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Sunshine

(Sunshine, 2007)

Dt.Start: 19. April 2007 Premiere: 16. März 2007 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Sci-Fi, Thriller
Länge: 107 min Land: UK
Darsteller: Chris Evans (Mace), Cillian Murphy (Capa), Rose Byrne (Cassie), Michelle Yeoh (Corazon), Cliff Curtis (Searle), Mark Strong (Pinbacker), Troy Garity (Harvey), Hiroyuki Sanada (Kaneda), Benedict Wong (Trey)
Regie: Danny Boyle
Drehbuch: Alex Garland


Inhalt

Als das Erlöschen der Sonne unmittelbar bevor steht, wird eine achtköpfige Weltraummission zusammengestellt, die den wärmespendenden Planeten reaktivieren soll. Der Erfolg der ohnehin heiklen Mission rückt jedoch durch das Abreißen der Funkverbindung zur Erde sowie einen folgenschweren Unfall in weite Ferne. Plötzlich erhält die Besatzung einen Funkspruch von einem Raumschiff, das sieben Jahre zuvor mit derselben Mission gestartet war und als vermisst galt.
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Kritik

Sunshine hat eine Wertung von 87%
Danny Boyle, der mit Trainspotting - Neue Helden berühmt geworden ist und seine Kreativität seitdem in nahezu allen Genres beweist, zeigt in diesem Film einmal mehr, dass er ein wahrer Bildkünstler ist. So perfekt Sunshine in seiner Inszenierung und der Kamera aber auch ist, bei der Geschichte von Alex Garland muss man leider klare Abstriche machen.

Bild aus Sunshine Es gibt einige Drehbuchautor- und Regisseur-Duos, die man nicht trennen sollte. So auch bei Alex Garland und Danny Boyle, die nicht nur Leonardo DiCaprio in The Beach in Szene setzten, sondern auch mit 28 Days Later einen großen Zombie-Erfolg landeten. Diesmal sollte es ein Science-Fiction-Film in Anlehnung an die Kultfilme Solaris und 2001 - Odyssee im Weltraum werden.

Die Icarus II ist sieben Jahre nach dem Verschwinden des ersten Raumschiffs, die letzte Chance der Menschheit die implodierende Sonne wieder "anzuwerfen". Mit einer Bombe, soll der lebensnotwendige Stern wieder zum Strahlen gebracht werden. Doch als der Funkkontakt zur Erde früher als erwartet abreißt und die achtköpfige Crew ein Signal von der Icarus I empfängt, muss der Physiker Capa (Cillian Murphy) eine folgenschwere Entscheidung treffen: Fliegt er den riskanten Umweg zur Icarus I, um die Bombe aufzusammeln und damit seine Chancen zu verdoppeln oder fliegt er den geplanten Missionsweg.

Weltraumdramen haben immer eine besondere Atmosphäre, die vor allem durch die sterile Umgebung der Raumschiffe erzeugt wird - besonders deutlich wird dies zum Beispiel in Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt. Wie Danny Boyle allerdings mit dieser Atmosphäre und den Möglichkeiten des Weltraums spielt, ist unvergleichlich! Nicht nur, dass er fantastische Bilder der dahinscheidenden Sonne zeigt - manche Kameraeinstellungen beeindrucken den Kinozuschauer mit einer selten da gewesenen Stärke, die jedes einzelne Bild zu einem Kunstwerk macht. Hierbei kommt dem Regisseur das Drehbuch an einigen Stellen sehr zugute, denn komplette Szenen und Set-Teile scheinen nur dafür geschrieben worden zu sein, dass Boyle seiner Kreativität und Genialität freien Lauf lassen kann.

Die Schauspielerriege um Cillian Murphy (der bereits in 28 Days Later mit Danny Boyle arbeitete) erweist sich ebenso als Glücksgriff. Auch wenn einige bekannte Namen und Gesichter im Ensemble auftauchen, scheint keiner wirklich hervorzuragen. Diese Einheit kommt dem gesamten Stil des Films sehr zu Gute und kann den Zuschauer bei der Reise zur Sonne an die Hand nehmen. Die einzigen Mankos, die sich Sunshine gefallen lassen muss, sind die Logikfehler und die zeitweise etwas hinkende Geschichte, die den Gesamteindruck leider schmälern. So verändert das Drehbuch das atmosphärische Weltraumdrama gegen Ende fast zu einem reinen Sci-Fi-Actionspektakel, was der Film nicht nötig gehabt hätte.

Insgesamt beweist Danny Boyle wieder einmal sein geniales Auge für wunderschöne Aufnahmen und außergewöhnliche Kameraeinstellungen. Auch wenn man leichte Abstriche bei der Geschichte machen muss, so ist Sunshine auf jeden Fall einen Kinobesuch wert, denn man wird mit Bildern belohnt, die man nur selten auf der großen Leinwand erleben kann und die jeden, der nicht nur auf plumpe Action steht, überzeugen werden!

von Markus Ostertag


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