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Lieben und Lassen

(Catch and Release, 2006)

Dt.Start: 26. April 2007 Premiere: 20. Oktober 2006 (Festival, USA)
FSK: o.A. Genre: Komödie
Länge: 112 min Land: USA
Darsteller: Jennifer Garner (Gray), Timothy Olyphant (Fritz), Sam Jaeger (Dennis), Kevin Smith (Sam), Juliette Lewis (Maureen), Fiona Shaw (Mrs. Douglas)
Regie: Susannah Grant
Drehbuch: Susannah Grant


Inhalt

Nach dem plötzlichen Tod ihres Verlobten spenden Gray Wheeler vor allem dessen Freunde der fröhliche Sam, der verantwortungsvolle Dennis und der Frauenheld Fritz Trost. Als sie dabei zahlreiche Geheimnisse über ihren vermeintlich perfekten Verlobten erfährt, entwickelt sie unerwartet Gefühle für Fritz - ausgerechnet den Mann, den sie für das unverantwortungsvollste Wesen auf Erden hielt.
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Kritik

Lieben und Lassen hat eine Wertung von 40%
Das Romantik-Drama von Susannah Grant ist eine typische Geschichte über Freundschaft und Liebe, wie sie nur amerikanische Filme erzählen können. Mit Jennifer Garner und Kevin Smith hochgradig besetzt, versucht die Story uns nahe zu bringen, dass das Leben nicht planbar ist und der erste Eindruck eines Menschen oftmals trügt. Das die Entwicklung der Story schnell vorherzusehen ist, lässt den Film, trotz bekannter Darsteller, recht schnell belanglos erscheinen.

Bild aus Lieben und Lassen Nach dem plötzlichen Tod ihres Verlobten Grady versucht Gray (Jennifer Garner), ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Gradys alte Freunde Dennis, Sam und Fritz sind ihr dabei eine große Hilfe. Als Gray immer mehr verborgene und schockierende Geheimnisse über ihren scheinbar perfekten Verlobten herausfindet, lernt sie auch völlig neue Seiten an seinen Freunden kennen. Und merkt recht bald, dass sie sich insbesondere in Fritz (Timothy Olyphant), den sie bisher nicht sonderlich leiden konnte, komplett getäuscht hat. Während sich zwischen den beiden eine Affäre anbahnt, versuchen Dennis und Sam (Kevin Smith) auf ihre eigene Art, mit der Trauer und dem Verlust des Freundes umzugehen.

Susannah Grant, die bereits für das Drehbuch zu Erin Brockovich verantwortlich zeichnete, führte für das Romantik-Drama Regie. Die Geschichte ist schnell durchschaut und nach dem üblichen Strickmuster aufgezogen. Ein hübsches Mädel findet nach dem Tod des Freundes Unterstützung in einer Männerrunde. Dabei kommen nach und nach die wahren Gefühle von Fritz und Dennis zum Vorschein, die schon seit längerem in Gray verliebt sind, sich ihrer Gefühle bisher aber nicht sicher waren oder nicht zu ihnen stehen wollten. Ausgerechnet Fritz ist es dann, den sich Gray für eine Affäre auserwählt. Ihn konnte sie zwar nie wirklich leiden, doch anscheinend hat sie sich völlig in ihm geirrt. Noch stärker geirrt hat sie sich allerdings in ihrem verstorbenen Verlobten, denn nach seiner Beerdigung kommen nach und nach immer mehr verborgene Geheimnisse ans Licht. So hatte Grady nicht nur ein dickes Bankkonto, sondern auch einen drei Jahre alten Sohn, gezeugt während der Beziehung mit Gray. Davon wussten zwar seine Freunde, nicht aber sie selbst. Um die Sache noch zu verkomplizieren, taucht dann plötzlich die damalige Affäre Maureen nebst Sprössling auf.

Maureen, gespielt von Juliette Lewis, ist eine ausgeflippte Kosmetikerin, die den Haushalt der Jungs kräftig durcheinander wirbelt. Sie ist es auch, die neben Kevin Smith dem Film die nötige Portion Komik verpasst. Ohne diese wäre die Story wahrlich nur eine dünne Freundschafts-Liebesgeschichte nach altbekanntem Muster. So erhält die eine oder andere Szene aber gehörigen Pep und lockert den zu lang geratenen Film ein wenig auf.

Natürlich findet jeder der Protagonisten am Ende sein Glück, sei es durch die Liebe oder durch Freundschaft. Jeder lernt am jeweils anderen neue Seiten kennen und am Ende steht die Erkenntnis, dass man eine Person nie wirklich ganz kennen und verstehen wird. Der erste Eindruck täuscht oft, oftmals gibt es versteckte Seiten an einem Menschen, die ihn ganz anders erscheinen lassen. Und das Leben ist nichts, was planen kann, sondern das man nehmen muss, wie es kommt.

Wem die Moral der Geschichte nicht zu einfach ist und wen es nicht stört, nach einer halben Stunde bereits den Ausgang des Films zu erahnen, der wird sich in diesem etwas langen Romantik-Drama gut aufgehoben fühlen.

von Julia Stache


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