MovieMaze-Home
NewsFilmeChartsStarsTrailerWallpaperPosterForumSpecialsSuche
filmarchivaktuell im kinovier wochen vorschaucoming soonpodcastsuche

  
 Poster zu Doomsday - Tag der Rache vergrößern

Film-Seite zu Doomsday - Tag der Rache
Trailer zu Doomsday - Tag der Rache
Poster zu Doomsday - Tag der Rache
Wallpaper zu Doomsday - Tag der Rache
Offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Doomsday - Tag der Rache
PDF zu Doomsday - Tag der Rache
Forum-Topic zu Doomsday - Tag der Rache

Doomsday - Tag der Rache

(Doomsday, 2008)

Dt.Start: 12. Juni 2008 Premiere: 14. März 2008 (USA)
FSK: ab 18 Genre: Horror, Thriller
Länge: 108 min Land: UK
Darsteller: Caryn Peterson (Landstreicherin), Adeola Ariyo (Schwester), Emma Cleasby (Katherine Sinclair), Christine Tomlinson (Junger Eden Sinclair), Vernon Willemse (David), Karl Thaning (Pilot), Jeremy Crutchley (Richter), Rhona Mitra (Eden Sinclair)
Regie: Neil Marshall
Drehbuch: Neil Marshall


Inhalt

Im Großbritannien der Zukunft bricht ein Virus namens "Reaper" aus und befällt einen Großteil der Bevölkerung. Um eine Ausweitung auf andere Länder zu verhindern, wird eine Mauer um die kontaminierten Gebiete der Insel errichtet. 30 Jahre später vermutet man, das Virus sei komplett ausgerottet. Doch als plötzlich in London wieder ein Fall auftritt beschließt die Regierung eine Elitetruppe in die kontaminierten Zonen zu schicken um Nachforschungen anzustellen. Doch dort ist auch nicht alles ausgestorben.
Shopping-Box
DVDs zu Doomsday - Tag der Rache Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Doomsday - Tag der Rache Poster & Merchandise
zum Film
Doomsday - Tag der Rache bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Doomsday - Tag der Rache bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film


Kritik

Doomsday - Tag der Rache hat eine Wertung von 80%
Nicht noch ein Virus Film! Zum Glück nimmt der Reapervirus in Doomsday - Tag der Rache nur eine Nebenrolle ein. Vielmehr kommen hier Freunde von Endzeitszenarios und 80er Jahre Actionreißern voll auf ihre Kosten, während Fans des Mainstream eher leer ausgehen. Regisseur Neil Marshall sendet Action auf allen Kanälen, so dass einem Hören und Sehen vergeht.

Bild aus Doomsday - Tag der Rache "Like so many epidemics before, the loss of so many lives began with a single microscopic organism - the reaper virus."

Nach maximal sechzig Sekunden wissen wir Bescheid um die Lage der Menschheit. Viel mehr Zeit nimmt sich Doomsday - Tag der Rache für sein knappes Intro nicht. Wie in so vielen anderen Filmen ist es ein einfacher Virus, der die Menschen zu primitiven, mordhungrigen Bestien mutieren lässt und ja, leider nicht heilbar ist. Das Thema des Wutvirus, quasi als Post-Zombie-Phänomen, wurde in den vergangenen Jahren recht inflationär gebraucht. Auch wenn unter den bekannten Titeln überraschend viele gute Filme zu finden waren, wie 28 Days Later und zuletzt Rec und I Am Legend. Wirklich innovativ wirkt eine solche Ouvertüre natürlich nicht mehr. Und wegen deren Kürze ist der unmittelbare Einstieg ins Endzeit-Szenario erst einmal irritierend. Ebenso schnell wird jedoch klar, dass der Reapervirus allenfalls die Aufgabe hat, eine knappe Rahmengeschichte zu konstruieren. Denn tatsächlich spielen Infizierte kaum eine Rolle. Charakteristisch für Doomsday ist vielmehr das Tempo mit dem er beginnt - bis in den Abspann hinein wird es nicht gedrosselt werden.

Der nicht zu stoppende Reapervirus breitet sich von seinem Epizentrum Glasgow über ganz Schottland aus und fordert unzählige Menschenleben. Die Regierung Großbritanniens sieht sich gezwungen dem Massensterben Einhalt zu gebieten und errichtet eine Mauer um ganz Schottland. Durch die drastische Maßnahme scheint die Ausbreitung des Virus gestoppt zu sein. Die letzten Überlebenden in der Quarantänezone Schottland überfallen sich schließlich gegenseitig, bis die britischen Soldaten von ihren Wachzäunen aus auch die letzten Feuer erlöschen sehen. Schottland wird sich selbst überlassen und gerät in Vergessenheit. Bis schließlich, fast dreißig Jahre später, der Virus mitten in London wieder auftaucht. Da die Regierung glaubt, auf Satellitenaufnahmen Überlebende in der Quarantänezone ausgemacht zu haben, die dem Virus zu trotzen scheinen, schickt der Premierminister John Hatcher (Alexander Siddig) eine Elitetruppe nach Glasgow. Das Team um Major Eden Sinclair (Rhona Mitra) soll den Wissenschaftler und Virusexperten Kane (Malcolm McDowell) aufspüren, der offensichtlich ein Gegenmittel gefunden und überlebt hat. Zu ihrer Überraschung müssen sie jedoch feststellen, dass sich in der vergessenen Zone eine anarchistische und kompromisslose Gesellschaft entwickelt hat, die keine Fragen stellt, sondern Eden Sinclair und ihren Mitstreitern direkt ans sprichwörtliche Leder will. Aber auch als sie auf einer Festung in den Highlands Zuflucht bei einer Gruppe von Menschen finden, hat der Kampf doch gerade erst begonnen.

Regisseur Neil Marshall ist offensichtlich nicht interessiert daran, einen logischen Plot zu entwickelt oder dem Handeln seiner Figuren Sinn zu verleihen. Wie bei seinen letzten Filmen Dogsoldiers und The Descent - Abgrund des Grauens setzt er stattdessen auf eine beeindruckende Detaildichte und pausenlose Spannung bis zur letzten Sekunde. Doomsday - Tag der Rache entwickelt einen Drive, der zu keinem Moment überhaupt Gelegenheit bietet, sich über einen logischen Handlungsverlauf Gedanken zu machen. Auch wenn so manch harter Bruch in dem sich rasend entwickelnden Plot kurz irritiert, schüttelt man doch eher anerkennend den Kopf, wegen so viel Mut zum Wahnsinn, als dass man dem Film die Aufmerksamkeit entzöge. Über die gesamte Laufzeit von 105 Minuten kommt man nicht runter von diesem herrlich schrägen, aber auch völlig kompromisslosen und brutalen Trip, der überhaupt keine Zeit für Witz oder Gefühle hat. Hart und wuchtig ist Doomsday - Tag der Rache, immer wieder ein Schlag in den Magen, und weckt intensive Erinnerungen an Mad Max, Die Klapperschlange oder auch The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen. Der düstere Synthesizerscore verstärkt noch den Eindruck, dass dieser Film nur in den 80er Jahren entstanden sein kann. Marshall hatte 30 Millionen Dollar zu Verfügung. Nach eigener Aussage hätte er 100 Millionien gebraucht. Allerdings merkt man davon nichts. Und natürlich ist Doomsday - Tag der Rache ein dreckiges Trashfest für Genrefans, so dass eine zu perfekte Inszenierung mit größerem Budget den Film möglicherweise gerade zur Lächerlichkeit hätte verkommen lassen können. Wer einem solchen respektlosen Streifen keinen Charme abgewinnen kann, wird vermutlich entsetzt sein. Der Mainstream hat den Film an den amerikanischen Box-Offices auf jeden Fall ignoriert.

Dass der Film durchweg ernst und grimmig daherkommt, ist neben den tollen Sets vor allem dem leidenschaftlichen Spiel der Darsteller zu verdanken. Das ehemalige Lara Croft-Double Rhona Mitra als verbitterte Kriegerin Eden, steht ihren Kolleginnen Kate Beckinsale und Milla Jovovich in ihrer Schlagkraft in nichts hinterher. Und Fans der Serie Lost werden sich sicher an die rüde Kate (Evangeline Lilly) erinnert fühlen. Malcolm McDowell hat als Kane zwar leider eine zu kleine Rolle bekommen, ist als regressiver Schlossmonarch jedoch interessant besetzt, man denke an seine Rolle des Alex in Uhrwerk Orange. Craig Conway schließlich, als Führer der blutdurstigen Punk-Gemeinde, verleiht Doomsday - Tag der Rache noch einmal soviel Energie und Wahnsinn, dass der Streifen förmlich zu schmelzen droht wie Planet Terror, soviel Feuer hat der Mann unterm Hintern.

von Linus Reingen


Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Ultraviolet
Dt. Start: 06. Juli 2006
Vorschlag entfernen
Zombie Strippers
Dt. Start: nicht bekannt
Vorschlag entfernen
Mutant Chronicles
Dt. Start: nicht bekannt
Vorschlag entfernen
28 Weeks Later
Dt. Start: 30. Aug 2007
Vorschlag entfernen
 

© 2010 MovieMaze.de