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Unter der Regie von Joe Wright entstand mit Abbitte ein einfühlsam erzähltes Drama, das von der ersten Minute an fesselt und begeistert. Sowohl eine gelungene Kameraführung als auch eine dramaturgisch gut aufgebaute Geschichte verwickeln den Zuschauer in eine Liebesgeschichte in den 30er Jahren.
Nachdem Joe Wright bereits vor zwei Jahren mit der Romanumsetzung von Stolz & Vorurteil ein wunderbares Liebes-Drama gelungen ist, kann er mit seinem neuen Film nahtlos an den Vorgänger anknüpfen. Erneut konnte Keira Knightley für die Hauptrolle gewonnen werden, doch statt Matthew Macfayden spielt diesmal James McAvoy an ihrer Seite.
Die Handlung des Films wird dem Zuschauer in drei Abschnitten zugeführt. Sie beginnt im England der 30er Jahre, mitten im Sommer auf einem Landgut der Familie Tallis. Die junge Briony, die leidenschaftlich gerne schreibt, beobachtet den intensiven Flirt ihrer älteren Schwester Cecilia mit dem Gärtnersohn Robbie. Von der Beobachtung extrem aufgewühlt, beschuldigt sie Robbie im Laufe der Nacht der Verschleppung und Vergewaltigung ihrer Cousine. Robbie wird festgenommen, die Verliebten getrennt.
Der zweite Teil des Films zeigt Robbie als Soldat während des Zweiten Weltkrieges und parallel dazu die inzwischen ältere Briony als Schwesternschülerin. Mit Cecilia hat sie seit dem Zwischenfall kein Wort mehr gesprochen.
Der dritte Abschnitt präsentiert Briony als alte Dame und erfolgreiche Schriftstellerin bei der Vorstellung ihres letzten Romans. Handlung dessen ist die Geschichte, die der Film bis dahin präsentiert hat. Letztlich erfährt der Zuschauer, dass das bisher gesehene nicht der Wahrheit entspricht und die Liebe zwischen Cecilia und Robbie einen anderen Ausgang genommen hat, als erwartet.
Das Drama lebt vor allem durch seine beiden Hauptdarsteller Knightley und McAvoy, die ihren Figuren Leben einhauchen und hohes Interesse an deren Schicksal entstehen lassen. Bereits in Stolz & Vorurteil konnte sich Knightley perfekt in die Geschichte und die damalige Zeit einfühlen und gleiches gelingt ihr auch hier. Das ansprechende Schauspiel fügt sich perfekt in die schönen Landschaftsaufnahmen und die interessante Kameraarbeit ein, so dass gezielt Emotionen ausgelöst und Eindrücke vermittelt werden. So spiegeln die facettenreichen Aufnahmen während der Kriegsszenen, gepaart mit eindrucksvollen Landschaftsbildern und außergewöhnlichen Einstellungen, beispielsweise während der Dämmerung, den ganzen Schrecken der Soldaten wieder und lassen dem Zuschauer Schauer über den Rücken laufen.
Abbitte ist eine gelungene Umsetzung des gleichnamigen Bestsellers von Ian McEwans. Das Liebesdrama zeigt die Folgen menschlichen Handelns genauso auf, wie die Schicksale während des Krieges und die Höhen und Tiefen des Lebens. Durch seine überzeugend spielenden Darsteller gewinnt die Geschichte zusätzlich an Glaubwürdigkeit. Insbesondere Frauen und Liebhaber des Vorgängerwerkes werden begeistert sein. |