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Halloween: H20

(Halloween: H20, 1998)

Durchschnittliche Redaktionswertung

54%



Inhalt

20 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen von Heddonfield lebt Laurie Strode zusammen mit ihrem 17-jährigen Sohn John in Kalifornien, wo sie ein Internat leitet. Doch die Hoffung ihrem psychopatischen Bruder Michael Myers für immer entkommen zu sein, zerbricht, als dieser plötzlich im Internat auftaucht und während einer Privatparty seine Mordlust auszuleben beginnt. Nachdem es ihr gelingt die Schüler in Sicherheit zu bringen, stellt sie sich ihrem Bruder und versucht dem Spuk ein für alle Mal ein Ende zu setzen.

Kritik

von Kurt Meinicke

Wertung Kritik

54%

Genau zwanzig Jahre nach dem sehr gelungenen Original kam 1998 mit Halloween: H20 die bisher vorletzte Fortsetzung der Erfolgsreihe in die Kinos. Im Rahmen der durch Scream - Schrei! losgetretenen, modernen Slasher-Welle, versuchte man am Erfolg des ersten Teils nochmals anzuknüpfen und schaffte es sogar, Jamie Lee Curtis zum dritten mal für die Rolle der Laurie Strode zu verpflichten. Leider war aber auch dieses Vorhaben aufgrund fehlender, neuer Ideen lediglich auf der "Hommage-Ebene" von Erfolg gekrönt und musste somit schnell als Durchschnittsware in der großen Masse ebenbürtiger Produktionen untergehen.

Bild aus Halloween: H20 Was hatte man sich nach der alles andere als überragenden ersten Fortsetzung von Scream - Schrei! und der schlussendlich belanglosen Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast-Reihe auf das Wiedersehen mit Scream-Queen Jamie Lee Curtis und Michael Myers gefreut. Umso größer war zwei Jahre vor der Jahrtausendwende die Enttäuschung, als man feststellen musste dass mit Halloween: H20 nichts weiter als ein Klon eben solcher oberflächlicher Slasher in den Kinos zu sehen war. Viel hätte daraus werden können, doch leider begnügte sich Regisseur Steve Miner (Freitag der 13. Teil 2, House, Lake Placid) mit ein paar eingestreuten Referenzen zu den Ursprüngen der Reihe und verpackte diese in eine Handlung, welche schon damals niemanden mehr vom Hocker reißen konnte. Auch verleugnete man beim Schreiben des Drehbuchs offenbar die Existenz der Teile drei bis sechs und tat einfach so, als wäre dies erst der dritte Eintrag in der Franchise, was einen faden Beigeschmack mit sich brachte. Zwar konnte man sich relativ einfach an diesen Gedanken gewöhnen, doch zerstörte dies das ohnehin schon nicht sehr logische Bild einer kompletten, fortlaufenden Serie.

Nachdem sie Teil eines Zeugenschutzprogramms geworden war, stieg Keri Tate alias Laurie Strode in Kalifornien zur Internats-Leiterin auf. Zwanzig Jahre nach ihrer ersten - dank ihrem Bruder durchlebten- Horrornacht, vegetiert die allein erziehende Mutter eines zufälligerweise gerade siebzehn gewordenen Sohnes namens John (Josh Hartnett) als Alkoholikerin mehr oder weniger vor sich hin, da sie noch immer die damaligen Geschehnisse nicht abschließend verarbeiten konnte und auch nicht davon überzeugt ist, dass Michael nicht mehr lebt. Natürlich sind ihre Ängste mehr als begründet. Kaum steht Halloween vor der Türe, taucht auch Michael Myers wieder auf und heftet sich an Johns Fersen. Es kommt schlussendlich zum unvermeidlichen und dennoch nur vermeintlich finalen Kampf zwischen Laurie und Michael.

Die Darsteller versuchen ihre Sache gut zu machen, was den meisten Mitwirkenden auch gelingt. Sogar LL Cool J (Deep Blue Sea, Mindhunters) passt gar nicht mal so schlecht in seine Rolle und kann hin und wieder für den einen oder anderen Lacher sorgen. Josh Hartnett (40 Tage und 40 Nächte, Pearl Harbor) überzeugt als gejagter Sohn der nicht sonderlich viel zu tun hat und Jamie Lee Curtis (Virus, Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag) macht es sichtlich Spaß noch einmal in die Rolle zu schlüpfen, welche ihre Karriere überhaupt erst ins Rollen gebracht hatte. Schade nur, dass das Drehbuch das Potential der Besetzung noch nicht einmal anzukratzen vermochte und die Handlung somit vor sich hin läuft, ohne das Interesse des Zuschauers zu wecken. Hier hat man eindeutig die Chance verpasst, endlich mal eine überdurchschnittliche Fortsetzung der Reihe zu drehen und begnügte sich mit ein paar Leckerbissen für wahre Fans und Kenner des Michael Myer-Universums. Dass man damit keine neuen Fans gewinnen kann, hätte eigentlich von Anfang an klar sein müssen: Nichts ist übrig von der fesselnden Atmosphäre und der beklemmenden Stimmung des Originals, weswegen sich Halloween: H20 gesamt gesehen nicht aus dem Sumpf der Standard-Slasher hervorheben kann.

Zugegeben, es handelt sich hier nicht um einen schlechten Film und man kann sogar sagen, dass dies die nahezu gelungenste Halloween-Fortsetzung darstellt, welche sicherlich viele Fans gut unterhalten kann. Dennoch bleibt aber am Ende ein abgestandener Nachgeschmack übrig und man wünscht sich die gute alte Zeit zurück, in welcher John Carpenter (Vampires, John Carpenter's Ghosts of Mars) es noch verstand, die Spannungsschraube bis zur Unerträglichkeit anzuziehen. Dies gelingt Steve Miner in keiner Sekunde, wobei man aber auch nie das Gefühl hat, dass er es überhaupt versuchen würde.

Wer hin und wieder gerne mal dem Grundsatz "In der Not frisst der Teufel Fliegen" folgt und Slasher-Filme einfach gerne sieht, kann sich diesen Film an einem verregneten Nachmittag ansehen und hat die dafür investierte Zeit zumindest nicht komplett den Abfluss hinunter gespült. Und mal ganz ehrlich: Bei einem neuerlichen Treffen mit dieser Horror-Ikone drückt man doch gerne mal das eine oder andere Auge zu.

Keine weitere Wertung


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