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Ein Freund von mir

(Ein Freund von mir, 2006)

Durchschnittliche Redaktionswertung

78%



Inhalt

Karl arbeitet als talentierter und beruflich erfolgreicher Jungmanager bei einer Versicherung. Zwecks Marktbeobachtung anlässlich eines Versicherungsprojekts beordert ihn sein Chef zu einem Autovermietungsunternehmen. Dort trifft Karl den Lebenskünstler Hans und schließt mit ihm eine Freundschaft, die sein Leben verändern soll.

Kritik

von Florian Lieb

Wertung Kritik

78%

Hauptsächlich in die Schlagzeilen geriet dieser Film 2006 nur deswegen, weil die beiden Hauptdarsteller Daniel Brühl und Jürgen Vogel den Weltrekord von Will Smith brechen wollten. Und tatsächlich haben sie dies auch geschafft und fanden sich innerhalb von zwölf Stunden auf fünf Premieren ein. Dadurch ging dann aber leider der Film selbst etwas unter, was bei dieser kleinen Perle dann doch ziemlich schade war.

Bild aus Ein Freund von mir Drehbuch und Regie lassen sich auf Sebastian Schipper zurückführen, der mit Absolute Giganten 1999 bereits seinen erfolgreichen Debütfilm hingelegt hat, seines Zeichens jedoch eigentlich Schauspieler ist. Sein Mitwirken in Lola rennt und Der Krieger und die Kaiserin haben dann wohl auch Tom Tykwer als Produzenten gewinnen können, der sich mit seiner Produktionsfirma X Filme verantwortlich zeigt.

Erzählt wird von Karl, einem erfolgreichen jungen Mitarbeiter einer Versicherungsfirma. Ein hervorragender Einzelkämpfer, allerdings auch ein Team-Verweigerer. Als "Erziehungsmaßname" landet er dann bei einer Autoüberführungsfirma, in der Karl den aufgeweckten Hans kennenlernt, der redet wie ihm die Schnauze gewachsen ist. Hans ist lebender Optimismus, die wandelnde Spontaneität und somit natürlich der absolute Gegensatz zum verklemmten Karl. Voraussetzungen wie geschaffen also für eine Buddy-Komödie nach US-amerikanischem Muster. Mit Drama wird das Ganze dann gewürzt, als sich Karl in Stelle, die Freundin von Hans, verguckt.

Seinen Charme gewinnt Ein Freund von mir primär durch Jürgen Vogels Figur, der keine Peinlichkeit zu peinlich ist, und der auch ohne Bedenken in einem Auto ohne Dach fährt, egal ob es regnet oder nicht. Der ruhige Einzelgänger Karl steht somit stellvertretend für den Zuschauer, der mit einem solchen Ausbruch an Spontaneität nicht viel anfangen kann, da dies den gängigen Regelkonventionen unserer Gesellschaft zuwiderläuft. Mit Jürgen Vogel hat Schipper da selbstverständlich die perfekte Besetzung gefunden, denn wer würde sich Vogel nicht als seinen Freund wünschen? Seine positive Sicht der Dinge verwundert einen durch den ganzen Film hinweg und ringt einem gehörigen Respekt ab.

In schönen und ungeschnittenen Aufnahmen erzählt Schipper diese Geschichte einer scheinbar ungleichen Freundschaft, nach dem Motto: Zusammen ist man weniger allein. Das Aufeinanderprallen von Karl und Hans sorgt immer wieder für amüsante Szenen, weshalb es geradezu tragisch wirkt, wenn Karl schließlich mit Hans mal Klartext spricht. Gegen Ende hin hat man jedoch das Gefühl, dass der Film keine wirkliche Geschichte erzählt hat, wofür auch das Finale - das an Good Will Hunting erinnert - spricht. Auch wenn es hart erscheint, einem Film fehlende Konsequenz vorzuwerfen, wenn er trotz allem sehr nett war, aber hier fehlt es ihm dann doch zum Prädikat "besonders".

Keine weitere Wertung


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