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Singlefrust und Weihnachtsstimmung prallen zusammen in Liebe braucht keine Ferien, dem wahrscheinlich schönsten Weihnachtsfilm dieses Jahres - für alle, die es gerne romantisch und humorvoll haben. Dank der Darstellerriege rund um Jude Law und Kate Winslet umschifft der Film gekonnt alle Klischee-Fettnäpfchen und lässt auch den größten Beziehungsmuffel wieder an die Macht der Liebe glauben.
Zwei Frauen, ein Schicksal. Amanda (Cameron Diaz) und Iris (Kate Winslet) haben alles - nur keinen Mann, der sie liebt. Eher im Gegenteil, müssen sich doch Beide mit Männern herumschlagen, die selbst die größte "Frauen zurück an den Herd" Befürworterin zur Hardcore Emanze machen würden. Da hilft nur noch eines: Raus aus der heimeligen Einöde und hinein in die Fremde, solange dort nur so wenig Männer wie möglich herum laufen. Klar, dass aus einer solchen Ausgangssituation nur zwei Dinge resultieren können. Ein tränenrührendes Drama oder eine herzerweichende Komödie, glasiert mit einem guten Schuss vorweihnachtlichen Kitschzuckerguss. Liebe braucht keine Ferien fällt ganz klar in die zweite Variante, und schon von der ersten Minute ist man Regisseurin Nancy Meyers für diese Entscheidung dankbar.
Mit schlafwandlerischer Sicherheit gelingt es der Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin alle Klischeefallen, die ein Thema wie das von Liebe braucht keine Ferien elegant zu umgehen. Oder, wenn der Film-Dampfer geradewegs in ein Fettnäpfchen voller Liebesschmalz gefahren ist, ihn durch gut pointierte Dialoge wieder aus selbigem heraus zu manövrieren. Da scheuen sich harte Karrierefrauen nicht, ihrer Einsamkeit in Form von mitternächtlichen Gesangseinlagen Ausdruck zu verleihen und auch der genretypische Sunnyboy und Frauenheld trägt das ein oder andere Geheimnis mit sich herum, das man in der Form auch nicht erwartet hätte. Dazu kommt ein Schauspielerquartett, dem man in jeder Minute anmerkt, wie viel Spaß ihm der Dreh gemacht hat. Ob nun Cameron Diaz als im Schnee stecken gebliebene Karrierefrau, Kate Winslet als Hochzeitsreporterin mit Hang zur Romantik, Jude Law als Womanizer mit Geheimnissen oder Jack Black als vom Beziehungspech verfolgter Musiker. Allen nimmt man ihre Charaktere in jeder Minute des Films ab und hat endlich wieder das Gefühl, echten Menschen auf der Leinwand zu begegnen und nicht Hollywood-Klischees.
Nur zwei Dinge gibt es, die man an Liebe braucht keine Ferien aussetzen kann. Zum einen konzentriert sich der Film ein wenig zu sehr auf Amandas Geschichte und vergisst dabei, dass mit Iris ein mindestens genau so sympathischer Charakter am anderen Ende der Welt sitz, dessen Leben sicherlich auch interessant ist. Zum anderen könnte der Film in Singles den akuten Wunsch nach einer Beziehung auslösen. |