Rund 20 Jahre nach dem letzten Rambo-Teil ist er nun wieder zurück in den Kinos: John Rambo. Nach Rocky Balboa wagt sich Sylvester Stallone nun unter eigener Regie nach Birma und mischt den dort seit Jahrzehnten wütenden Krieg auf. Anders als die schwachen Fortsetzungen aus den 80er Jahren ist John Rambo angepasst an den Fankult und damit äußerst konsequent. Denn die enorme Brutalität wird vor allem den Fans gefallen!
Über Filme wie John Rambo sollte man eigentlich nicht viele Worte verlieren, denn jeder kennt Rambo. Das Wort "Rambo" hat nicht nur in die Umgangssprache, sondern auch in den Duden Einzug gehalten. So verwundert es nicht, dass Sylvester Stallone neben Rocky Balboa auch seiner Rambo-Reihe nochmal neuen Schub verleihen will. Unter dem Motto "Lebe für Nichts oder stirb für Etwas" ist nun der seit Jahrzehnten wütende Bürgerkrieg in Birma Schauplatz für Rambos Action.
Bei dieser Art von Filmen ist der Inhalt meist nebensächlich und so ist es auch im vierten Teil der Rambo-Franchise. Die Fans wollen konsequente und möglichst brutale Action, die in einem "gewissen Kontext" stehen sollte. Sinn, Realität oder sonstige störende Nebenfaktoren werden ausgeblendet und dann kann der Spaß beginnen. Genau mit diesen Zutaten scheint Sylvester Stallone sich an das Drehbuch von John Rambo gemacht zu haben, denn er trifft den Nagel ziemlich genau auf den Kopf.
Neben tollen Effekten, erlebt der Zuschauer einen brutalen und dabei äußerst konsequenten Streifen, der nur für kurze Atempausen damit aufhört Körperteile und Blut durch die Luft zu wirbeln. Die Dialoge sind scheinbar absichtlich so schwach angelegt, dass man sich schwer tut das Schmunzeln zu verdrücken und eventuell mögliche Denkanstöße werden gar nicht erst vertieft, denn an der Kinotür hat man das Gehirn ja bereits abgegeben.
Wenn man sich brutale Action-Filme mit einer Art von Humor anschauen kann, dann ist John Rambo ein toller Streifen und dadurch für die Fans perfekt. Jeder Andere wird aber sowieso einen Bogen um die Kinosäle machen und so hat Stallone es wieder einmal geschafft die schwachen Fortsetzungen aus den 80er Jahren zu retten und damit der Rambo-Reihe wieder neuen Auftrieb gegeben.