Flache Teeniekomödien scheinen einfach nicht ausstreben zu wollen. Im Falle von Zach Cregger und Trevor Moores Werk ist das jedoch ganz gut, denn auch wenn man sich durch die üblichen Klischees und Fäkalwitzchen kämpfen muss, hat ihr Film dank der überdrehten Charaktere und der hohen Anzahl an Brüllern, viele Lacher zu bieten, so dass nicht nur Genrefans auf ihre Kosten kommen werden.
Klingelt es bei den Namen Zach Cregger oder Trevor Moore? Nein? Das ist nicht verwunderlich, denn außerhalb Amerikas ist ihre Sketchshow The Whitest Kids U Know wohl höchstens den einen oder anderen YouTube-Usern bekannt. Da sich ihre Show jedoch immer größer werdender Beliebtheit erfreut, bekamen die jungen Männer grünes Licht ihr großes Filmprojekt in die Tat umzusetzen. Heraus kam dabei die Teeniekomödie Miss March, bei dem die beiden in Personalunion Regie führten, das Drehbuch schrieben und sich gleichzeitig noch selbst für die beiden Hauptrollen besetzten.
Eugene und Cindi sind wie füreinander geschaffen! Beide leben streng katholisch und versuchen andere Jugendliche vor dem Sex zu bewahren. Doch nun scheint ihre große Nacht gekommen! Nach mehreren Jahren Beziehung wollen die Beiden nun das erste Mal miteinander verbringen. Dumm nur, dass Eugene kurz davor eine Treppe hinunterfällt, die ein vierjähriges Koma zur Folge hat. Aus diesem erwacht, muss er mit Entsetzen feststellen, dass seine einstige große Liebe die aktuelle Miss March des Playboys ist. Entrüstet von dieser Frivolität zieht er mit seinem besten Kumpel, dem überdrehten Tucker, los zur Playboy Mansion, um seine Angebetete aus den Klauen Hugh Hefners zu befreien.
Wer nach dieser Kurzbeschreibung der Story einen absolut bescheuerten Film mit flachen Gags und viel Fäkalhumor erwartet hat durchaus recht. Doch irgendwie schaffen es Cregger und Moore mit dem Film aufgrund der dermaßen überstilisierten Charaktere durchaus für Unterhaltung zu sorgen. Neben einigen wirklich gelungenen Running Gags gelingt ihnen sogar das Kunststück, den ein oder anderen Fäkalwitz lustig zu platzieren, so dass der Zuschauer dank vieler abgefahrener Ideen aus dem Lachen teilweise gar nicht mehr heraus kommt. Zwar ist die Trefferquote nicht immer die Größte, aber aufgrund der Gagdichte, sowie der hohen Anzahl an wirklichen Brüllern, kann man auch über den ein oder anderen platten Witz hinwegsehen.
Zwar wissen die beiden Macher wie man ihre Gags timen und in Szene setzen muss, jedoch fehlt es ihnen an schauspielerischem Talent. Sicher ist dies bei einer flachen Komödie nicht das Hauptaugenmerk, aber ein paar professionellere Hauptdarsteller hätten dem Ganzen sicher gut getan. Deutlich fällt das vor allem im Fall des äußerst blassen Zach Cregger auf, während sein Gegenpart das mangelnde Talent noch mit einer hyperaktiven Interpretation seines Charakters überspielen kann. In einer recht amüsanten Nebenrolle darf bei diesem Thema natürlich Hugh Hefner nicht fehlen, der zudem für das männliche Publikum mit seinen Häschen noch den ein oder anderen Schauwert für das männliche Publikum mitgebracht hat.
Sicherlich ist der Film alles andere als niveauvoll und zieht teilweise auf primitivste und flache Art und Weise den Zuschauer auf seine Seite. Jedoch stört dies bei einer solch hohen Anzahl an Brüllern und abgefahrener Ideen zu keinster Weise. Miss March will nicht mehr als den Zuschauer zum Lachen zu bringen und diese Mission ist den beiden Regisseuren mit Bravour geglückt... auch wenn man sich durch ein paar recht derbe Fäkalwitze, sowie einige flachen Gags kämpfen muss.