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Shoppen(Shoppen, 2006)
| Dt.Start: |
03. Mai 2007
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Premiere: |
25. Oktober 2006 (Festival, Deutschland) |
| FSK: |
o.A.
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
90 min
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Land: |
Deutschland |
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Darsteller:
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Sebastian Weber (Jörg), Anna Böger (Susanne), Felix Hellmann (Patrick), Katharina Schubert (Isabella), David Baalcke (Frank), Julia Koschitz (Susanna), Martin Butzke (Markus), Kathrin von Steinburg (Miriam), Matthias Bundschuh (Thorsten), Mediha Cetin (Mediha), Thomas Limpinsel (Egon), Lisa Wagner (Irina), Oliver Bürgin (Jens), Julia Heinze (Jasmin), Stephan Zinner (Jürgen) |
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Regie:
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Ralf Westhoff |
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Drehbuch:
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Ralf Westhoff |
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 Inhalt
Manche Leute warten ewig auf ihre große Liebe, doch diese 18 Singles nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. 9 Männer und 9 Frauen nehmen an einem "Speed-Dating" teil. Dies ist ein Kennenlern-Event, bei dem man sich im Fünf-Minuten-Takt einander vorstellt. Es gilt keine Zeit zu verlieren, denn jeder will sich in diesen 5 Minuten so gut wie möglich verkaufen. Aber gelingt es der neuen Singlegeneration die wahre Liebe zu finden? |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Birte Lüdeking
Wäre schon praktisch, wenn man sich seinen Partner im Kaufhaus oder Supermarkt besorgen könnte, vielleicht sogar im Sonderangebot und natürlich mit lebenslanger Garantie und uneingeschränktem Rückgaberecht. Autor und Regisseur Ralf Westhoff hat diese ebenso verlockende wie erschreckende Vorstellung mit einem exzellenten Ensemble in eine dialogstarke Komödie umgesetzt.
Filmtitel und Setting geben den Ton an. Hier geht es um das möglichst ökonomische, zunächst verbale und später eventuell sonstige Konsumieren oder Shoppen eines möglichst kompatiblen Partners in möglichst kurzer Zeit. Wer hat heute schon die Muße und Geduld, den ganzen Tag in Straßencafes rumzuhängen und darauf zu warten, dass der oder die Passende zufällig im richtigen Moment am Nachbartisch Platz nimmt? Also findet man sich stattdessen in einer tristen, kargen Lagerhalle ein, die das Gegenteil von Romantik darstellt und lernt sich mit der tickenden Stoppuhr im Hintergrund kennen. Die neun Frauen bleiben auf ihren Stühlen sitzen, die neun Männer machen die Runde.
Bei jenen achtzehn Leuten handelt es sich um das fast schon klassische, leicht neurotische Großstadt-Single-Personal, bekannt aus diversen romantischen Komödien und TV-Reportagen: Die Schüchterne, der Liebe, die Enttäuschte, der Anspruchsvolle... Die komischen und rasanten, beinah dokumentarisch und ohne ästhetischen Schnickschnack inszenierten Vorstellungsgespräche zwischen diesen einsamen Herzen zeichnen das Langfilmdebüt von Ralf Westhoff aus, machen es unterhaltsam und mitreißend. Dabei amüsieren sie auch gerade aufgrund der Bestätigung von gängigen Stereotypen und Klischees. Wenn man sich nicht selbst in den Figuren wieder finden kann oder möchte, dann glaubt man zumindest jemanden zu kennen oder schon mal getroffen zu haben, der ähnlich gestrickt oder mit vergleichbar geschnürten Beziehungs-Päckchen belastet und unterwegs ist.
Dass diese Liebeshungrigen von weitgehend unbekannten, bunt gemixten und durchweg überzeugenden jungen Theaterdarstellern verkörpert werden, verstärkt den lebensnahen, ungekünstelten Eindruck. Der Autodidakt Westhoff, der bislang erfolgreich Kurzfilme drehte, legt seinen Charakteren zwar witzige bis teils aberwitzige Sätze in den Mund, nimmt ihre Einsamkeit und Sehnsucht dabei aber ernst und degradiert sie nie zu Karikaturen. An einigen Stellen driftet seine tempo- und gagreiche Quassel-Komödie in eine etwas erzwungen und konstruiert wirkende Sozialkritik ab, möchte eine hedonistische Generation analysieren und psychologisieren und erklärt sogar bevormundend den selbstredenden Filmtitel. Das trübt sein Debüt aber nur gering, das im Großen und Ganzen ein sehr kurzweiliges Kinoerlebnis bereitet.  Weitere interessante Filme
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