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Der Nebel

(The Mist, 2007)

Dt.Start: 17. Januar 2008
DVD: 09. Juli 2008
Premiere: 21. November 2007 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Horror
Länge: 126 min Land: USA
Darsteller: Thomas Jane (David Drayton), Andre Braugher (Brent Norton), Gregg Brazzel (Tom Smalley), Alexa Davalos (Sally), Walter Fauntleroy (Donaldson), Nathan Gamble (Billy), Mathew Greer (Silas), Jack Hurst (Joe Eagleton), Toby Jones (Ollie), Kelly Collins Lintz (Stephanie Drayton), Susan Malerstein (Hattie), Mike Martindale (Sentry), Chris Owen (Norm), Juan Gabriel Pareja (Morales), William Sadler (Jim Grondin), Ron Clinton Smith (Mr. Mackey), Andy Stahl (Mike Hatlen), Frances Sternhagen (Irene), Buck Taylor (Ambrose Cornell), Robert C. Treveiler (Bud Brown), Sam Witwer (Wayne Jessup)
Regie: Frank Darabont
Drehbuch: Frank Darabont, Stephen King


Inhalt

Kurz nach einem höllischen Unwetter wird ein kleines Städtchen im US-Bundesstaat Maine von dichtem Nebel heimgesucht. Der Künstler David Drayton und sein fünfjähriger Sohn finden zusammen mit anderen Bewohnern Unterschlupf in einem Supermarkt. Doch was zunächst ungefährlich klingt, wird für alle Beteiligten ein Horror-Trip, da sich im Nebel gefährliche Kreaturen befinden. Diese scheinen bei einem Fehlversuch der Armee erschaffen worden zu sein und kommen vermutlich aus einer anderen Welt.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Der Nebel hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 90%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Ostertag
Der Nebel hat eine Wertung von 90%
Stephen King und seine Geschichten sind weltberühmt, dennoch ermöglichte der Autor in den 80er Jahren jungen Regisseuren für den symbolischen Beitrag von $1 eine seiner Kurzgeschichten zu lizenzieren. So auch geschehen bei Frank Darabont, der mittlerweile durch Filme wie The Green Mile ebenfalls zu einigem Ruhm kam. Mit Der Nebel erfüllt sich Darabont nun einen lange gehegten Traum und dem Film ist anzumerken, wie viel Spaß der Dreh gemacht haben muss!

Bild aus Der Nebel Die Kurzgeschichte auf der Der Nebel basiert, hat King bereits 1980 geschrieben, doch erst jetzt kam Darabont auf den Horror-Autor zurück und erfüllte sich mit der Verfilmung des Stoffes eine Art Kindheitstraum. Dass er dabei auf einen fast komplett unbekannten Cast setzte, überrascht angesichts der Geschichte nicht sonderlich:

Nach einem schrecklichen Unwetter, das Bäume entwurzelt und allerhand Chaos angerichtet hat, taucht über dem See vor einer amerikanischen Kleinstadt ein merkwürdiger Nebel auf, der undurchdringbar scheint. Einige Bewohner verschanzen sich aus Angst in ihrem Supermarkt, doch die Unsicherheit, was in diesem merkwürdigen Nebel sein Unwesen treiben könnte, wächst zunehmend. Schon bald macht sich Verzweiflung und Panik breit und die Bedrohung von außen ist nicht mehr das einzige Problem mit dem die Bewohner zu kämpfen haben.

Die Geschichte Der Nebel bietet einigen philosophischen Stoff, der für einen reinen Horrorstreifen auf den ersten Blick ungeeignet erscheint. So verwundert es auch nicht, dass Darabont keinen typischen "King-Film" inszeniert, sondern viel zwischen den Zeilen erzählt. Dies wird bei sehr vielen Zuschauern überhaupt nicht ankommen, die dem entsprechend den Streifen auch für unterdurchschnittlich abwerten werden. Dennoch sollte man sich bei Interesse die Zeit nehmen und etwas tiefer über die verschiedenen Ansichten, die in dem Film offenbart werden, Gedanken machen.

Über die gesamte Laufzeit wechselt der Film scheinbar mehrmals seine Ansichten. So werden dem Zuschauer die verschiedenen menschlichen Sichtweisen einer solchen Katastrophe aufgezeigt. Einerseits gibt es die "gottesfürchtige" Version, die durch Mrs. Carmody repräsentiert wird. Von Anfang an ist sie der Meinung, dass der Nebel und die furchtbaren Geschehnisse darin "von Gott als Strafe für die Menschen" geschickt wurden. Anfänglich von allen noch belächelt, bekommt ihre Meinung im Laufe der Stunden immer mehr Anhänger, die in einem kleinen Kreuzzug mit menschlichen Opfern mündet.

Auf der anderen Seite haben wir David Drayton, der sich von dieser kirchlichen Variante abwendet und mit so viel Objektivtät wie nur möglich nach einer wissenschaftlichen Lösung sucht. Durch die beiden verschiedenen Ansichten bilden sich Gruppen, die durch ihre Dynamik zu einem Gefahrenherd innerhalb des Supermarktes werden. Keiner kann den Anderen trauen und jeder macht seine Fehler, die dem Zuschauer teils recht heftig aufgezeigt werden. Durch eben diese enorm extremen Darstellungen wird der Zuschauer über den kompletten Film hinweg mit einer zwiespältigen Aussage allein gelassen.

Als dann jedoch die letzten Minuten des Filmes eingeläutet werden, erleben wir die einzigartige Inszenierung und Brillanz der Geschichte. Ein solch überraschendes, ungewöhnliches und zugleich perfektes Ende sieht man höchst selten auf der Leinwand! Letztlich ist es nämlich nur eine einzige kurze Szene, die dem Film eine höchst kompetente und befriedigende Aussage gibt. Und so ist es statt: "Wir sind also nur auf der Erde, damit uns der Arsch aufgerissen wird" ein "Endlich macht alles Sinn"!



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