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Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung

(Star Wars: Episode I - The Phantom Menace, 1999)

Dt.Start: 19. August 1999 Premiere: 19. Mai 1999 (USA)
FSK: ab 6 Genre: Action, Sci-Fi
Länge: 136 min Land: USA
Darsteller: Liam Neeson (Qui-Gon Jinn), Ewan McGregor (Obi-Wan Kenobi), Natalie Portman (Queen Amidala / Padmé Naberrie), Jake Lloyd (Anakin Skywalker), Ian McDiarmid (Senator Palpatine / Darth Sidious), Pernilla August (Shmi Skywalker), Oliver Ford Davies (Sio Bibble), Hugh Quarshie (Captain Panaka), Ahmed Best (Jar Jar Binks), Anthony Daniels (C-3PO), Kenny Baker (R2-D2), Frank Oz (Yoda), Terence Stamp (Chancellor Finis Valorum), Brian Blessed (Boss Nass), Andrew Secombe (Watto)
Regie: George Lucas
Drehbuch: George Lucas


Inhalt

Beim Versuch Queen Amidalas Reich vor einer Invasion zu bewahren, lernen die beiden Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi bei einer Notlandung auf Tatooine den kleinen Anakin Skywalker kennen. Anakin hat das Potiential zum Jedi ausgebildet zu werden und Gleichgewicht in die Macht zu bringen.
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Kritik

Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung hat eine Wertung von 27%

Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung ist ein Film, der bereits Jahre vor seinem Erscheinen bis ins Absurde gehyped wurde, ein Film auf den die ganze Welt mit Spannung gewartet hat und der letztendlich die großen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Auch wenn hunderte von Freaks tagelang vor den Kinos campieren, um sich Karten für die erste Vorstellung zu sichern und auch wenn uns die Spielzeugindustrie noch so penetrant mit dieser unvorstellbaren Menge an Star Wars-Artikeln bombadiert, bleibt Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung am Ende doch nur ein Film und noch dazu ein ziemlich schlechter.

Das erste Prequel zur erfolgreichsten Sci-Fi-Triologie aller Zeiten ist sicherlich tricktechnisch perfekt. Die wunderschönen Welten, wie z.B. die Unterwasserstadt der Gunga oder der Planet Coruscant sind ein wahres Fest für die Augen. Aber das wars dann leider auch schon. Mehr positives gibt es über diesen Streifen echt nicht zu berichten. Leider machen gelungene Computeranimationen eben noch keinen guten Film aus. Zu einem guten Film gehören meines Erachtens auch gute Schauspieler. Damit möchte ich nicht sagen, daß Liam Neeson, Ewan McGregor oder Natalie Portman schlechte Schauspieler wären. Ganz im Gegenteil. Nur bekommen sie in Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung nicht die Gelegenheit auch nur einen Bruchteil ihres Könnens zu zeigen. Am Schlimmsten hat es definitiv McGregor erwischt, der bis auf den kurzen Laserschwert-Kampf mit Darth Maul keine einzige interessante Szene hat. Bleiben wir gleich mal bei Darth Maul. George Lucas hat mit ihm einen würdigen Nachfolger des legendären Darth Vader geschaffen. Doch ich frage mich, wie man eine Figur nur so verschwenden kann. Im ganzen Film spricht Darth Maul vielleicht drei Sätze und da er am Ende von Obi-Wan getötet wird, werden wir ihn sicherlich nicht öfter zu sehen bekommen. Kommen wir noch zu einer anderen Figur, nämlich Jar Jar. Sollte der Typ witzig sein? Also ich war von Beginn an genervt von dieser tolpatschigen Witzfigur. Falls George Lucas ihn als eine Art Ersatz für Chewbacca konzipiert hat, dann hat er eindeutig versagt. Chewbacca hatte Persönlichkeit. Chewbacca hatte Charisma. Jar Jar nervt einfach nur. Was hat George Lucas eigentlich geritten als er den Einfall hatte, die Macht wissenschaftlich erklären zu wollen. Ich kann mich noch gut an eine denkwürdige Szene der klassischen Trilogie erinnern, in der uns Obi Wan erzählt, was es mit der Macht auf sich hat. Ich habe seine Wort noch ganz genau im Ohr: "Sie umgibt uns, sie durchdringt uns, sie hält die Galaxis zusammen". Das hatte noch etwas mystisches. Heutzutage macht man mal schnell ein großes Blutbild um sich über das Jedipotential eines Menschen zu informieren. Was für ein Blödsinn. Dadurch wirkt Obi Wan 27 Jahre später wie ein armer Irrer, wenn er solch philosophisch und religiös angehauchte Sprüche von sich gibt. Eigentlich könnte man jede einzelne Szene und jeden Charakter Stück für Stück auseinander nehmen, aber das wird irgendwann auch ziemlich langweilig.

Die beste Szene des disaströsen Films ist wahrscheinlich noch das rasante Pod-Race und das ist im Grunde genommen nur eine computeranimierte Neuauflage des großen Wagenrennens aus Ben-Hur. Sieht mehr nach einem Videospiel als nach einer Filmszene aus und steht praktisch stellvertretend für das Motto des gesamten Films: Bitte so kindgerecht wie möglich. Die Fans mußte man mit diesem Film nicht überzeugen, die würden ja sowieso mehr als einmal ins Kino rennen. Fans sind ja im allgemeinen nicht in der Lage eine Sache objektiv zu beurteilen. In diesem Fall kommt noch erschwert hinzu, daß der Großteil der Fans den Kult bisher nie richtig ausleben konnte, da sie 1977 entweder noch gar nicht geboren oder noch viel zu klein waren, um die damalige Hysterie mitzuerleben. Daher war klar, daß die heutige Generation der Fans den neuen Film zum Anlaß nehmen würde, sich und ihre Lieblingsfilme zu feiern. Da ist es letztendlich fast egal, ob Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung an den Charme der alten Trilogie herankommt oder nicht. George Lucas war sich dessen natürlich auch bewußt und kalkulierte die Fans schon mal als sichere Kinogänger ein. Es galt jetzt nur noch die Kinder als Zuschauer zu gewinnen, denn die würden sich den Film nicht nur ein halbes Dutzend mal ansehen, wenn er ihnen gefällt, sondern wären auch gleichzeitig willenlose Abnehmer von unzähligen Merchandise-Artikeln von der Bettwäsche bis zum Schlüsselanhänger. Bei genauerer Betrachtung steckt hinter Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung einzig und allein der Wunsch eines alten Mannes noch einmal kräftig abzusahnen. Das zeigen auch die unsinnigen Auflagen (erhöhte Eintrittspreise, Mindestzahl von Vorführungen pro Tag etc.) die von den Kinos erfüllt werden mußten, um überhaupt eine Kopie des Films zu erhalten. Man sollte so einen Film am besten gleich boykottieren, denn wenn sich in Hollywood herumspricht, daß die Kinogänger so dumm sind, daß sie auf die billigen Tricks eines geldgierigen George Lucas hereinfallen, werden die uns in Zukunft wohmöglich mit solch minderwertigen Filmen und den dazugehörigen Kampagnen zuschütten. Gott bewahre uns davor.

von Thomas Brendel


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