Die Huber-Buam Alexander und Thomas gelten als die besten Extremkletterer der Welt. Nun wollen sie sich an einem Weltrekord im Speedclimbing versuchen und eine 1000 Meter hohe Wand im Yosemite-Nationalpark in unter zwei Stunden besteigen. Pepe Danquart beobachtet die beiden Brüder, die wie süchtig nach einem Leben Am Limit sind.
Gut sichtbar im Massiv von "El Capitan", wo schon Captain Kirk und Co. in Star Trek V: Am Rande des Universums herumkletterten, gibt es die 1000 Meter hohe Steilwand "The Nose". Dort wollen Alexander und Thomas Huber hinauf und das so schnell wie möglich. Herausforderungen wie diese sind es, die die beiden Brüder umtreiben. Exakte Vorbereitungen, viele Übungen und messerscharfe Beobachtungen reichen allerdings nicht aus, um mal eben so eine Wand im Schnelldurchlauf zu besteigen. Eine Verletzung macht den Plan schließlich zunichte. Gleichzeitig brechen die Rivalitäten zwischen den Brüdern zutage. Zwar sind sie blind miteinander vertraut und würden sich mit keinem anderen besser verstehen, dennoch gibt es bei aller gemeinsamer Liebe zum Freeclimbing viele brüderliche Animositäten, die es zu kompensieren gilt. Gerade in den Extremsituationen, wenn es nicht läuft, treten die Charakterstärken und -schwächen besonders zutage. Selbst Eifersucht macht vor den beiden nicht Halt. Doch zunächst kehren sie unverrichteter Dinge nach Hause zurück, wo sie sich auskurieren oder eine andere Herausforderung in Patagonien angehen...
Zum Abschluss seiner Sporttrilogie geht Pepe Danquart in die Wand. Nach Eishockey und Radsport beobachtet der Filmemacher die beiden wohl besten Extremkletterer der Welt bei ihrem "Speedclimbing"-Weltrekord im Yosemite-Nationalpark. Das Porträt der bayrischen Bauernsöhne aus den Alpen ist ein intensives Erlebnis mit fantastischen bis schwindelerregenden Aufnahmen eines spektakulären Sports. Danquart und sein Team mussten den beiden Brüdern immerhin in die senkrechte Wand des Massivs folgen. Doch dieses Risiko hat sich gelohnt. Zünftig-bayrische Lebens- und Kletterweisheiten unterlegen die Anstrengungen zweier Männer, die erst aufblühen, wenn sie die Grenze des physisch Möglichen und manchmal des Unmöglichen erreicht haben.
Am Limit ist keine Hommage ans Bergsteigen sondern das Porträt zweier Getriebener, die man sich bald gar nicht anders vorstellen kann als kopfüber an einem senkrechten Felsen. So ist man auch nicht überrascht, dass sie den häuslichen Dachboden zur Kletterwand ausgebaut haben. Die Doku seziert den gelebten Wunsch nach dem Überschreiten der Grenzen und gleichzeitig die Kunst, das Risiko so weit unter Kontrolle zu halten, wie es nur irgendwie geht.
Sowohl Alexander als auch Thomas können gar nicht anders, als immer wieder das Leben am Limit zu suchen. Sie sind sich der Gefahr bewußt, dass das "ganz schnelle die Wand hinauf" auch ein "ganz schnelles die Wand hinunter" sein kann. Stoppen kann sie das allerdings nicht.