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Little Children

(Little Children, 2006)

Durchschnittliche Redaktionswertung

82%



Inhalt

Wenn der attraktive Brad mit seinem Sohn den Spielplatz betritt, ist dies für die Mütter meist der Höhepunkt des Tages. Auch die gelangweilte Sarah, deren Leben dank ihrer Ehe mit einem uninspirierenden Bürohengst nicht wie geplant verlief, hat ein Auge auf Brad geworfen. Obwohl Brad mit der erfolgreichen Geschäftsfrau Kathy verheiratet ist, entbrennt zwischen den beiden eine Affäre, aus der eventuell mehr entstehen könnte.

Kritik

von Markus Ostertag

Wertung Kritik

81%

Basierend auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Tom Perrotta inszenierte Todd Field (In the Bedroom) diesen atmosphärisch dichten und fesselnden Streifen, der für drei Oscars nominiert wurde. Zu dem positiven Gesamteindruck verhelfen auch die schauspielerischen Leistungen - allen voran Kate Winslet, die den eigentlich verdienten Oscar ausschließlich wegen der starken Konkurrenz nicht gewinnen konnte.

Bild aus Little Children Es gibt sie leider immer seltener: die Filme, die einen durch ihre Geschichte faszinieren. War früher die Geschichte noch das zentrale Merkmal eines Kinofilms mit dem alles stand und fiel, so scheint sie zunehmend durch Special Effects und bombastische (und teure) Inszenierungen verdrängt zu werden. Little Children überzeugt glücklicherweise wieder einmal durch seine verschiedenen Handlungsstränge, die jeder für sich genommen schon einen Film füllen könnten. Trotzdem wirkt die Kombination aus den teils schwierigen Themen leichtfüßig und extrem unterhaltend.

Der Kinderspielplatz eines amerikanischen Vororts ist jeden Vormittag der Treffpunkt für die Mütter, denn hier erfährt man die Neuigkeiten. So erfährt die neu hinzugekommene Sarah (Kate Winslet) nicht nur, dass ein Exhibitionist, der es auf Kinder abgesehen hatte, wieder aus dem Gefängnis entlassen wurde und jetzt in ihrer Nachbarschaft wohnt, sondern auch, dass ein gutaussehender junger Vater namens Brad (von den Spielplatz-Müttern Prom-King genannt) das Objekt der alltäglichen Mütter-Begierde ist. Als Sarah ins Gespräch mit Brad (Patrick Wilson) kommt funkt es sofort zwischen den Beiden, denn beide haben ihrer Meinung nach nicht die glücklichsten Ehen. Und so fühlt sich der zu Hause unterdrückte Brad von Sarah endlich ernst genommen und Sarah ist endlich das Objekt männlicher Begierde. Eine heiße aber gefährliche Affäre entbrennt.

Im Grund erzählt Little Children drei Lebensgeschichten, die sich an verschiedensten Stellen kreuzen und immer wieder von Nebenplots untermalt werden. Einmal bekommen wir Einblick in die Hetzjagd gegen einen ehemaligen Straftäter, der unerwachsener nicht sein könnte. Dann die traurige Geschichte einer verheirateten Frau, der an ihrer Ehe nichts bleibt, außer einem an fremden Slips schnüffelnden und dabei masturbierenden Mann und letztlich die Sicht eines jungen Vaters, der zwar eine wunderschöne und perfekte Frau hat, aber von ihr nicht die Aufmerksamkeit erhält, die er bräuchte.

Im Zentrum steht natürlich die Affäre zwischen den beiden verheirateten Personen, die sich trotz aller Hindernisse und moralischen Bedenken ihren Gefühlen hingeben und damit in einer gewissen Art und Weise die Erfüllung ihrer Träume finden. Clever inszeniert sehen wir Sarah und Brad während die Kinder ein Stockwerk tiefer schlafen bei ihren sexuellen Eskapaden zu und fiebern einerseits mit den Beiden in der Hoffnung nicht erwischt zu werden und verurteilen sie im gleichen Moment für das was sie tun. Dieser Spagat gelingt Todd Field sehr gut und sorgt trotz der Länge von 130 Minuten für andauernde Unterhaltung, die den gesamten Film kurzweilig erscheine lässt.

Abschließend muss man dem gesamten Cast ein großes Lob aussprechen, hervorzuheben ist hierbei natürlich die mehrfach für den Oscar nominierte Kate Winslet, die einmal mehr zeigt, dass sie eine Schauspielerin ist, die Charakteren echten Tiefgang geben kann! Little Children ist ein mitreißender und zugleich verstörender Film über die menschlichen Gefühle, Nöte und Wünsche, der nicht nur durch sein teils überraschendes Ende auf jeden Fall ein Kinoticket wert ist!

Kurzkritik

von Florian Lieb

Wertung Kurzkritik

83%

Wie bereits in In the Bedroom liefert Todd Field ein demaskierendes Bild der glcklichen (US-amerikanischen) Familienidylle, ohne humoristisch-knstliche Kniffe wie Sam Mendes in American Beauty. In Little Children sagen Blicke mehr als tausend Worte und besonders Kate Winslet kann sich durch ihre Verkrperung der Sarah wieder einmal hervortun. Field zeigt somit erneut sein ausgesprochenes Talent und sein Gespr fr die richtige Besetzung sowie fr ruhige Dramen. Das Ende nimmt allerdings wieder typisch US-amerikanische Zge an, selbst wenn es fr die - zugegeben: glaubhafte - Entwicklung der Charaktere steht. Little Children wartet folglich mit einer authentischen Geschichte und makellosen Schauspielleistungen auf. Einziger Wermutstropfen ist, dass wie nur allzu oft in Hollywood-Produktionen das Thema der Kindesmisshandlung - siehe Mystic River oder Gone Baby Gone - lediglich als Aufhnger fr den Narzissmus der Erwachsenen dient. Dafr ist das Thema an sich eigentlich viel zu ernst und dramatisch.



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