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Goyas Geister(Goya's Ghosts, 2006)
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23. November 2006 DVD: 25. Juni 2007
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Premiere: |
10. November 2006 |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
114 min
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Land: |
Spanien |
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Darsteller:
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Natalie Portman (Ines), Stellan Skarsgard (Francisco Goya), Javier Bardem (Lorenzo), Randy Quaid (König Carlos IV), Michael Lonsdale (Der Großinquisitor), Jose Luis Gomez (Tomás Bilbatua), Blanca Portillo (Königin María Luisa), Mabel Rivera (Maria Isabel Bilbatua), Unax Ugalde (Angel Bilbatua), Fernando Tielve (Alvaro Bilbatua), Julian Wadham (Joseph Bonaparte), Craig Stevenson (Napoléon), Aurelia Thierree (Henrietta Casamares) |
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Regie:
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Milos Forman |
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Drehbuch:
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Jean-Claude Carrière, Milos Forman |
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 Inhalt
Im Spanien des Jahres 1792 wird Ines, die junge Muse des berühmten Hofmalers Francisco de Goya, vor das Tribunal der Inquisition gezerrt und für schuldig befunden. Durch die Bestechung des einflussreichen aber skrupellosen Mönchs Lorenzo gelingt es Goya die Todesstrafe abzuwenden. 16 Jahre später marschieren Napoleons Streitkräfte in Spanien ein und verhelfen der gebrochenen Ines zur Flucht. In der Folge kommt es zu einem verhängnisvollen Wiedersehen zwischen Goya, Lorenzo und Inés. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Sebastian Geiger
Künstler haben es ihm angetan. Nach "Kultfilmen" wie Amadeus oder Der Mondmann wagt sich Milos Forman erneut an eine große Figur der Kunstgeschichte. Nach Musik, Pornobiz und Amerikanischen Fernsehhelden betritt der Regisseur in Goyas Geister die Welt der Kunst - genauer, die des in Spanien kultisch verehrten Malers Francisco Goya.
Um es gleich vorweg zu nehmen. Einen Oskar wie für Amadeus wird Forman mit seinem neuesten Film wahrscheinlich nicht gewinnen. Dafür hat der Regisseur während der Dreharbeiten wohl doch etwas zu sehr auf Ausstattung und Bilder und zu wenig auf Charakterentwicklung und Geschichte geachtet. Aber der Reihe nach. Will man Forman glauben, war eine Geschichte über den Maler Goya und die spanische Inquisition ein Projekt, das schon vor 50 Jahren in seinem Kopf herumspukte. Wie das Leben aber so spielt, war es ihm zunächst verwehrt, sein Wunschprojekt in die Tat umzusetzen. Erst als Forman dann Jahre später zum ersten Mal mit den Malereien Goyas konfrontiert wurde, nahm die Idee zu einem Film konkrete Gestalt an. Den zu verwirklichen dauerte aber dann noch einmal geschlagene 20 Jahre - und wurde zu einem bildgewaltigen Epos, wie man ihn derzeit nicht allzu oft sieht.
Da spazieren Darsteller durch wuchtig angelegte Szenerien, Glocken dröhnen durch den Kinosaal während Häretiker von der allgegenwärtigen Spanischen Inquisition hingerichtet werden und die Werke von Meister Goya selber werden, verliebt bis ins letzte Detail, gezeigt. Dass darüber der rote Faden der Geschichte häufiger vor dem epischen Hintergrund verblasst fällt dabei fast nicht auf. Aber leider eben nur fast. Ein richtiges Problem wird daraus allerdings nicht, denn mitten im Film wird der Handlungsfaden ohnehin gekappt und die Geschichte kurzerhand 15 Jahre nach vorne geworfen. Jetzt leidet die Bevölkerung nicht mehr unter der Kirche, sondern unter Napoleon. Goya (Stellan Skarsgard) ist taub, malt aber immer noch, seine ehemalige Muse Ines (Natalie Portman) ist zwar verrückt - für Natalie Portman selber wurde aber noch eine recht kreative "Zweitverwertung" gefunden. Auf einmal merkt man aber, dass sich die Geschichte von Goyas Geister gar nicht um die Beiden dreht, sondern um den dämonischen Lorenzo (Javier Bardem), der sowohl Inquisition als auch die französische Armee für seine eigenen Ziele missbraucht. Und genau hier, in der zweiten Hälfte des Films, beginnt Goyas Geister ein wenig zu verlieren. Mag die Inszenierung noch so schön sein, verloren fühlt man sich dann doch ein wenig, wenn man nicht genau weiß, warum die Hauptcharaktere eigentlich so handeln, wie sie es tun.
Einfach wird die Reise in die Welt des spanischen Malers also sicher nicht. Ob Goyas Geister schließlich gefällt oder nicht hängt auch in einem großen Maß davon ab, ob man bereit ist, die Lücken in der teils doch recht verworrenen Geschichte selbstständig zu schließen und charakterliche Wendungen und Plotlücken als gegeben hinnehmen kann. Tut man das nicht, helfen auch die schönsten Filmaufnahmen und die dramatischsten Hintergrundchoräle nichts.  Weitere interessante Filme
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