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Bauchfreies Top und Jogginghose - in diesem Outfit ist die Streetdancerin Andie ein ziemlicher Außenseiter an der Maryland School of Arts. Doch auch von ihrer Tanzcrew "410" wird sie nach ihrem Eintritt in die elitäre Kaderschmiede nicht mehr toleriert. Hin und her gerissen zwischen ihren Wurzeln und der neuen Schulwelt kämpft Andie um Anerkennung und gewinnt dabei das Herz des Musterschülers Chase. Step Up 2 - The Streets des Regisseurs Jon M. Chu glänzt mit starker Choreographie, aber langweilt mit einer vorhersehbaren Handlung.
Die 16-jährige Andie (Briana Evigan) ist früh verwaist. Sie wohnt nach dem Tod ihrer Mutter bei deren bester Freundin Sarah (Sonja Sohn). Andies Ersatzfamilie ist ihre Streetdance-Crew "410". In jeder freien Minute tanzt sie und denkt sich ausgefallene Choreographien aus. In die Schule geht sie nur sporadisch, was der Pflegemutter gar nicht gefällt: Sie droht Andie, sie nach Texas zu ihrer Tante zu schicken. Das verhindert gerade noch der Streetdancer Taylor Gage (Channing Tatum), der Andies Ersatzmutter überredet, sie auf die anerkannte Maryland School of Arts gehen zu lassen. Die neue Schule nimmt Andie so in Anspruch, dass ihr keine Zeit mehr für ihre Streetdance-Crew bleibt. Andie fliegt raus und gründet mit Chase (Robert Hoffman), dem Star der Schule, eine eigene Truppe. Der Kampf mit den "410"ers um die beste Choreographie beginnt. Um das Herz von Chase muss Andie dagegen nicht lange kämpfen...
Die Story ist abgedroschen und vorhersehbar, die Dialoge einfach. Wer eine anspruchsvoll erzählte Geschichte sucht, ist hier fehl am Platze. Aber darum geht es in diesem Film auch nicht vorrangig. Step Up 2 - The Streets ist eben ein Tanzfilm und in dem geht es in erster Linie um eines: ums Tanzen. Genau das ist wirklich sehenswert. Die Choreographien wurden von Jamal Sims, Nadine "Hi Hat" Ruffin und Dave Scott erarbeitet. Die Darsteller, allen voran die Protagonisten Briana Evigan und Robert Hoffman, setzen sie überzeugend um. Sie zeigen Streetdance in seiner schönsten Form. Ausgefallene Sprünge und Slapstickelemente sind ebenso vertreten, wie Gruppentänze an ungewöhnlichen Orten, wie zum Beispiel der Showdown auf der Straße nachts im Regen.
Step Up 2 - The Streets, unter der Regie von John M. Chu gedreht, ist die Fortsetzung des erfolgreichen Blockbusters Step Up aus dem Jahr 2006, der allein in Deutschland 700.000 Besucher in die Kinos lockte. Der Tanzfilm lebt von seiner Musik: Kaum eine Szene, die nicht von Rhythmen der HipHop-Größen Missy Elliot, Flo Rida, Cherish oder Scarface untermalt ist. Neben der schon erwähnten Choreographie ist vor allem der Schnitt des Filmes bemerkenswert: dem Rhythmus der Musik untergeordnet, verleiht er dem ganzen Film das Flair eines Videoclips auf MTV.
Step Up 2 - The Streets ist kein Film für jedermann - er braucht Zuschauer, die sich mit der Musik und dem Streetdance identifizieren können und sich von einer eher langweiligen und vorhersagbaren Story nicht abschrecken lassen. Zählt man sich nicht zu dieser Zielgruppe, sollte man sich das Eintrittsgeld lieber sparen. |