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Tomcats

(Tomcats, 2001)

Dt.Start: 05. Juli 2001 Premiere: 30. März 2001 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Komödie
Länge: 92 min Land: USA
Darsteller: Shannon Elizabeth (Natalie Parker), Jerry O'Connell (Michael Delaney), Jake Busey (Kyle Brenner), Horatio Sanz (Steve), Jaime Pressly (Tricia), Bill Maher (Carlos), John Patrick White (Gary), Soledad Alberti (Maria), Joseph D. Reitman (Dave), Brandi Andres (Kelly), Kam Heskin (Kimberly), Lauren Moore (Janet), Damon Williams (Tony)
Regie: Gregory Poirier
Drehbuch: Gregory Poirier


Inhalt

Eine Gruppe party- und sexbessener Jungesellen, die sich selbst als Tomcats bezeichnet schließt eines Tages eine Wette untereinander ab: Der letzte von ihnen, der dem Singledasein treu bleibt erhält den kompletten Wetteinsatz der alljährlich erhöht wird. Sieben Jahre später kommt es zum entscheidenden Finale zwischen den beiden letzten standhaften Tomcats: Frauenheld Kyle und Comiczeichner Michael.
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Kritik

Tomcats hat eine Wertung von 27%

Um ehrlich zu sein, das beste an Tomcats war der witzig animierte und mit dem neuen Offspring Song unterlegte Vorspann. Auch die Outtakes während der End Credits waren für den ein oder anderen Lacher gut. Alles dazwischen hätte man sich jedoch getrost sparen können. Autor Gregory Poirier (The Lion King 2 und Tödliche Gerüchte) hatte bei seinem Regiedebut eine derbe Comedy im Stil von American Pie und Verrückt nach Mary im Sinn, was ihm letztendlich auch gelungen ist. Leider hatte er aber keinen Gedanken an die Frage verschwendet, ob die Zuschauer diesen Filmchen mittlerweile nicht schon völlig überdrüssig sind. Genau dies ist nämlich der Fall.

Die Geschichte beginnt wie schon so oft mit einer kleinen Wette zwischen Freunden, nur gilt es diesmal nicht eine unschuldige Schönheit ins Bett zu kriegen, sondern sich möglichst lange vor dem Gang zum Traualtar zu drücken. Sieben Jahre später sind noch zwei der Jungesellem im Rennen und als sich einer der beiden während eines disaströsen Casinobesuchs hoffnungslos verschuldet, sieht er nur einen einzigen Ausweg aus seiner mißlichen Lage: Er muß seinen guten Kumpel Kyle unter die Haube bringen, um den mittlerweile beträchtlichen Wetteinsatz abzusahnen. Die passende Frau ist auch gleich gefunden und mittels Gewinnbeteiligung recht schnell motiviert, einen frauenverschleißenden Idioten zu heiraten. Doch natürlich kommt alles ganz anders als geplant, da sich Michael und Natalie bei der Ausführung ihres gemeinsamen Projekts ineinander verlieben. Bis zum unvermeidlichen Happy End dieser unoriginellen und schrecklich vorhersehbaren Geschichte müssen sich die Zuschauer jedoch noch durch allerhand platte Jokes wie zum Beispiel der Jagd nach einem widerspenstigen Hoden quälen.

Während Filme wie Verrückt nach Mary oder Road Trip noch mit witzigen Persönlichkeiten wie Ben Stiller oder Tom Green auftrumpfen konnten, heißen die Hauptdarsteller hier Jerry O'Connell, Shannon Elizabeth und Jake Busey. Jerry durften wir ja mittlerweile schon in vielen Filmen und TV Serien bewundern, schauspielern haben wir ihn aber noch nie gesehen. Der Mann ist nicht in der Lage auch nur eine menschliche Emotion glaubhaft darzustellen, bei ihm wirkt alles künstlich aufgesetzt. Doch in all den Jahren ist Jerry zu so etwas wie einem alten Bekannten geworden und daher kann man über seine comichaften Darstellungen inzwischen ohne große Probleme hinwegsehen, vorallem wenn sie wie im Falle Tomcats gar nicht einmal fehl am Platz sind. Es gelingt ihm jedoch zu keinem Zeitpunkt, eine persönliche Beziehung zum Zuschauer aufzubauen und daher läßt einen die Geschichte im Grunde recht kalt. Leider weiß ich über die anderen beiden Hauptdarsteller erst recht nichts gutes zu berichten. Shannon Elizabeth ist für mich einfach keine Schauspielerin, sondern nur ein attraktives Mädchen das in American Pie einmal nackt durchs Bild gelaufen ist und danach völlig zu unrecht als hoffnungsvoller Hollywood-Nachwuchs gehyped wurde. Auch die Leistungen von Jake Busey hielten sich in diesem Film meines Erachtens in Grenzen.

Tomcats versucht mit aller Macht eine freche und schockierende Comedy zu sein, beschreitet aber durchwegs bekannte Pfade anstatt neue Wege zu gehen. Anstelle von originellen Ideen stehen die üblichen niveaulosen Scherze an der Tagesordnung, die man bereits dutzendfach in anderen Filmen gesehen hat. Da auch die schauspielerischen Darbietungen sowie Gregory Poiriers Inszenierung als unterdurchschnittlich zu bewerten sind, fällt mir jetzt im Moment kein einziger Grund ein, der dafür sprechen würde sich den Film anzuschauen. Diese Comedy ist also wirklich nur bei akuter Langeweile zu empfehlen.

von Thomas Brendel


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