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Sieben Leben

(Seven Pounds, 2008)

Dt.Start: 08. Januar 2009
DVD: 19. Mai 2009
Premiere: 19. Dezember 2008 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 123 min Land: USA
Darsteller: Will Smith (Ben), Rosario Dawson (Emily), Woody Harrelson (Ezra Turner), Barry Pepper (Dan), Madison Pettis (Connies Tochter), Michael Ealy (Bens Bruder), Sarah Jane Morris (Susan), Elpidia Carrillo (Connie Tempos)
Regie: Gabriele Muccino
Drehbuch: Grant Nieporte


Inhalt

In nur sieben Sekunden hat sich das Leben von Ben Thomas für immer verändert. Geplagt von Schuldgefühlen und fehlendem Lebenswillen macht er sich auf, um als Wiedergutmachung das Leben von sieben Fremden nachhaltig zu verändern. Auf diesem Weg lernt er Emily kennen, in die er sich verliebt, was auch sein Leben komplett auf den Kopf stellt.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Sieben Leben hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 75%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Julian Reischl
Sieben Leben hat eine Wertung von 75%
Bewegendes, gefühlvolles Drama um einen Mann, der das Wohl anderer bewusst über das eigene stellt. Hervorragende technische und schauspielerische Umsetzung, doch leider ausschließlich geeignet für Drama-Publikum. Wer einen auch nur ansatzweise witzigen Will Smith oder einen Will Smith mit wenigstens einer einzigen Suspense-Szene erwartet, wird bitter enttäuscht werden.

Bild aus Sieben Leben Ben Thomas arbeitet für die IRS, das Finanzamt der USA. Doch Ben scheint eine außergewöhnliche Art Finanzbeamter zu sein: Anstatt bei seinen Hausbesuchen Angst und Schrecken zu verbreiten, hinterlässt er meist großzügige Fristen und hilfreiches Entgegenkommen. Dass dies nur ein Traum sein kann, wird nur zu bald deutlich. Denn Ben Thomas hat ein Geheimnis.

Es ist nicht möglich, mehr über den Film zu erzählen, ohne den Kern der Handlung zu verraten. Daher sei nur soviel erwähnt: Ben Thomas ist ein ganz normaler Mensch, kein Engel oder sonst ein mystisches Wesen, und dieser Mensch hat eine Entscheidung gefällt, einen Plan geschmiedet. Wie und warum Ben diesen Plan durchführt, ist die Geschichte des Films.

Der Plan besteht darin, sieben besonders hart vom Schicksal getroffenen Menschen zu helfen. So nutzt Ben seine Position und all seine Mittel, um denjenigen, die es wirklich verdient haben, etwas zurückzugeben. Auf seiner Reise trifft Ben jedoch auch auf Menschen, die nur so tun, als wären sie vom Schicksal gebeutelt. Sie von den wahrhaft Bedürftigen zu unterscheiden, ist nicht besonders einfach, und vor allem äußerst unerquicklich.

Will Smith spielt Ben mit beachtlicher Hingabe und Ernsthaftigkeit. Der Konflikt seiner Figur wird schnell offenbar, doch klärt sich die gesamte Situation erst ganz zum Schluss auf. Regie, Musik, Drehbuch und die anderen Schauspieler (insbesondere Rosario Dawson und Woody Harrelson) leisten Hervorragendes.

Doch ein großes Manko hat der Film: Es ist so überhaupt nichts für Männer dabei, wenn man das mal so simpel auf den Punkt bringen darf. Gemeint sind nicht Explosionen und Schießereien, sondern die Tatsache, dass Sieben Leben eine absolute Gutmenschengeschichte ist, die Männer nur dann verstehen können, wenn sie sich in dieselbe Situation wie Ben zu versetzen suchen. Das Problem: Manch einer würde Ben auch dann noch nicht verstehen.

Während der Film für zartfühlende Gemüter als hintergründiges, vielschichtiges Drama erkennbar ist, dürften anderweitig Orientierte ihn eher als sülzigen Schmachtfetzen empfinden. Und dies zu Recht, denn Sieben Leben bietet tatsächlich rein gar nichts für Leute, die mit Dramen eher wenig anfangen können. Wirklich schade, denn man hätte mit nur geringem Aufwand eine zweite Ebene einfügen können, die diese Gruppe ein ganz klein wenig bedient, ohne die dramatische Tragweite der Geschichte einzuengen. Da dies nicht der Fall ist, muss nun die Presse deutlich auf diesen Umstand hinweisen, damit es im Kino keine störenden Zornesausbrüche gelangweilter Actionfans gibt, die einen ganz anderen Will Smith erwartet haben.



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