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The Happening

(The Happening, 2008)

Dt.Start: 12. Juni 2008 Premiere: Juni 2008 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Drama, Sci-Fi
Länge: 90 min Land: USA
Darsteller: Mark Wahlberg (Elliot Moore), Zooey Deschanel (Alma Moore), John Leguizamo (Julian), Spencer Breslin, Betty Buckley (Mrs. Jones)
Regie: M. Night Shyamalan
Drehbuch: M. Night Shyamalan


Inhalt

Eliot Moore ist Lehrer und verheiratet. Seine Ehe steckt zwar durch seine etwas merkwürdige Frau Alma ein wenig in der Krise, aber dennoch geht alles seinen normalen Weg, bis seltsame Dinge geschehen und Menschen plötzlich reihenweise und scheinbar aus heiterem Himmel Suizid begehen. Unter diesen Bedingungen müssen alle stark zusammenhalten und sich auf die Flucht begeben. Der Kampf ums Überleben beginnt.
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Kritik

The Happening hat eine Wertung von 10%
Hat er es wieder einmal geschafft! Drehbuch-Legastheniker M. Night Shyamalan hat nach Das Mädchen aus dem Wasser und The Village - Das Dorf aus irgendwelchen dunklen Quellen noch einmal über $50 Millionen zusammengekratzt, um ein Drehbuch zu verfilmen, welches bei jeder Erstsemesterarbeit eines Filmstudiums mit einer glatten Sechs bewertet worden wäre. Wieso sich dann auch noch Mark Wahlberg, der auf dem aufsteigenden Ast war, für so einen Müll her gibt, wird wohl nur er selbst - und sein Agent - wissen.

Bild aus The Happening Es gibt Menschen, die Shyamalan lieben, welche die ihn schätzen und welche, die ihn für überschätzt halten. Mit The Sixth Sense hat er natürlich einen Film gemacht, der viele Kritiker und Zuschauer begeisterte. Danach waren die Einspielergebnisse zwar in Ordnung, aber die Kritiker haben schon früh damit angefangen, den Regisseur und Drehbuchautor für seine Filme zu verfluchen. Jetzt flimmert also The Happening über die große Leinwand und die Geheimniskrämerei war so groß wie selten zuvor. Während die anderen Filme (nach The Sixth Sense) schon vorab durch Berichte und Spoiler oftmals kaputt gemacht wurden, so drang diesmal praktisch keinerlei Inhalt durch.

Eliot hat Probleme mit seiner Ehefrau Alma, denn diese verhält sich in letzter Zeit etwas merkwürdig - das jedoch interessiert nicht mehr, als sich Berichte über Massensuizide im Nord-Osten der USA mehren. Die Menschen bekommen Panik und flüchten, da vollkommen unklar ist, wodurch diese Ereignisse ausgelöst werden. Von Terroranschlägen mit Giftgas ist die Rede, doch während der Flucht auf der Eliot und Alma die Tochter von einem befreundeten Pärchen mitnehmen, stellt sich heraus, dass es sich hierbei um eine Eigenart der Natur handelt - die das Ganze noch bedrohlicher macht...

Was sich Shyamalan bei diesem Streifen gedacht hat, wird wohl immer ein Rätsel bleiben, denn selten waren sich die Kritiker nach der Vorstellung so einig wie hier: Der Film ist geprägt von schlechten Dialogen, einer Geschichte, die nur bruchstückartig erzählt wird und Charakteren, die unnötig skurril und inhaltslos wirken. Dass der Film - laut eigener Aussage von Shyamalan - extrem verstörend sein soll, wird durch den starken Schnitt (ein FSK 16 in Deutschland) natürlich nicht sonderlich gefördert, aber auch sonst scheint der Inder noch keine echten Horror- und Suspense-Filme gesehen zu haben.

Die Einstellungen in denen die Menschen Flashmob-artig stehen bleiben und dann reihenweise beginnen sich umzubringen, mögen beim ersten Mal durchaus eindrucksvoll wirken, aber selbst auf Youtube hat man schon deutlich bessere Flashmobs in Bahnhöfen gesehen, als der Regisseur uns hier präsentiert. In nahezu jedem Moment wirken die Dialoge deplatziert und so bruchstückhaft, dass man sich schon nach wenigen Minuten fragt, ob die Kinosaaltüren schnell zu öffnen sind.

Zu allem Überfluss dürfen die Darsteller nicht einmal ansatzweise ihr Können zeigen. Mark Wahlberg, der in Departed: Unter Feinden eine tolle Leistung gezeigt hat, darf hier durchgehend ausdruckslos dumm drein schauen und ohne erkennbaren Grund irgendwelche Entscheidungen treffen. Aber auch Zooey Deschanel darf - für den Zuschauer nicht nachvollziehbar - immer besonders bescheuert schauen und mit ihrem starren Blick für echten Frust sorgen.

The Happening ist im Prinzip eine einzige Beleidigung! Eine Beleidigung für jeden Drehbuchautor, der mit einem deutlich besseren Projekt abgelehnte wurde. Eine Beleidigung für den Kinozuschauer, der sich auf Suspense und Spannung freut. Eine Beleidigung für die große Leinwand, die eine solche miese Qualität nicht verdient. Eine Beleidigung für die Filmindustrie, die mehr als $50 Millionen für ein solches Produkt ausgibt. Man kann sich also abschließend nur wünschen, dass Shyamalan nun endlich aufgibt und keinen weiteren Cent mehr für seine schlechten Filme bekommt, nur weil er einen einzigen Überraschungserfolg hatte. Eine typische Eintagsfliege!

von Markus Ostertag


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