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Nix Neues an der Filmparodiefront! Erneut beherrscht der Fäkalhumor die Leinwand und macht vor keinem niveaulosen Gag halt. Zudem werdem dem Zuschauer die Anspielungen derart lieblos um die Ohren geklatscht, so dass sich die Herren Regisseure erneut damit rühmen können, einen Film mit dem Prädikat Schlechteste Filmparodie aller Zeiten hervorgebracht zu haben.
Die Regisseure Jason Friedberg und Aaron Seltzer stehen vor allem für zwei Dinge: Sie haben nicht den Hauch einer Ahnung wie eine gelungene Filmparodie auszusehen hat und schaffen es aus jedem ihrer Filme einen Kassenschlager zu machen. Nach den unterirdischen Date Movie und Fantastic Movie (bei welchem immerhin ein paar Fortschritte zu erkennen waren) nahmen sich die beiden nun 300 zur Brust und verbanden dessen Geschichte mit so ziemlich jedem halbwegs erfolgreichen Film des letzten Jahres.
Da seine geplante Armee von 300 Spartanern am Ende doch nur mit 13 Leuten gegen die Perser in den Krieg zieht, hat deren Anführer Leonidas schwer zu kämpfen. Denn neben den persischen Kriegern haben es auch die Transformers, Rocky Balboa, der Ghost Rider und ein paar tanzende Pinguine auf die Spartaner abgesehen.
Obwohl ihre Filmografie schon aus einigen Parodien besteht, haben die Macher scheinbar immer noch nicht gelernt auf was es bei diesem Genre ankommt. Anstatt die parodierten Filme liebevoll in die Story einzubinden oder sich ein paar gelungene Gags auszudenken, ist einmal mehr die Devise: Quantität statt Qualität! So scheint erneut oberstes Ziel gewesen zu sein, auch wirklich jeden Film des letzten Jahres zu erwähnen und dabei hat man es verpasst deren Einbindung lustig zu gestalten. Stattdessen verlässt man sich auf den guten alten Fäkalhumor und reizt damit die Nerven des Zuschauers auf ungeahnte Dimensionen aus.
Das größte Problem ist jedoch, dass die Macher ihre Gags wohl selbst großartig finden, was zur Folge hat, dass sich der Zuschauer so ziemlich jeden Witz 5-6 Mal anschauen darf. Und wenn man doch einmal über einen halbwegs vernüftigen Gag überrascht sein darf (was sagenhafte zwei Mal geschehen ist), mutiert die Überraschung durch das erwähnte Ausreizen schnell zu einem ungläubigen Kopfschütteln.
300 Gags garantiert! Mit dieser Aussage möchte uns das Poster in die Kinosäale locken, doch wenn diese gerade ein bis zwei Mal zum Schmunzeln anregen können und jeder Gag unzählige Male wiederholt wird, dann fragt man sich zurecht, ob man aufgrund der Garantie nicht besser sein Geld für die wohl schlechteste Filmparodie aller Zeiten zurück haben kann. |