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Der Exorzist(The Exorcist, 1973)
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20. September 1974 DVD: 24. November 1999
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Premiere: |
26. Dezember 1973 (USA) |
| FSK: |
ab 16
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Genre: |
Horror |
| Länge: |
122 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Ellen Burstyn (Chris MacNeil), Max von Sydow (Father Merrin), Linda Blair (Regan MacNeil), Lee J. Cobb (Lieutenant Kinderman), Kitty Winn (Sharon Spencer), Jack MacGowran (Burke Dennings), Jason Miller (Father Damien Karras), Reverend William O'Malley (Father Dyer), Barton Heyman (Dr. Klein), Peter Masterson (Barringer), Rudolf Schündler (Karl), Gina Petrushka (Willi), Robert Symonds (Dr.Taney), Arthur Storch (Psychiater), Reverend Thomas Bermingham (Präsident der Universität) |
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Regie:
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William Friedkin |
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Drehbuch:
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William Peter Blatty |
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 Inhalt
Eines Tages beginnt Regan, die 12-jährige Tochter der berühmten Schauspielerin Chirs MacNeil sich äußerst merkwürdig zu verhalten. Die Ärzte glauben, daß Regan an einer schweren mentalen Krankheit leidet doch es drängt sich mehr und mehr der Verdacht auf, daß das kleine Mädchen vom Teufel besessen ist. Nur ein Exorzismus kann Regan jetzt noch retten. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thomas Brendel
Anfang der 70er Jahre schuf William Friedkin zwei Filme die in die Geschichte eingingen und die auch heute nichts von ihrer urspünglichen Intensität verloren haben. Da haben wir zum einen den Thriller The French Connection mit Gene Hackman und Roy Scheider und zum anderen den Horror-Klasssiker schlechthin: Der Exorzist. Millionen von Menschen in aller Welt stürmten damals die Kinos, um zu sehen wie die vom Teufel besessene Linda Blair Erbsensuppe durch die Gegend spuckt und ihrer fassungslosen Mutter allerlei Obszönitäten ins Gesicht schreit. Wenn man der Legende Glauben schenken darf war es damals keine Seltenheit, daß Zuschauer aus dem Saal rannten um sich auf der Toilette zu übergeben und kurz darauf sofort wieder ins Kino spurteten weil sie nichts vom Film verpassen wollten. Eine Frau erlitt angeblich sogar eine Fehlgeburt. Echter Horror oder einfach nur eine geschickte Werbestrategie? Nun, wer den Film gesehen hat wird mir zustimmen, daß beides gut möglich ist.
In der Tat ist es wirklich beeindruckend, daß ein Film fast dreißig Jahre nach seiner Uraufführung immer noch so schockierend, mitreißend und erschreckend sein kann. Autor William Peter Blatty hat es geschafft eine universelle Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse zu zu erzählen und zwar so geschickt, daß jeder Zuschauer mit der Hauptfigur mitleiden, sich sogar mit ihr identifizieren kann. Was könnte schlimmer sein, als dem Teufel höchstpersönlich gegenüberzustehen? Doch wenn man kein Monster mit Pferdefuß und Hörnern vor sich hat, sondern seine eigene kleine kleine Tochter die man über alles liebt und die nun unter dem Einfluß einer eigenartigen fremdartigen Macht zur gewalttätigen Bestie mutiert ist, dann trifft einen das natürlich noch härter. Allein der Gegensatz zwischen dem kleinen süßen Mädchen zu Beginn des Films und der grausamen Gestalt zu der sie im Verlauf des Films wird ist schon schockierend genug. Es war auch recht klug, aus Chris MacNeil eine Atheistin zu machen die eigentlich nicht an den Belzebub glaubt und Vater Damien zu Beginn des Films in eine Glaubenskrise verfallen zu lassen, die ihn sogar an seinem Beruf zweifeln läßt. Doch jetzt da sie das Grauen unmittlerbar vor sich sehen, entsteht unweigerlich auch ein Glaubenskampf in ihrem Inneren. Wenn es so etwas wie den Teufel gibt, dann muß es wohl auch einen Gott geben und dann ist ein Exorzismus vielleicht tatsächlich die letzte Möglichkeit Regan zu retten. Durch diesen inneren Zwist der Hauptfiguren hat es der Film geschafft auch die Zuschauer anzusprechen, die das Thema vielleicht gern als religiösen Blödsinn abgetan hätten.
Der Exorzismus selbst am Ende des Films zählt wohl zu den spannendsten, erschreckensten und nervenaufreibensten Szenen überhaupt. Mich packt es jedenfalls immer wieder aufs neue, obwohl ich den Film ja nun doch schon des öfteren gesehen habe. Allein diese letzten Minuten sind wahrscheinlich schlimmer als all die neuen Slasher wie Urban Legends, I know What You Did Last Summer oder Scream 3 zusammen genommen. Spekatkuläre Schlagzeilen hinsichtlich der Grausamkeit von Filmen wie wir sie erst kürzlich beim Start von Hannibal haufenweise lesen mußten, erscheinen im Hinblick auf wirklich gruslige Horror-Filme wie Der Exorzist fast schon lächerlich. Wer mal wieder Lust auf einen Abend mit jeder Menge Gänsehaut, Geschrei oder Kissen-vors-Gesicht-halten und eine anschließende Nacht voller Albträume hat, der sollte alle seine Freunde zu sich einladen, eine Schüssel Erbsensuppe zubereiten und den wohl besten Horrorfilm aller Zeiten in den Player werfen.  Weitere interessante Filme
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