| Dt.Start: |
30. November 2006 DVD: 15. Juni 2007
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Premiere: |
15. Mai 2005 (Cannes Film Festival, Frankreich) |
| FSK: |
ab 6
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
99 min
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Land: |
UK, Luxemburg, Deutschland, Österreich |
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Darsteller:
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James Thiérrée (Josef), Derek Jacobi (Lord Dempsey), Izabella Miko (Alice), Jodhi May (Nina), Michael Lonsdale (Robert), Andrej Acin (Roberto), Chris Bearne (Lord Strathclyde), Niklas Ek (Djamako), Claire Johnston (Emma), Carlos Pavlidis (Jenkins), Claudine Peters (Miss Julia) |
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Regie:
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Robinson Savary |
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Drehbuch:
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Robinson Savary, Patrick Faure |
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Das aufwendig bebilderte und ausgestattete Spielfilm-Debüt des französischen Fotografen Robinson Savary ist ein Fest für die Augen, die tragische Liebesgeschichte zweier Trapezkünstler leidet allerdings erheblich unter der fehlenden Verknüpfung einzelner Szenen und kann so trotz potentieller Dramatik nicht genügend Spannung aufbauen und Anteilnahme erzeugen.
Obwohl mit Schwächen gibt es doch mindestens einen guten Grund, Bye Bye Blackbird zu sehen und das ist sein Hauptdarsteller James Thiérrée (Vatel) - Enkel von Charlie Chaplin - der bereits mit vier Jahren im Wanderzirkus seiner Eltern aufgetreten ist und die vibrierende Dynamik eines Tänzers besitzt. Verbunden mit einer Ausstrahlung, die gleichzeitig verschlossen und melancholisch, verletzlich und stets etwas angespannt ist, nimmt man ihm Josefs emotionalen Drahtseilakt, der zunehmend in den Wahn kippt, jede Sekunde ab.
Josefs Objekt der Begierde, Alice, wird von der ausgebildeten Ballett-Tänzerin Izabella Miko (Coyote Ugly) dargestellt. Ihre Momente mit Thiérrée auf dem Trapez sind die traumgleich fotografierten und feinsinnig choreografierten Highlights des Films. Miko für sich alleine bleibt jedoch in erster Linie mit ihrem kindlichen Porzellanpuppengesicht in Erinnerung, weniger aufgrund ihrer schauspielerischen Qualitäten. Überhaupt existieren für eine Liebesgeschichte zu wenig und zu kurze gemeinsame Szenen zwischen den beiden Protagonisten, um der späteren Tragödie ausreichend Gewicht zu verleihen.
Die eigentliche weibliche Hauptfigur und moralisches Zentrum des Films ist sowieso eine Andere: Alices adoptierte Schwester Nina (Jodhi May, Der letzte Mohikaner) steht mit beiden Beinen fest auf der Erde, ist alleinerziehende Mutter und ebenfalls heimlich in Josef verliebt. Sie wird der schillernden Alice wie immer den Vortritt lassen, im Handlungsverlauf aber eine nicht minder bedeutende Rolle spielen und bis zum Schluss Josefs einzige Kameradin und Verbündete bleiben.
Savarys Inszenierung hat etwas Statisches und Theatergleiches an sich. Sie ist schön, aber nicht lebendig, mehr Oberfläche als Inhalt. Sequenzen wirken oft wahl- und zusammenhanglos aneinandergereiht. Die Dialoge stehen in ihrer Schwere und Künstlichkeit im krassen Gegensatz zur Leichtigkeit der Bilder und die Auflösung kommt sehr plötzlich und unmotiviert. Bye Bye Blackbird schöpft die vorhandenen Möglichkeiten seiner Geschichte nicht aus. Er hinterlässt vereinzelte liebevoll und erlesen komponierte Impressionen, keinen Gesamteindruck, der berührt.