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Morgan Freeman und Jack Nicholson - zwei Hollywood-Stars, die seit Jahren im Geschäft sind und dennoch nie gemeinsam vor der Kamera standen. Vielleicht lag es an den Unterschieden zwischen den Beiden und gerade diese sind es nun, die den Zuschauer bei Das Beste kommt zum Schluss einerseits so amüsieren und andererseits so fesseln.
Zwei solche "Alt"-Stars als Hauptdarsteller zu haben, davon träumen sicherlich viele Regisseure in Hollywood. So wohl sicherlich auch Rob Reiner (Wo die Liebe hinfällt), doch als er dann das Drehbuch von Justin Zackham gelesen hatte war klar, dass dafür nur die beiden so unterschiedlichen Charaktere in Frage kommen. Das Ergebnis gibt den Machern Recht, denn die so verschiedenen Rollen hätten nicht besser besetzt werden können!
Edward Cole (Jack Nicholson) ist ein Milliardär mit dem nicht gut Kirschen essen ist: Sehr von sich selbst eingenommen und egoistisch muss alles und jeder nach seiner Pfeife tanzen. Ganz anders der Automechaniker Carter Chambers (Morgan Freeman), der viel Wert auf seine Familie legt und sein "normales" Leben genießt. Doch als Beiden von Ärzten die Diagnose Krebs überbracht wird, ändern sich ihre Leben radikal. Gemeinsam in ein Krankenhauszimmer eingesperrt gibt es anfänglich die selbstverständlichen Differenzen, doch nach einigen Gesprächen beschließen sie gemeinsam auf große Tour zu gehen: Sie erstellen eine Liste mit den Dingen, die sie noch erleben wollen. Gemeinsam arbeiten sie also ihre Liste ab und werden so Freunde, die scheinbar ihr gesamtes Leben miteinander verbracht haben.
Die Stärke des Filmes sind natürlich die beiden Hauptdarsteller. Alles ist auf die beiden Charakter-Darsteller hin inszeniert und nichts und niemand steht im Weg. Mit einigen Dialogwitzen und einer gekonnt grauen Szenerie wird dem Zuschauer anfänglich die bedrückende Krankenhausmentalität näher gebracht, sodass sich nach der "Flucht" der Zuschauer mitten drin, statt nur dabei fühlt.
Der Umbruch der durch die Reise stattfindet, bezieht nicht nur die Rollen, sondern auch den Zuschauer mit ein, denn gab es zu Beginn eher komödiantische Einlagen, so wird der Film im Verlauf immer ernster und auch emotionaler. Dieser Eindruck lebt wiederum von den unglaublich guten Darbietungen der Akteure und den teils fantastischen Bildern, die uns Rob Reiner hier präsentiert.
Viel mehr gibt es zu Das Beste kommt zum Schluss eigentlich nicht zu sagen, denn der Film spricht für sich selbst. Jeder, der auf dramatische Komödien mit tiefgehender Story und fantastischen Darstellern steht, sollte sich den Kinostart schon einmal rot im Kalender markieren. Die Emotionen, die unglaublich schöne Geschichte und der einerseits überraschende, andererseits perfekte Schluss dieses Films werden sicherlich einige zu Tränen rühren. |