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X-Men Origins: Wolverine

(X-Men Origins: Wolverine, 2009)

Dt.Start: 29. April 2009
DVD: 01. Oktober 2009
Premiere: April 2009 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Action
Länge: 107 min Land: USA
Darsteller: Hugh Jackman (Logan/Wolverine), Danny Huston (William Stryker), Ryan Reynolds (Wade Wilson/Deadpool), Liev Schreiber (Victor Creed/Sabretooth), Dominic Monaghan (Barnell Bohusk/Beak), Lynn Collins (Silver Fox), Will.I.Am (Wraith), Daniel Henney (David North/Agent Zero), Kevin Durand (Frederick J. Dukes/The Blob)
Regie: Gavin Hood
Drehbuch: David Benioff, Stan Lee


Inhalt

Tod des Vaters, Soldat im Weltkrieg, Verlust der großen Liebe: das Leben von Logan, späterer Künstlername: Wolverine, ist von früh an von Gewalt geprägt. Doch aus unbändiger Wut entsteht große Kraft. Die Macht des Mutanten will der Militärwissenschaftler William Stryker für sein geheimes Waffenprogramm nutzen. Wolverine aber gelingt die Flucht, auf der er weitere Mutanten trifft - darunter seinen Halbbruder Sabretooth, zu dem er nicht gerade das beste Verhältnis hat.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

X-Men Origins: Wolverine hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 73%
Kurzkritik
von Dimitrios Athanassiou
Wertung von 66 für X-Men Origins: Wolverine

Nachdem das erste Epos um die Mutanten aus dem Marvel-Universum mit viel Tam-Tam zu seinem (vorläufigen) Finale gelangte, war es absehbar, dass man sich filmisch nun einem der komplexesten und beliebtesten Superhelden aus Xaviers Mutanten-Truppe zuwenden würde: Wolverine. Angesichts dessen, dass in den drei Sequels bereits vieles aus der Zeit offenbart wurde, in der er zu einer (fast) unzerstörbaren Superwaffe geformt worden war, lag nichts näher, als dieses aufzugreifen und die Hintergründe komplett zu enthüllen. Obendrein sprang man gleich noch in die Zeit um Logans Geburt und entzauberte den Mythos um sein Alter und seine Herkunft; etwas was Marvel jahrzehntelang immer wieder nur sparsam mit Informationen befeuert hatte. Entstanden ist ein kurzweiliger, aber selten erschöpfender, Schnelldurchlauf durch die Vergangenheit des klauenbewährten Mutanten, dem es spürbar an Atmosphäre mangelt. Deutlich lag zudem das Augenmerk darauf, die weibliche Hugh-Jackman-Fangemeinde an Bord zu holen; auch wenn denen Story, Plot und die grundsätzliche Logik der Geschichte herzlich egal sind. Die wahren Fans interessieren sich aber wenig für einen Wolverine, der als Hugo-Boss-Model-Ersatz auftritt.

Kritik

von Julian Reischl
X-Men Origins: Wolverine hat eine Wertung von 80%
Die Lebensgeschichte von James Logan, der als Wolverine bei den X-Men schon lange Kultstatus hat, erzählt in einem eigenen Film. Nicht nur macht die Vorgeschichte gewaltig Spaß, auch freut man sich auf zig weitere Filme von anderen Mutanten, die sich natürlich anbieten. Absolut unterhaltsam auch für Nicht-Kenner der Vorlage oder der anderen Filme.

Bild aus X-Men Origins: Wolverine Ein Junge liegt fiebernd im Bett und weiß nicht, ob er die Nacht überleben wird. Es ist die Mitte des 19. Jahrhunderts und in den Weiten Amerikas sind Ärzte dünn gesät. Doch der Junge und sein Bruder Victor, der neben ihm wacht, sind zuversichtlich: Der kleine James Logan hat bisher noch jede Erkrankung überlebt. Da stürzt der Vater ins Zimmer. Es gibt Probleme, James soll auf jeden Fall im Zimmer bleiben, sagt er, und verschwindet wieder nach unten. Wenig später fällt ein Schuss und James springt auf, um nachzusehen. Keine zehn Minuten später befinden sich Victor und James auf der Flucht, und damit auf dem Weg in ein neues Leben.

Die Erzählung folgt dem Schicksal des Brüderpaares Victor und James, die, unverwundbar und wehrfähig, nur langsam altern und sich in so ziemlich jedem Krieg der letzten 100 Jahre verdingen. Bis sie, ungefähr im Hier und Jetzt, von William Stryker für seine Truppe von Spezialisten aufgespürt und angeheuert werden. Strykers Spezialisten, allesamt Mutanten mit besonderen Fähigkeiten, sorgen jedoch nicht ausschließlich für Recht und Ordnung. Schon bald muss James, eigentlich nur noch Logan genannt, sich seinen inneren Konflikten stellen. Er beschließt, der Truppe den Rücken zu kehren.

Jahre später spürt Stryker Logan auf, um ihn vor einer Serie von Morden an den ehemaligen Mitgliedern der Truppe zu warnen. Doch offenbar hat Stryker auch gleich den Täter zu Logans bislang unbekannter neuer Heimat in der Wildnis Kanadas geführt. Mit der Ankunft von Victor, von dem Logan sich über die Jahre entfremdet hat, kommt die Handlung des Films erst richtig ins Rollen.

Es wäre töricht, an dieser Stelle einfach zu erzählen, wie der Film weitergeht. Der Titel allein macht ja schon klar, dass es sich um die Vorgeschichte einer der Figuren aus den X-Men-Filmen handelt, und genau diese will man sich ja im Kino ansehen. Wenden wir uns also den dramaturgischen Aspekten zu.

Kenner der Graphic Novels sind natürlich in ihrem Element, wenn es ans Fachsimpeln über Details der Geschichte geht. Doch auch Nicht-Kenner der Vorlage können sich dem Film hingeben. Der Grund: Gerade durch die Handlung wird der nichtsahnende Zuschauer an die Besonderheit der übermenschlich mächtigen Mutanten herangeführt und nicht, wie in anderen Filmen, von capetragenden Sonderlingen mit Aggressionsproblem, die in ihrer Unterwäsche von Dach zu Dach springen, überrascht. Gerade durch die Sorgen und Nöte, die James Logan, der sich bald Wolverine nennt, plagen, leidet der Zuschauer mit dem höchst eigenartigen jungen Menschen, der sein Schweizer Messer stets dabei hat.

Die Inszenierung selbst ist rund, solide und routiniert, ebenso die Effekte. Man erwartet keinen Oscar-Anwärter und bekommt auch keinen, wohl aber einen ordentlichen Effekt-Kracher mit massivem Popcornfaktor. Man kann sehen, welchen Spaß Hugh Jackman, Liev Schreiber, Dominic Monaghan, Will i Am und alle anderen beim Dreh gehabt haben mussten.

X-Men Origins: Wolverine ist ein bunter, echt spannender, absolut unterhaltsamer und kreativer Superheldenfilm, den das Publikum lieben wird, und der Lust auf mehr macht, Lust auf viel mehr. Dass so ein Film aber nur im Kino richtig knallt, weiß jeder, der schon einmal versucht hat, Kinostimmung beim DVD-Gucken zu erleben.



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