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Mit Hairspray bringt Regisseur Adam Shankman seine Version des preisgekrönten Broadway-Musicals auf die Leinwand. 1988 bereits durch John Waters ins Kino gebracht, wurde Hairspray nicht nur zum Filmklassiker, sondern auch als Musical äußerst berühmt. Neben John Travolta und Michelle Pfeiffer überzeugen insbesondere die jungen Darsteller durch Gesang und Tanz.
Anfang der sechziger Jahre lebt die mollige Teenagerin Tracy Turnblad in Baltimore nur einen Traum: in der "Corny Collins" Fernsehshow mitzutanzen und zu singen. Tracy ist durchaus talentiert, hat jedoch aufgrund ihrer Figur zunächst wenig Chancen gegen die dünnen, modelhaften Mädchen der Show.
Auf dem Schulball gelingt es Tracy jedoch, Corny Collins zu beeindrucken, so dass er ihr einen Auftritt in der Show verschafft und sie über Nacht zum Star aufsteigt. Doch nicht alle liegen Tracy zu Füßen. Die derzeitige Favoritin der Show, Amber von Tussle, und ihre intrigante Mutter Velma, Chefin des Fernsehsenders WYZT, schwören Rache. Als Austragungsort für den Kleinkrieg haben sich Mutter und Tochter den Tag der "Miss Teenage Hairspray"- Verleihung auserkoren.
Doch es geht in Hairspray nicht nur um Tanz und Schönheit. Nebenbei führt der Film auch die damalige Diskriminierung von Schwarzen im Alltag an. Als Tracy nachsitzen muss und die Reaktionen auf die zaghafte Liebe zwischen ihrer besten Freundin Penny Pingleton und dem schwarzen Seaweed mitbekommt, begreift sie erstmals, was Rassenvorurteile eigentlich bedeuten. Sie schlägt alle Warnungen in den Wind und führt einen Protestmarsch an, um für die Rassenintegration zu demonstrieren.
Ein Musical auf die Leinwand zu verbannen, bringt immer einige Gefahren mit sich. Schließlich ist es schwer, die Lebendigkeit der Bühnenpräsentation im Film genauso ansprechend zu gestalten. Das ist auch der einzige negative Aspekt an der Verfilmung, da sich im Laufe der Zeit doch eine gewisse Langeweile einstellt. Überbrückt werden diese Stellen jedoch stets durch die großartig agierenden Darsteller, allen voran die noch unbekannte Nikki Blonsky, die mit ihrer frischen Art sofort sympathisch wirkt. Aber auch die anderen jungen Darsteller können alle überzeugen und überraschen durch manch verborgenes Gesangstalent.
Die Hollywoodstars John Travolta, Michelle Pfeiffer, Christopher Walken und Queen Latifah bilden einen gelungenen Reigen um die jungen Nachwuchs-Schauspieler. Travolta ist zwar als Tracys Mutter gewöhnungsbedürftig, kann aber insbesondere durch seine Tanzeinlage zum Ende des Films an früherer Erfolge anknüpfen. Walken gibt einen herrlich durchgeknallten Vater, der eine äußerst unterhaltsame Sequenz mit Michelle Pfeiffer zu spielen hat.
Alles in allem kann Hairspray durch viel Frische, bunte Farben und Kostüme, Tanz und Gesang überzeugen, so dass die ein oder andere Länge des Films gekonnt überspielt wird. |