, die an die Grenzen des Verstandes und der Physik gehen.
Tony Scott versucht sich also an einem Zeitreisefilm. Wobei, wenn man genauer hinsieht, dann handelt es sich nicht um einen Zeitreisefilm im eigentlichen Sinne, denn Deja Vu spielt nur mit der Möglichkeit, in die Vergangenheit zu sehen. Held Doug Carlin (Denzel Washington) hofft so, ein Verbrechen zu verhindern, bevor es stattfindet, obwohl es eigentlich schon längst stattgefunden hat. Klingt verwirrend? Ist es auch - aber spätestens seit den Zurück in die Zukunft-Filmen weiß man ja, dass man filmische Reisen in Vergangenheit und Zukunft nie mit zuviel Logik betrachten sollte.
Schlimmer ist da schon die Story, die trotz der "coolen" Zeitreisethematik nichts wirklich Besonderes ist. Schon nach wenigen Minuten kommt einem der Plot sehr vertraut vor, und wäre da nicht auch noch eine Zeitmaschine und supergeheime wissenschaftliche Projekte, man könnte fast glauben, in einem Thriller der Marke "08/15" zu sitzen. Daran ändern auch Denzel Washington und der inzwischen doch etwas beleibte Val Kilmer nichts. Fast könnte man meinen, bei ihrem dermaßen routiniert wirkenden Spiel der Wiederholung ihrer Performances aus Inside Man oder Kiss, Kiss, Bang, Bang beizuwohnen. Oder besser ausgedrückt, einer langweiligeren Variante davon. Was Tony Scotts neuesten Film allerdings vor dem kompletten Absturz bewahrt sind zwei Dinge: Zum einen die mutige Entscheidung, den Film in New Orleans spielen zu lassen, nach der Verwüstung durch Hurrikan Katrina. Klar sind noch die Schäden zu erkennen, die das Unglück hinterlassen hat, aber auch der stattfindende Neuaufbau. Zum anderen ist da immer noch Tony Scotts unglaubliches Talent für Bildästhetik. In ihr steht er seinem Bruder Ridley in nichts nach und so bekommt man während Deja Vu wunderschöne Explosionen und Verfolgungsjagden zu sehen, die auf der großen Leinwand erst so richtig ansehnlich wirken.
Bildästheten werden sich also freuen können, der Rest des Kinopublikums leider nicht so sehr. Wieder einmal hat Tony Scott bewiesen, dass er zwar sehr schöne Bilder auf die Leinwand werfen kann, es ihm in anderen Bereichen des Filmemachens dann aber doch ein wenig an der Brillanz fehlt. Wann war eigentlich der letzte "richtig" gute Film von Ridleys kleinem Bruder? Eine Frage, die sicherlich auch zu einem interessanten Deja Vu führen würde. |