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Es begab sich aber zu der Zeit...

(The Nativity Story, 2006)

Dt.Start: 07. Dezember 2006
DVD: 23. November 2007
Premiere: 01. Dezember 2006 (USA)
FSK: ab 6 Genre: Drama
Länge: 100 min Land: USA
Darsteller: Keisha Castle-Hughes (Maria), Oscar Isaac (Joseph), Shohreh Aghdashloo (Elisabeth), Ciarán Hinds (König Herodes), Alexander Siddig (Gabriel), Hiam Abbass (Anna), Shaun Toub (Joachim), Eriq Ebouaney (Balthasar), Gabrielle Scharnitzky (Shaila), Ted Rusoff (alter Schäfer), Matt Patresi (römischer Soldat), Tim van Rellim (Soldat in Jerusalem)
Regie: Catherine Hardwicke
Drehbuch: Mike Rich


Inhalt

Als der tugendhafte und ehrbare Zimmermann Josef, um die Hand von Maria anhält, sind deren Eltern Joachim und Anna überglücklich. Kurz nach der Verlobung erscheint Maria ein Engel, der ihr prophezeit, dass sie einen Sohn gebären wird und dass sie diesen Jesus nennen solle. Nachdem Josef ebenfalls von einem Engel besucht wird, erkennt er Marias Schwangerschaft an und verspricht das Kind mit all seiner Kraft zu beschützen. Als König Herodes im November eine Volkszählung anordnet, müssen sich Josef und die hochschwangere Maria auf den langen Weg von Nazareth in Josefs Heimatdorf Bethlehem machen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Es begab sich aber zu der Zeit... hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 27%
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Kritik

von Toni Straßer
Es begab sich aber zu der Zeit... hat eine Wertung von 27%
Drehbuchautor Mike Rich und Regisseurin Catherine Hardwicke machten es sich zu ihrer Aufgabe, den Menschen die christliche Weihnachtsgeschichte auf Zelluloid zu bannen. Heraus kam einer der langweiligsten Filme des Jahres. Unemotional, unepisch und ohne jegliche Spannung erzählt Es begab sich aber zu der Zeit... von Maria und Josephs Reise nach Bethlehem.

Bild aus Es begab sich aber zu der Zeit... Jeder kennt die Geschichte von der Geburt Jesu. Jedes Jahr zu Weihnachten wird sie tausendfach in Kirchen, Kindergärten und Schulen voller Hingabe in Krippenspielen aufgeführt. Dort läuft es immer ähnlich ab: Klassensprecher Max spielt den Joseph, die allseits beliebte Claudia gibt die Maria, das Jesuskind ist eine Baby Born Puppe und Klassenclown Peter darf in der finalen Szene den Esel verkörpern, während die restlichen Schüler als inbrünstiger Chor auftreten. Es begab sich aber zu der Zeit... erzählt die Weihnachtsgeschichte nun in Spielfilmfassung und mit "echten" Schauspielern. Vom erscheinen des Engels bei Maria, über die Reise nach Bethlehem und den Weg der Weisen aus dem Morgenland bis zur Geburt des Messias.

Keisha Castle-Hughes ist mit ihren 17 Jahren eine viel versprechende Nachwuchsschauspielerin, die für ihre Leistung in Whale Rider bereits eine Oscarnominierung erhielt. Nun darf sie in Es begab sich aber zu der Zeit... die Maria spielen. Es muss wohl am Drehbuch liegen, dass ihre Darstellung sehr eintönig und monoton ausfällt, denn auch Joseph-Darsteller Oscar Isaac fungiert eher als Schlaftablette, anstatt seine Figur mit Leben zu füllen. Die Charaktere sind blass und oberflächlich. Ein Joseph, der das Musterbeispiel eines Gutmenschen ist und sein Essen lieber dem Esel überlässt anstatt seinen eigenen Hunger zu stillen, mag zwar gut in ein christliches Weltbild passen, entlockt einem im Kino aber nur ein müdes Gähnen.

Cathrine Hardwicke nahm der Geschichte alles Feierliche. Staubtrocken wie die Wüste und absolut emotionslos inszenierte sie die Reise von Joseph und Maria. Was man aus einem Bibelfilm machen kann zeigte Cecil B. DeMilles Die 10 Gebote aus dem Jahr 1953, ein epochales Werk mit fast 4 Stunden Länge. Hardwicke bescherte dem Kinopublikum nun lediglich 90 Minuten, worüber man im Nachhinein aber durchaus dankbar ist, denn es ist spannender die Holzkrippe unter dem Christbaum anzustarren als sich diesen Streifen anzusehen. Das Einzige, was man dem Film zu Gute halten kann ist, dass dem Zuschauer ein Einblick in die Lebensweise von vor 2000 Jahren gewährt wird. Dafür lohnt es sich aber absolut nicht ins Kino zu gehen und man schaut sich doch wesentlich lieber die amüsanten Laienspiele der Kinder an.



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