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Fly Me to the Moon

(Fly Me to the Moon, 2008)

Dt.Start: 18. Dezember 2008 Premiere: 30. Januar 2008 (Belgien)
FSK: o.A. Genre: Animation
Länge: 80 min Land: Belgien
Darsteller: Buzz Aldrin, Adrienne Barbeau, Ed Begley Jr. (Poopchev), Philip Bolden (I.Q.), Cam Clarke (Ray), Tim Curry (Yegor), Trevor Gagnon (Nat), David Gore (Scooter), Steve Kramer (Leonide), Christopher Lloyd (Grandpa), Mimi Maynard (IQs Mutter), Scott Menville (Butch), Lorraine Nicholson (Katie), Robert Patrick (Louie), Kelly Ripa (Nats Mutter), Nicollette Sheridan (Nadia), Sandy Simpson (Neil Armstrong), Sophie Simpson (Polly)
Regie: Ben Stassen
Drehbuch: Domonic Paris


Inhalt

Ein historischer Moment 1969, Astronauten würden zum ersten Mal auf dem Mond landen. Aber die eigentlichen Helden von damals sind Stubenfliegen. Auch Stubenfliegen haben Träume, die es zu verwirklichen gilt. Doch auf der Erde bleibt ihr Treiben nicht unbemerkt und russische Fliegen wollen nicht dulden, dass amerikanische Fliegen zuerst auf dem Mond landen. Daher starten sie einen Sabotageversuch. Aber auch an Bord lauern Gefahren und die Miniastronauten haben alle Flügel voll zu tun, um Schlimmeres zu verhindern.
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Kritik

Fly Me to the Moon hat eine Wertung von 45%
Ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer Schritt für die Menschheit, so Neil Armstrong, als er seinen Fuß auf den Mond setzte. Was er nicht wusste, nicht nur für die Menschheit war dies ein außergewöhnlicher Augenblick. Auch eine andere Spezies war mit an Bord. Im ersten abendfüllenden 3D-Animationsspektakel Fly Me to the Moon geht es gemeinsam mit den drei Astronauten der Apollo 11 Mission und drei Fliegen auf die Reise zum Erdtrabanten. Eigentlich ganz nett, aber deutlich zu lang und genau hier zeigen sich die schwächen dieser 3D-Abenteuer.

Bild aus Fly Me to the Moon Drei Fliegen wollen auf den Mond. Das ist kurz gesagt die Story dieses abendfüllenden 3D-Animationsfilms. Nat, eine männliche Teenagerfliege möchte es seinem berühmten Großvater gleichtun. Der flog einstmals bei einer der ersten Atlantiküberquerungen im Flugzeug mit und hat seinen Ruf als Flugpionier damit weg. Natürlich gibt er auch bei jeder Gelegenheit diese Geschichte zum Besten.

Als die Apollo 11 Mission ansteht, schleicht sich Nat mit seinen beiden Freunden, dem schlauen IQ und dem verfressenen Scooter, in Cape Canaveral an Board der Mondrakette. Gemeinsam fliegen die drei Astronauten Neil Armstrong, Edwin (Buzz) Aldrin, Michael Collins, sowie die drei Fliegen zum Mond. Und es hätte eine ruhige und schöne Reise werden können, wenn es nicht ein paar üble Fliegenterroristen gäbe, welche die Mission sabotieren wollten.

Im Jahre 1969 tobte der Kalte Krieg nicht nur zwischen den Menschen der beiden Blöcke in Ost und West. Auch die Fliegenwelt ist weltanschaulich gespalten und die Führung der Sowjetfliegen schickt ihre Topagenten los. Die ersten Fliegen auf dem Mond dürfen keine amerikanischen sein. Die drei Helden in der Rakete wissen davon nichts. Aber ihr Großvater wird von der Überläuferin Nadja, einer hübschen russischen Fliegendame, mit der er vor einigen Jahrzehnten eine Affäre hatte, über die Gefahr informiert. Jetzt muss der alte Haudegen noch einmal ran und seinen Enkel und die Mission retten.

Wenn man es so nacherzählt, hört es sich eigentlich ganz unterhaltsam an, ist es aber nur bedingt. 84 Minuten 3D-Animationskino können ganz schön langatmig werden. Als Erwachsener wird man der Story nur gelegentlich einiges abgewöhnen können. Der Humor und die Dialoge sind dazu einfach zu flach. Und der visuelle Reiz bringt einfach zu wenig Aha-Effekte für die Länge des Streifens mit sich.

Es ist nett anzuschauen. Vor allem die Sequenzen in denen es in den Weltraum geht. Das Gefühl einer fetten Apollo-Rakette, die sich gleichsam aus der Leinwand in den Kinosaal hinein und auf einen zu bewegt, ist tatsächlich ein feines Spektakel. Solche Momente sind aber eher rar. Zwar kann auch der restliche 3D-Animationscharakter optisch einigermaßen Punkten. Abgesehen natürlich von den üblichen Schwächen, wie Unschärfen, Probleme mit Fokus bei raschen Perspektivwechseln und Überblendungen. Das menschliche Auge hat nun mal eine gewisse Trägheit. Und bei nicht optimaler Sehschärfe verstärken sich diese negativen Effekte noch. Am Ende aber bleibt das Gefühl, nicht wirklich zufrieden stellend unterhalten worden zu sein.

Zu wenig wird auf Dauer geboten. Die Story ist langatmig und Tempo kommt nur selten auf. Dennoch gibt es kultverdächtige Szenen: Ein 3D-Zero-G-Ballette der drei Insektenastronauten bringt einiges Potenzial mit sich und gehört sicherlich zu den Highlights des Films. Hätte man das dünne Geschichtchen auf die Hälfte komprimiert, wäre wahrscheinlich was Ansehnliches rumgekommen, denn auch wenn die Zielgruppe eher im Kindesalter zu finden ist, wird es fraglich, ob man die lieben Kleinen anderthalb Stunden hierbei zum Stillsitzen bekommt.

Als netten Versuch das 3D-Format als familientauglichen Spielfilm zu etablieren, mag man sogar ein Auge halbwegs zudrücken. Leider wirkt sich dann insbesondere der Mangel an Würze und frecherer Dialoge negativ aus, so dass die älteren Familienmitglieder gelegentlich mit Morpheus zu tun bekommen könnten.

von Dimitrios Athanassiou


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