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Feast

(Feast, 2005)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 22. September 2008
Premiere: 14. Oktober 2005 (Festival, USA)
FSK: nicht bekannt Genre: Horror, Thriller
Länge: 95 min Land: USA
Darsteller: Balthazar Getty (Bozo), Henry Rollins (Coach), Navi Rawat (Heroine), Judah Friedlander, Josh Zuckerman, Jason Mewes, Jenny Wade, Krista Allen (Tuffy), Anthony 'Treach' Criss (Vet), Eric Dane (Hero), Somah Haaland (Charlie), Tyler Patrick Jones (Cody), Mike J. Regan (Papa Beast), Gary J. Tunnicliffe (Mama Beast), Duane Whitaker
Regie: John Gulager
Drehbuch: Marcus Dunstan, Patrick Melton


Inhalt

Auf der Suche nach einer neuen, ultimativen Waffe werden schreckliche Monster erschaffen. Zu Testzwecken sollen diese auf Menschen losgelassen werden. Als sich eine Gruppe von Leuten auf die Anweisung eines Fremden hin in einer abgelegenen Bar verbarrikadieren, da angeblich Monster sie angreifen würden, ahnen sie noch nicht, dass ihnen ein Kampf auf Leben und Tod bevorsteht, gegen übermächtige Wesen, die sehr, sehr hungrig sind.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Feast hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 77%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kurt Meinicke
Feast hat eine Wertung von 77%
Filme und Reality TV sind zwei grundverschiedene Dinge. Oder doch nicht? Die dritte Staffel des Project Greenlight beschert uns mit Feast eine sehr unterhaltsame und action-lastige Horror-Komödie, welche zwar nahezu keine Handlung besitzt, aber dafür auch keine Zeit verliert, wenn es darum geht zur Sache zu kommen! Von der ersten bis zur letzten Minute wird hier bis zum geht nicht mehr gekämpft, gesplattert und, wenn man zu den Zuschauern gehört, auch gelacht. Genre-Fans sollten somit durchaus gefallen an dieser witzigen Schlachtplatte finden.

Bild aus Feast In all den Jahren, während welchen uns sogenannte "Superstars", "Popstars" oder "Topmodels" unterhalten sollten, kam ein für Cineasten interessantes Konzept leider nie bei uns an. Im Jahre 2000 hatten nämlich ein paar Leute - unter ihnen keine geringeren, als die Hollywood-Stars Ben Affleck und Matt Damon - in "U.S. and A." eine Idee, wie man das ganze Casting-Konzept auf das Medium Film übertragen könnte: Anstatt dass man als Jury von Stadt zu Stadt zieht und von fehlgeleiteten Quietsche-Entchen die Gehörgänge malträtiert bekommt, sucht man auf ähnliche Weise lieber nach dem "besten Drehbuch", welches dann im Rahmen des Project Greenlight auch realisiert werden soll. Danach filmt man einfach die Dreharbeiten mit, und kann daraus bequem eine Fernseh-Serie machen.

Im Jahre 2004 wechselte das Konzept den Sender und wurde erweitert: Es wurde nun nicht nur nach einem Drehbuch gesucht, sondern auch gleich nach dem Regisseur, welcher am besten zum ausgesuchten Projekt passt. Daraus entstand dann der Film Feast, welcher allerdings erst im frühen Herbst 2006 für eine Nacht im Kino lief, bevor ein paar Wochen später die DVD auf den amerikanischen Markt kam. Man darf damit rechnen, dass in den nächsten Monaten auch das Europäische Publikum die Möglichkeit erhalten wird, diese Action-Horror-Splatter-Komödie in synchronisierter Fassung käuflich zu erwerben.

Am Anfang von Feast befinden wir uns umgehend an dem Ort, welcher im Grunde während der gesamten Laufzeit nicht verlassen wird: Eine Bar irgendwo in der Wüste. Diverse Individuen tummeln sich darin und beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Dingen, welche man an solch einem Ort tun kann, bis plötzlich ein kräftiger, blutüberströmter, jüngerer Mann in die Bar hinein stürmt und etwas von nahenden, großen Problemen erzählt. Im Anschluss daran geht alles sehr schnell und vorbei ist es mit der gemächlichen Ruhe, welche noch kurz zuvor die Szenerie beherrschte, denn schon sind unvorstellbar grausige Monster bei der Bar angekommen und bedrohen fortan alle Insassen derselben. Was folgt ist der in solchen Fällen als "üblich" zu bezeichnende Handlungsablauf, wobei man bei diesem speziellen Beispiel, dank der zahlreichen optimal eingestreuten Gags, doch immer wieder positiv überrascht und bestens unterhalten wird.

Das Produzenten-Team - neben Ben Affleck (Jersey Girl, Smokin' Aces), Matt Damon (Dogma, Das Bourne Ultimatum) und dem ebenfalls zum "Project Greenlight"-Trio gehörenden Chris Moore (Good Will Hunting, American Pie) gesellt sich hier auch noch Wes Craven (Scream - Schrei!-Trilogie, The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen) dazu - beweist mit Feast, dass sicherlich keine schlechte Wahl in Sachen Drehbuch und Regisseur getroffen wurde, denn der Film macht, sofern man sich auf etwas dermaßen Sinnloses einlassen kann, von der ersten bis zur letzten Sekunde sehr viel Spaß! Regie-Neuling John Gulager (welcher übrigens ebenfalls bei den zwei Fortsetzungen, welche noch dieses Jahr erscheinen sollen, Regie führt) serviert uns nicht nur einen wilden Mix aus allen für das Genre üblichen Stilmitteln, sondern zeigt auch immer wieder Dinge, welche man auf diese Weise nur selten oder sogar noch gar nicht gesehen hat. Leider erliegt aber auch er bei den actionreichsten Szenen immer wieder dem Drang überschnelle Schnitte und verwackelte Bilder zu benutzen, doch zum Glück hält sich dies in Grenzen. Einen weiteren Abstrich muss man allerdings aufgrund der horrenden Erzähl-Geschwindigkeit zu Beginn des Filmes machen, denn nach knapp zehn Minuten hat wohl so ziemlich jeder den Überblick über die Charaktere verloren. Dafür sorgt John Gulager aber wiederum, mit der Art und Weise wie die Figuren vorgestellt werden, für viele Lacher, welche auch allesamt überzeugen können.

Die Darsteller - unter Anderem gibt sich auch Jason Mewes kurz die Ehre und erweist seinen Freunden aus Kevin Smith-Zeiten wohl einen Freundschaftsdienst - sind allesamt gut ausgewählt und haben sichtlichen Spaß an der Sache. Sehr willkommen ist auch die Tatsache, dass man erst nach der halben Laufzeit langsam aber sicher erkennt, wer denn überhaupt die zentralen Figuren sind. Balthazar Getty (Lost Highway) liefert eine abwechslungsreiche und solide Leistung ab und auch Navi Rawat (Das Haus aus Sand und Nebel) wirkt durchgehend glaubwürdig in ihrem wechselnden Spiel.

Viel Action, viel Blut, viel Humor, ein paar der abscheulichsten Film-Monster überhaupt, ein gut aufgelegtes Darstellerensemble und einen fetzigen, rockigen Soundtrack: all das bietet uns der sehr kurzweilige Feast. Schon alleine um Henry Rollins (Wrong Turn 2: Dead End) in rosa Hosen zu sehen, lohnt sich dieser Film auf jeden Fall, doch auch alles Andere weiß mit wenigen Abstrichen zu überzeugen. Es ist angerichtet: Have a nice feast!



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