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King of California

(The King of California, 2007)

Durchschnittliche Redaktionswertung

74%



Inhalt

Mirandas Vater Charlie könnte verrückter gar nicht sein. Der depressive, aber ebenso exzentrische Mann ist felsenfest davon überzeugt, dass er wisse, wo sich ein Goldschatz spanischer Missionare befindet. Während er alles in Bewegung setzt um diesen unter einem Supermarkt vergrabenen Schatz zu heben, ist seine Tochter vor allen Dingen damit beschäftigt, ihm diesen Unsinn wieder auszureden.

Kritik

von Markus Ostertag

Wertung Kritik

72%

Das Debüt von Regisseur Mike Cahill könnte einfühlsamer nicht sein: Michael Douglas mimt den verrückten Vater und Evan Rachel Wood (The Missing) verkörpert die etwas verzweifelte Tochter Miranda. Beide passen perfekt als zentrale Figuren der witzigen aber tiefgründigen Geschichte um die Frage, ob man Menschen oft zu vorschnell verurteilt und die Erkenntnis, dass Ziele erst dann erreichbar werden, wenn man ihnen konsequent nachgeht.

Bild aus King of California Mike Cahill gibt mit King of California nicht nur sein Regie-, sondern auch sein Drehbuchdebüt ab und umso mehr muss man ihm gratulieren! Nicht nur, dass er mit Michael Douglas die perfekte Besetzung für den schwer zu spielenden Charlie gefunden hat, auch das Gefühl, welches er dem Zuschauer während der gesamten Laufzeit vermitteln kann, zeigt, dass er sein Handwerk versteht.

Miranda hat kein leichtes Leben, da sie als 17jährige ohne Eltern für sich selbst sorgen muss und das auch noch unter recht schwierigen Bedingungen. Als dann ihr Vater nach zwei Jahren in der Klapsmühle schließlich wieder nach Hause kommt, wird es nicht besser: Charlie scheint noch verrückter und ist fest davon überzeugt, einen Goldschatz heben zu können. Anfänglich erkennt Miranda das Engagement ihres Vaters noch nicht, doch als er sie mehr und mehr mit dem Goldfieber ansteckt hilft sie ihm bei seiner teils verrückten Suche.

Während der gesamten Laufzeit dominiert der Humor in der Vater-Tochter-Beziehung den Film und hier liegt auch ein großer Vorteil der Geschichte. Denn ohne aufdringlich zu wirken unterhält der Streifen und beginnt erst gegen Ende damit einige grundlegende Fragen und Denkanstöße an den Zuschauer zu richten. So bietet King of California einigen Diskussionsstoff, was man anfänglich so nicht erwartet. Diese Genre-Wendung kommt sehr schleichend und bietet damit eine willkommene Abwechslung zu der sonst vielleicht zu sehr in das Klischeehafte abrutschenden Komödiengeschichte.

Im Fokus steht aber natürlich Miranda, die als Kind schon erwachsen sein muss und den immer kindlicher werdenden Vater dann auch noch an der Backe hat. Dieser Rollentausch birgt einiges an Spannung, was vor allem durch Evan Rachel Wood in Gestik wie Mimik perfekt dargestellt wird. Hier muss man bei Michael Douglas leider kleinere Abstriche machen, denn hinter seinem Vollbart versteckt er nahezu jeden Gesichtszug und wirkt manchmal etwas emotionslos.

Insgesamt ist das Debüt von Mike Cahill sehr gelungen. Nicht nur das gute Drehbuch, sondern auch die passenden Darsteller überzeugen mit ihrer Leistung. Einziger Wehrmutstropfen könnte das teilweise offene Ende sein, welches den einen oder anderen Zuschauer etwas fragend im Kinosessel zurücklassen wird.

Kurzkritik

von Matthias Pasler

Wertung Kurzkritik

76%

Fast fällt es schwer, King of California als Indie-Komödie zu bezeichnen. Ist doch ein Hollywood-Schwergewicht wie Michael Douglas darin zu sehen. Aber das Umfeld, in dem er sich bewegt, passt zu der Überschrift. Eine leise Geschichte in einem begrenzten Spielraum, liebevoll ausgearbeitete Milieu-Figuren und ein anspruchsvoller und zurückhaltender Humor, unter dessen Oberfläche sich aber echte Aussagen verstecken. Kleines Hollywood-Kino mit großer Wirkung. Wie bei solchen Produktionen immer der Fall, konzentriert sich die Wirkung des Films hauptsächlich auf die Schauspieler und die Geschichte. Und beides funktioniert hier wunderbar, auch im Wechselspiel. Evan Rachel Wood gelingt es in einer wenig auffälligen Rolle, alles rauszuholen, und Michael Douglas fühlt sich in diesem für ihn so ungewöhnlichen Part anscheinend pudelwohl. Der oft unsympathische Charaktermime gibt den durchgeknallten Vater wunderbar weich und liebenswert. Die gemeinsame Odysse der beiden ist zu jeder Sekunde unterhaltsam und lässt einen dabei auch immer im Unklaren, ob es sich um Hirngespinste oder die Wahrheit handelt. Aber letztlich ist das für Tochter und Vater doch eigentlich egal.



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