Obwohl Jon Heder und Billy Bob Thornton sich als spielfreudiges, harmonierendes Hauptdarstellerduo beweisen, hakt es oftmals an der fehlenden Bissigkeit des Filmes. So bekommt der Zuschauer zwar durch die Bank eine Vielzahl kleiner Gags geliefert, muss jedoch auf die großen Brüller vergeblich warten.
Todd Phillips steht in den USA vor allem für eines: Deftige, schräge Komödien, die jedoch durch die Bank gelungen sind. Dass er sein Handwerk versteht, hat er uns schon mit Road Trip, Starsky & Hutch sowie Old School - Wir lassen absolut nichts anbrennen bewiesen und da neben dem unterhaltsamen Trailer auch das Cast um Jon Heder und Billy Bob Thornton neugierig stimmt, kann man sich eines unterhaltsamen Filmes eigentlich sicher sein.
Straßenpolizist Roger fehlt vor allen Dingen eines: Selbstvertrauen! So lässt er sich nicht nur von Kleinganoven herumschubsen, sondern auch seine Arbeitskollegen machen ihm das Leben zur Hölle. Hinzukommt, dass er sich nicht traut bei seiner Angebeteten Amanda den ersten Schritt zu machen. Das soll sich nun in einem Kurs bei Experten Dr. P ändern, der mit unorthodoxen Methoden aus Weicheiern Männer formt... und es dabei auch noch auf Amanda abgesehen hat.
Dass eine Geschichte dieser Art durchaus funktionieren kann und bestes Gagpotential bietet hat schon Meine Braut, ihr Vater und ich und dessen Sequel gezeigt. Diesmal jedoch fehlt es oftmals an der nötigen Bissigkeit, so kommen die durchaus witzigen Streitereien zwischen den Hauptakteuren mit angezogener Handbremse rüber und hätten sicher größeres Potential gehabt, wie auch das etwas enttäuschende Ende. Nichts desto trotz kann dies durch eine hohe Anzahl kleiner Gags wieder ausgeglichen werden und für entsprechende Unterhaltung sorgen.
Ein großer Pluspunkt dabei ist das spielfreudige Hauptdarstellerduo Billy Bob Thornton und Jon Heder, die den Dreh sichtlich genossen haben. Sehr positiv auch, dass sie für den nötigen Humor nicht alleine sorgen müssen, denn mit Arrested Development-Star David Cross, einem herrlichen Cameo von Ben Stiller und Michael Clarke Duncan haben auch die Nebendarsteller viele Lacher auf ihrer Seite.
Würde den Zuschauer nicht über die gesamte Laufzeit das Gefühl beschleichen, dass mit angezogener Handbremse jegliche Bissigkeit aus dem Film genommen wurde, dann hätte Regisseur Phillips den vierten Brüller in Folge hingelegt. So bleibt trotz sehr unterhaltsamer 108 Minuten das Gefühl zurück, dass deutlich mehr drin war.