Ja, die Geschichte des Filmes konnte man schon unzählige Male über die Leinwand flimmern sehen: Aber mit viel Charme und einem herrlich selbstironischen Hauptdarsteller werden die Herzen des Zuschauers im Sturm erobert und dank seines familienfreundlichen und zündenden Humors ist es ein gelungener Film für Groß und Klein.
Man nehme einen Mann, am Besten noch einen der muskulösen, selbstverliebten Sorte und bringe ihn in Kontakt mit einem kleinen Kind. Dieses bringt dann das Leben des überforderten Mannes durcheinander und fertig ist der Stoff aus dem schon zig Filme gemacht wurden. So ist es noch gar nicht so lange her, dass uns Der Babynator Vin Diesel in den Kinos beehrt hat. Dessen Erbe tritt nun Dwayne The Rock Johnson an und schlägt dabei seinen Vorgänger um Längen.
Joe Kingman ist der Größte! Denkt er zumindest, denn das Footballsternchen könnte selbstverliebter kaum sein. Er besitzt ein riesiges Haus, viele Sportwagen und genießt das Leben in vollen Zügen. Dies ändert sich schlagartig, als plötzlich ein kleines Mädchen vor seiner Tür steht und behauptet seine Tochter zu sein. Dummerweise musste die Mutter für ein paar Tage nach Afrika und so steht der völlig überforderte Joe vor der Aufgabe seines Lebens.
Obwohl der Daddy ohne Plan nur wenig bis gar nichts Neues zu bieten hat, weiß die erneute Verfilmung der Thematik zu gefallen. Seine Figuren mutieren trotz ihrer Einfachkeit nie zu Schablonen und gewinnen dank ihrer familiengerechten Darstellung schnell die Herzen der Zuschauer. Neben den Figuren wurde auch viel Wert auf den Humor des Filmes gelegt, der zwar das Rad nicht neu erfindet, aber durchweg für Lacher sorgen kann und zum Glück auf jegliche Art von Fäkalhumor verzichtet. Gegen Ende geht dem Film zwar ein wenig die Puste aus, aber wer beim Finale nicht ein Lächeln im Gesicht hat, der dürfte wohl ein Herz aus Stein haben.
Die große Stärke des Filmes ist jedoch ganz klar sein Hauptdarsteller. Wie schon in Be Cool liefert Dwayne Johnson hier eine herrlich selbstironische Vorstellung ab und kann vor allem in den gemeinsamen Szenen mit Newcomerin Madison Pettis gefallen. Die Chemie zwischen den Beiden stimmt und liefert somit das Grundgerüst für das Gelingen des Filmes. Zwar tummeln sich in den Nebenrollen mit Morris Chestnut, Roselyn Sanchez und Kyra Sedgwick ein paar bekannte Namen, jedoch verblassen diese im Vergleich zu dem tollen Hauptdarstellerduo.
Sicher, Daddy ohne Plan erfindet das Rad nicht neu, jedoch hätte man diese Thematik besser kaum in Szene setzen könnnen. Mit viel Witz gelang hier ein unterhaltsamer Film für Groß und Klein, der dank seinem Hauptdarstellerduo für einige Lacher sorgen kann und seinem Vorgänger, Der Babynator, in allen Belangen überlegen ist. Wer also bei seinem nächsten Kinobesuch auf gute, kurzweilige Unterhaltung aus ist, der kann bei einem Ticketkauf nichts falsch machen.