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Die Todeskandidaten(The Condemned, 2007)
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29. November 2007 DVD: 10. April 2008
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Premiere: |
08. Februar 2007 (Berlinale, Deutschland) |
| FSK: |
ab 18
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Genre: |
Action, Thriller |
| Länge: |
114 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Steve Austin (Jack Conrad), Vinnie Jones (Ewan McStarley), Robert Mammone (Ian Breckel), Victoria Mussett (Julie), Madeleine West (Sarah Cavanaugh), Samantha Healy (Bella), Christopher Baker (Eddie C), Luke Pegler (Baxter), Rick Hoffman ('Goldy' Goldman), Masa Yamaguchi (Saiga), Nathan B. Jones (Petr), Andy McPhee (Der Deutsche), Angie Milliken (Donna Sereno), Sullivan Stapleton (Special Agent Wilkins), Grant Piro (Moyer), Neil Pigot (Wade Meranto), Trent Sullivan (Michael) |
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Regie:
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Scott Wiper |
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Drehbuch:
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Scott Wiper, Rob Hedden |
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 Inhalt
Der zum Tode verurteile Joe Conrad wartet in einem Gefängnis auf seine Hinrichtung. Überraschenderweise wird er jedoch von einem Fernsehproduzenten freigekauft und auf eine einsame Insel gebracht. Dort muss er gegen neun weitere freigekaufte Schwerverbrecher um Leben und Tod kämpfen, da dem einzigen Überlebenden ein Leben in Freiheit zusteht. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Kurt Meinicke
Mit Die Todeskandidaten hat WWE Films - eine Gesellschaft des Unternehmens World Wrestling Entertainment - nun innerhalb kurzer Zeit bereits den dritten Film Produziert. Statt eines Teenie-Slashers oder eines "Old School"-Actionfilms haben wir es dieses mal aber mit einem Actionthriller zu tun, welcher durchaus überzeugend ist und - was wohl noch viel überraschender ist - zum Denken anregt. Die Darsteller um Steve Austin und Vinnie Jones sind zwar typisch aber dennoch passend ausgesucht worden; und was für die meisten Zuschauer wohl eher wie ein leicht bekömmlicher Actioner aussah, wird immer mehr zu einem ungemütlichen Film, der sich auch nicht scheut dem Publikum einen Spiegel vor die Nase zu halten.
Fernseh-Produzent Ian Breckel (Robert Mammone - Matrix: Reloaded, Nightmares & Dreamscapes - Autopsieraum 4) hat offenbar zu viel Geld und versucht aus purem Grössenwahn (oder Langeweile?) die ultimative Realityshow zu produzieren. Seine Zutaten dafür sind zehn rund um die Welt verteilte und zum Tode verurteilte Gefangene, eine mit Kameras zugepflasterte Insel und - da man beim Fernsehen gewisse Regeln beachten muss - das World Wide Web für die Übertragung. Das Konzept ist auch denkbar einfach: die glücklichen Auserwählten haben 30 Stunden Zeit sich gegenseitig umzubringen. Der letzte Überlebende ist Sieger und erhält seine Freiheit zurück. Sollten mehrere Personen nach Ablauf der Frist noch leben, detonieren bei jedem einzelnen am Fussgelenk befestigte Sprengladungen, womit dann alle Kandidaten ins Jenseits befördert werden. Breckel sieht schon bald, wie seine Show das Potential hat sogar die Einschaltquoten des Super Bowls zu übertreffen, doch einer der Todeskandidaten namens Jack Conrad (Steve Austin - Spiel ohne Grenzen) hütet ein Geheimnis und denkt gar nicht daran, bei diesem perfiden Spiel mitzumachen.
Die komplette Grundhandlung ist eine Mischung aus Running Man - wo ebenfalls Verurteilte eine scheinbare Chance auf Freiheit erhalten, indem sie in einer Spielshow mitwirken - und dem asiatischen Battle Royale. Vom letzteren wurde das Setting sowie das Spiel an sich übernommen, und dieser Cocktail schmeckt zwar irgendwie altbekannt, aber immerhin besitzt er eine frische Note und einen überraschend kräftigen Abgang. Vordergründig mag es um Action gehen und die meisten Zuschauer der Zielgruppe wollen wohl auch lediglich sehen wie "Stone Cold" Steve Austin den Rest im Alleingang - und mit immer gleichbleibendem Gesichtsausdruck - fertig macht. Und natürlich überrascht es nicht, dass man genau dies auch geboten bekommt, aber man erhält wider erwarten noch viel mehr: ohne dem Zuschauer wirklich neue Erkenntnisse über das menschliche Wesen zu bieten, wird der Film immer wieder sehr unangenehm und somit tiefgründiger als man es nicht nur gedacht sondern auch hin und wieder eigentlich gewollt hätte. Die Zuschauer im Film bezahlen einen fixen Betrag, um sich diese kranke und menschenverachtende Show im Internet ansehen zu können und man ist ob dieser Gleichgültigkeit und Sensationsgeilheit regelrecht angewidert... bis einem einfällt, dass man selbst auch Geld bezahlt hat, um sich eben diesen Film anzusehen. Wie gross ist da noch der Unterschied, wenn die ganze Inszenierung dermassen realistisch und absolut kompromisslos daherkommt und man selbst immer wieder die Augen abwenden muss? Aber gerade dieser innere Zwist (welcher durch die Tagline "...und DU bist der Zuschauer" noch unterstrichen wird) und das Duell zwischen dem Wrestler und einem der Todeskandidaten namens Ewan McStarley (ein erschreckend gut aufspielender Vinnie Jones - Snatch - Schweine und Diamanten, Eurotrip), welcher zwecks Steigerung der Einschaltquoten von Ian Breckel immer wieder hilfreiche Utensilien geliefert bekommt, machen diesen Film sehenswert und interessant.
So hat es Regisseur und Drehbuchautor Scott Wiper (Sterben: Aber richtig!) nicht nur geschafft sein Werk effizient und eindrücklich aus der breiten Masse hervorzuheben, sondern er liefert auch gleich noch den ersten wirklich überzeugenden WWE-Film ab! Die Hochglanz-Optik passt, der dreckige Look noch besser und auch das Darsteller-Ensemble bringt die Dualität der Situation nachvollziehbar und ohne Übertreibungen auf die Leinwand. Der Soundtrack kann inzwischen schon fast als "WWE-typisch" bezeichnet werden, und kommt sehr passend in einem rockigen Kleid daher. Hier und da gibt es zwar einzelne Logikfehler und auch einzelne Protagonisten legen nicht immer die nachvollziehbarsten Handlungsweisen an den Tag, aber das Gesamtbild wird dadurch höchstens marginal verschlechtert da es wichtigere Dinge gibt, welche die volle Aufmerksamkeit für sich einnehmen.
Für Fans von "Stone Cold" Steve Austin führt sowieso kein Weg an diesem Running Royale vorbei, aber auch alle anderen Fans von Actionfilmen mit einer stark spürbaren Portion Tiefgang können Die Todeskandidaten getrost eine Chance geben, denn am Ende muss man einsehen, dass die hier enthaltene Kontroverse nicht viel schwächer als in John Rambo ist. Wer also mal wieder Lust auf Action hat, ohne dabei das eigene Gehirn ausschalten zu müssen, und gleichzeitig mit sehr harten und unmenschlichen Szenen zurechtkommt (der letzte Akt hat es in sich), der hat hier die Gelegenheit dazu und sollte diese auch nicht verpassen.  Weitere interessante Filme
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