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The Fast and the Furious

(The Fast and the Furious, 2001)

Durchschnittliche Redaktionswertung

42%



Inhalt

Um eine Reihe von LKW-Überfällen zu lösen wird Brian O'Conner in die illegale Straßenrennszene LAs eingeschleust. Er heftet sich an die Fersen von Oberguru Dominic Toretto und freundet sich schnell ihm und seiner Schwester Mia an. Durch die Freundschaft verliert er immer mehr Objektivität und vernachlässigt seine eigentliche Aufgabe.

Kritik

von Thomas Straer

Wertung Kritik

42%

Es ist schon viel zu lange her, als ich Vin Diesel zum letzten mal im Kino sah, oder besser hörte. Damals war er noch als cooler Broker unterwegs und zockte ein paar gutgläubige Leute ab. In seinem neuen Film The Fast and the Furious spielte er die Leitfigur der illegalen Autorennszene in LA. Er ist das Maß aller Ding, der Mann dem kein noch so draufgängerischer Fahrer das Wasser reichen kann. Nachdem der Film in den USA überaus erfolgreich lief, erwartete man sich ein perfekt inszeniertes Autospektakel, mit atemberaubenden Stunts, viel Action, lässigen Einstellungen, einem fetzigen Soundtrack und einer coolen Besetzung. Kurz um: Einen Film, der die in Nur noch 60 Sekunden gesetzten Maßstäbe locker übertrifft und seinerseits eine neue Marke definiert.

Als ich endlich im Kino Platz nehmen durfte, kochte ich vor Spannung und Vorfreude beinahe über. Doch dann erhielt meine grenzenlose Vorfreude ihren ersten Dämpfer: "Mist, der ist auf Deutsch! Aber Schwamm drüber." Eröffnet wird das Spektakel mit dem Raub eines LKWs und dessen wertvollen Inhalt. Da man die Übeltäter in der illegalen Autorennszene vermutet, wird der junge Cop Brian O'Connor in die Szene eingeschleust. Die Story läuft dann nach dem bekannten "hin- und hergerissener Undercover Cop" Schema ab und geht einem mit der Zeit richtig auf die Nerven. Es ist schon fast als Kunststück zu bezeichnen, was The Fast and the Furious hier gelingt. Denn obwohl ein solcher Film ohne tiefsinnige und weltbewegende Story auskommt, schafften es die Drehbuchautoren eine pseudointelligente und möchtegernkomplexe Geschichte hinzubiegen, die jeden total annervt. Hätte man sich mit einer billigen Rennfahrerstory begnügt, dann wären alle zufrieden gewesen, aber so konnte der Film nur scheitern. Auch im punkto Dialoge ist der Film wirklich zum Weinen, man findet so gut wie kein wortwitziges Gespräch, geschweige denn zündende One-Liner.

Aber eigentlich sind wir ja wegen den Autos und der Optik ins Kino gekommen. Die knallbunten aufpolierten PS-Boliden waren wirklich schön anzuschauen und werden wohl das Herz des ein oder anderen Kinogängers höher schlagen lassen. Nur zu dumm, daß Regisseur Rob Cohen nicht gelang, den feuerspeienden Bodenraketen den nötigen Respekt zu zollen und sie gut in Szene zu setzen. Schon nach den ersten paar Rennen hatte er sein Pulver verschossen und konnte nicht mit neuen Einstellungen überraschen. Die zahlreichen PS-Duelle waren weitestgehend gleich inszeniert und wurden mit der Zeit langweilig. Anstatt neue Perspektiven zu benutzen, um die höllische Geschwindigkeit auf die Leinwand zu bringen, griff er auf altbewährtes zurück. Dabei hätte man sich beispielsweise bei den zahlreichen Konsolen-Rennspielen bedienen können, die diesbezüglich wirklich einiges zu bieten haben. Am fetzigen HipHop Soundtrack gibt es eigentlich nichts auszusetzen, nur der Einsatz der rockigen Beats ließ etwas zu wünschen übrig. Meistens wurde beim Szenenwechsel die Musik aufgedreht und die Kamera schwenkte über den Schauplatz, um sich schließlich auf den Ort des Geschehens zu konzentrieren. Dabei wurde natürlich die Musik langsam ausgefadet.

Nach 107 Minuten war des Spektakel dann vorbei, Vin Diesel war in seinem orangefarbenen japanischen Racer davongebraust und ich stieg in die S-Bahn und rollte der Heimat entgegen. Die Enttäuschung war riesengroß, ein Film der wegen der tollen Besetzung und der lässigen Grundidee wirklich Potential hatte, wurde durch stümperhafte Arbeit zum Mittelklasse-Film degradiert. Die talentierten Schauspieler wie Vin Diesel oder Michelle Rodrigez blieben blaß und durften Hein Blöd Sätzchen aufsagen. Bei der Inszenierung hat sich die Crew um Regisseur Rob Cohen auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert und ihrer Ideenlosigkeit freien Lauf gelassen. Ich für einen Teil ziehe mir jetzt noch mal Days of Thunder und Nur noch 60 Sekunden rein, die haben weit mehr zu bieten als The Fast and the Furious.

Keine weitere Wertung


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