Die amerikanische Version des deutschen Bella Martha wartet mit einigen bekannten Namen auf. So verlieben sich Catherine Zeta-Jones und Aaron Eckhart ineinander und als Adoptiv-Tochter darf die wunderbar aufspielende Abigail Breslin (Little Miss Sunshine) agieren. Auch wenn es ein wenig unnötig erscheint nach gerade einmal gut fünf Jahren ein Remake zu verfilmen, so bietet Rezept zum Verlieben die einfühlsame Geschichte im Blockbuster-Format und erreicht damit vielleicht noch mehr Zuschauer.
Dass Catherine Zeta-Jones und Aaron Eckhart gut schauspielern können, haben sie bereits mehrfach bewiesen. Aber auch die kleine Abigail Breslin, die für ihre Leistung in Little Miss Sunshine eine Oscar-Nominierung bekam, unterstreicht ihr Können in Rezept zum Verlieben eindrucksvoll. Sie ist es, die mit viel Charme und Ausdruck den Zuschauer emotional an die Geschichte und Charaktere bindet.
Die erfolgreiche Köchin Kate Armstrong hat ihre Küche auch im größten Stress vollkommen unter Kontrolle, ihr Privatleben hingegen sieht düster aus. Als ihre Schwester bei einem Autounfall ums Leben kommt, bricht schließlich alles vollkommen in sich zusammen. So muss Kate nicht nur ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen, sondern sich auch um ihre verwaiste Nichte Zoe kümmern. Nachdem sie ihr Privatleben scheinbar wieder einigermaßen auf die Reihe bekommen hat, wird ihr ein neuer Souchef präsentiert, der in Kates Augen natürlich nur Eines will: Sie raus drängen um selbst Küchenchef zu werden!
Die emotionale und ruhige Inszenierung überzeugte bereits bei Bella Martha und daran orientiert sich auch Scott Hicks sehr deutlich. Seine Protangonisten funktionieren perfekt in ihren Rollen, einzig Aaron Eckhart wirkt manchmal überhaupt nicht wie ein Koch-Profi, gleicht das aber über seine verschmitzte Art im Dialog mit Abigail Breslin aus. Diese wiederum rührt den Zuschauer in einigen Szenen zu Tränen und überzeugt nicht nur von der ersten Minute an, sondern trägt auch einige Schlüsselszenen des Films!
Rezept zum Verlieben ist ein gut gemachtes Remake, welches die schöne romantische Geschichte gekonnt in Szene setzt. Auch wenn der Zeitraum zwischen dem Original und der Wiederauflage ein wenig kurz erscheint und die (gewollten) Parallelen zu Ratatouille in diesem Jahr natürlich besonders ins Auge fallen, ist es schön zu sehen, dass eine deutsche Erfolgsgeschichte es zum Blockbuster-Status geschafft hat!