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Sieben

(Seven, 1995)

Durchschnittliche Redaktionswertung

95%



Inhalt

Eine Woche vor seinem wohlverdienten Ruhestand bekommt Detective William Sommerset den Jungspund David Mills als neuen Partner zugewiesen. Ihr erster gemeinsamer Fall führt sie auf die Spur eines psychopathischen Serienkillers, dessen Opfer immer eine der sieben Todsünden repräsentieren.

Kritik

von Jens Grimm

Wertung Kritik

95%

Finchers zweites Werk nach Alien 3 ist zusammen mit dem Kultfilm Fight Club mit Sicherheit sein Bekanntestes. Sieben ist in jeglicher Hinsicht ungemein stark, wobei insbesondere die hervorragenden Darsteller, eine extrem dichte Inszenierung und eine grandiose Optik dafür sorgen, dass der Thriller in seinem Genre absolut maßgebend ist. Unterstützt wird dieser fulminante Film von einem brillanten Soundtrack, für den sich Howard Shore verantwortlich zeigt, der auch für Finchers spätere Filme komponierte.

Es war der Drehbuchautor Andrew Kevin Walker, der in New York ein Skript zu einem düsteren Kriminalfilm namens "Sieben" verfasste. Als Arnold Kopelson dieses las, gab er folgendes bekannt: "Dieses Drehbuch ist derart hervorragend konzipiert, dass ich gepackt und richtig durchgeschüttelt wurde. Das haben bisher nur sehr wenige Autoren geschafft." Prompt sicherte sich Kopelson zusammen mit New Line die Filmrechte und bat den bis dato eher unbekannten Filmemacher David Fincher, die Regie zu übernehmen, da er mit seinem unverkennbaren Stil bereits in seinem ersten Film Alien 3 überzeugte. Als Schauspieler wurden Oscarpreisträger Morgan Freeman, Golden Globe Preisträger Brad Pitt und Oscarpreisträgerin Gwyneth Paltrow verpflichtet. Wobei allerdings Pitt nur die zweite Wahl ist, da eigentlich Denzel Washington eingeplant war - dieser lehnte jedoch ab. Sieben wurde im Jahre 1995 von der Kritik hoch gelobt, gewann einige Filmpreise, wurde für den Oscar für die Kategorie "Bester Schnitt" nominiert und wird heutzutage nicht selten als einer der besten Thriller der Welt angesehen.

Eine unheimliche Mordserie erschüttert eine Stadt, in der grausige Verbrechen zum Alltag geworden sind. Zwei charakterlich gänzlich unterschiedliche Detectives, der alte William Somerset (Morgan Freeman) und der hitzköpfige David Mills (Brad Pitt), wollen der Sache auf den Grund gehen. Die Morde basieren jeweils auf den biblischen sieben Todsünden - Völlerei, Geiz, Trägheit, Hochmut, Wollust, Neid und Zorn. Der Mörder scheint mit den beiden zu spielen, bis eines Tages etwas vollkommen Unerwartetes passiert.

Finchers Thriller wird nicht umsonst als Klassiker angesehen: Eine große Stärke liegt in den superben Schauspielerleistungen der Hauptakteure. Brad Pitt spielt den risikoreichen, ungeduldigen Detective Mills. Er ist Optimist, glaubt, die Welt verändern zu können, und spielt den Gegenpart zu seinem Kollegen Somerset, den besonnenen, überdurchschnittlich intelligenten und pessimistischen alten Mann. Mills' Ehefrau Tracy (Gwyneth Paltrow) fungiert dabei als Vermittlerin zwischen den beiden Gegensätzen und überzeugt trotz ihrer kleinen Nebenrolle in jeglicher Hinsicht.

Ebenso zu loben ist die hochintelligente Story, die Fincher mit seinem zweiten Werk bietet. Der Serienmörder namens John Doe (Kevin Spacey) spielt mit den Ermittlern. Er hat sein "Werk" messerscharf und zeitgenau geplant und ahnt die Schritte der Detectives voraus. Das wirkt keinesfalls unrealistisch, sondern sehr authentisch, zumal die schauspielerische Leistung dieses Darstellers noch besser ist als die der anderen drei Hauptakteure. Irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn steht Doe, der ruhig, zielstrebig und äußerst überlegt handelt.

In Sieben ist tatsächlich alles "Sieben", denn der Film ist haargenau und perfekt konstruiert. Es geht um die sieben Todsünden, John Doe schafft sein "Werk", wie auch Gott, in sieben Tagen, Somerset arbeitet noch sieben Tage bis zu seiner Pensionierung, um sieben Uhr wird das Paket überbracht und selbst die Hausnummern am Anfang des Films fangen mit dieser Zahl an.

Insgesamt ist der Thriller durch sein starkes Drehbuch, seine exzellenten Darsteller, seine präzise Charakterdarstellung, seine wunderbar düstere Optik, seine kluge Story und natürlich durch sein unvergessliches Ende ein absoluter Spitzenfilm. Doch ist Sieben perfekt? Ja und nein. Zwar kann man dem Film keine direkte Schwäche nachsagen, wohl aber eine übertriebene Konstruktion. Außerdem muss sich der Film die Frage stellen, ob sein Drehbuch wirklich, wie häufig angemerkt, das Beste seit jeher sei, denn gerade Das Schweigen der Lämmer, The Game, Fight Club und neuerdings auch Zodiac - Die Spur des Killers bieten vielleicht keine höhere, aber zumindest gleiche Qualität.

Keine weitere Wertung


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