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Es gibt Filme die einen wahsninnig gut unterhalten, bei denen man während des Abspanns überrascht auf die Uhr guckt und sich wundert wie zwei Stunden nur so schnell vergangen sein konnten. Dann gibt es Filme die einen so sehr bewegen, daß man danach aus dem Kino geht und sich mit seinen Freunden Stunden lang über das so eben gesehene unterhält und dann gibts da natürlich noch die wirklich schlechten Filme, über die man sich richtig ärgern kann, nein sogar ärgern muß weil man es gar nicht begreifen kann, das so ein Müll überhaupt noch produziert wird. Die meisten Filme fallen in eine dieser Kategorien, aber dann gibts da noch die ganz wenigen die einfach nur unbedeutend sind. Diese Filme sind nicht unbedingt langweilig, aber sie schaffen es zu keinem Zeitpunkt die Zuschauer wirklich zu fesseln. Die Story ist meistens gar nicht mal so schlecht, aber leider schon viel zu oft da gewesen und die Schauspieler füllen zwar ihre Rollen aus, liefern aber keine außergewöhnlichen Darbietungen ab. Nach solchen Filmen hat man immer dieses naja-war-ganz-nett Gefühl, aber wenn man ihn nicht gesehen hätte wäre das auch kein Beinbruch gewesen.
Der neue Lasse Hallström Film ist genau so ein Film. Er erzählt die Geschichte eines kleinen Dorfes und deren Einwohner und wie sich das Leben dieser Menschen schlagartig ändert als die geheimnisvolle Vianne Rocher auftaucht und mitten in der Fastenzeit eine Chocolatrie eröffnet. Nicht nur mit Hilfe der köstlichen Pralinen, sondern vor allem durch ihr Einfühlungsvermögen und ihr Gespür für die Bedürfnisse der Menschen weckt Vianne bei vielen Kunden verborgene Gelüste und längst vergessene Träume. Alte Menschen entdecken erneut den Zauber der Liebe, unterdrückte Frauen entwickeln ein Selbstbewußtsein das ihnen bisher völlig fremd war und zerstrittene Familienmitglieder kommen sich endlich wieder näher. Als Vianne ihren Auftrag erledigt sieht, packt sie zum Ärger ihrer Tochter Anouk die Koffer um ins nächste Dorf weiterzuziehen, doch schließlich stellt sie fest, daß sie hier in Lansquenet wahre Freunde gefunden hat, die ihr erstmals auch etwas zurückgeben. Zu guter letzt schafft es natürlich auch der selbsternannte Sittenwächter des Dorfes nicht, Viannes Köstlichkeiten zu wiederstehen und so steht einem Happy End nichts mehr im Wege.
Das ist auf alle Fälle eine sehr schöne Geschichte und sie wurde von Lasse Hallström auch wie gewohnt in wunderschöne Bilder gepackt, aber leider ist das alles schon so oft da gewesen und von Beginn an so durchsichtig und absehbar, daß ich mich dabei einfach nicht unterhalten konnte. Chocolat ist keinesfalls ein schlechter Film, aber er ist eben weder originell noch spannend. Ich glaube mit dem Wort "schön" kann man diesen Film am besten beschreiben. Ich weiß auch gar nicht, was man an diesem Film hätte besser machen können. Ich glaube man muß ihn einfach als einen Film akzeptieren, der eben absolut belanglos wenngleich nicht unbedingt schlecht ist. |