Die Aliens greifen mal wieder an, doch dieses Mal sind die Kinder an der Reihe, die Welt zu beschützen. Dieser Familienfilm erinnert häufig an die alten Kinderfilme der 80er Jahre in denen noch das Abenteuerfeeling im Vordergrund stand. Gepaart mit viel Humor ist das Ganze zwar nicht so düster wie gewünscht, kann aber dennoch für gute Familienunterhaltung sorgen.
Kennt ihr sie noch? Die Kinderfilme der 80er Jahre, wie beispielsweise Die Goonies oder E.T. - Der Außerirdische ? Diese Filme hatten damals einen ganz besonderen Flair und haben für perfekte Familienunterhaltung für Groß und Klein sorgen können. Heutzutage gibt es leider viel zu wenig Filme dieser Art, umso erfreulicher ist natürlich, dass man mit Die Noobs - Klein aber gemein (dessen furchtbarer deutscher Titel von nun durch den treffenden englischen Titel Aliens in the Attic ersetzt wird) zumindest einen Kompromiss gewagt hat und den modernen Familienfilm mit den abenteuerfreudigen Kinderfilmen der 80er gekreuzt hat.
Wer kennt sie nicht, diese lästigen Familienausflüge? Gemein von den Eltern und gegen den Willen ihrer Sprösslinge geplant, bricht Familie Pearson auf in ein Ferienhaus, um dort den Urlaub zu verbringen. Dumm nur, dass dieses Haus das erste Ziel einer sich anbahnenden Alieninvasion ist und diese die Möglichkeit haben, Menschen fernzusteuern. Doch nicht alle, denn komischerweise gelingt dies nur bei den Erwachsenen und so liegt es alleine in den Händen der Kinder, die Außerirdischen in ihre Schranken zu verweisen.
Während in den meisten dieser Kinderfilmen noch die Tatsache, dass die Eltern ihren Sprösslingen nicht glauben, als Vorwand benutzt wird, damit die Kleinen ihr Abenteuer alleine bestehen müssen, haben sich die Drehbuchautoren mit den ferngesteuerten Erwachsenen noch einen weiteren Kniff erlauben können. Dies ist jedoch schon das Highlight des Drehbuchs, denn mit Ausnahme einiger durchaus amüsanter Fernsteuerungsszenen gibt es nur wenig Innovatives zu sehen. Für Kinder mag dies genügen, für Erwachsene jedoch fehlt, trotz einiger netter Ideen, ein wenig die Abwechslung, zumal die Charaktere auch stark auf die Teeniezielgruppe zugeschnitten wurden und somit wohl hauptsächlich die Junggebliebenen unter den Zuschauern unterhalten werden.
Für einen kleinen Film wie diesen hatte man auch ordentlich Budget zur Verfügung und das sieht man deutlich. Die animierten Aliens sind perfekt gelungen, sehen gleichzeitig knuddelig und bedrohlich aus und sind in ihrer Art durchaus amüsant angelegt. Ansonsten fehlt jedoch ein wenig eine düstere Stimmung, denn so wirklich furchteinflößend ist der Alienangriff leider zu keinem Zeitpunkt, da das Hauptaugenmerk auf den humoristischen Aspekt gelegt wurde. Dieser ist zwar weitestgehend zufriedenstellend, jedoch ist das Fehlen einer wirklichen Bedrohung eher abträglich für die Spannung.
Darstellerisch wurde auf große Namen verzichtet, einzig Ashley Tisdale aus den High School Musical-Filmen ist gecastet worden, um die Zielgruppe anzulocken ... schauspielerisch gehört sie jedoch eher zu den Schwächen des Filmes. Der restliche Cast bietet zwar keinerlei herausragende Leistungen, ergänzt sich aber gegenseitig sehr gut und macht dementsprechend seine Sache recht ordentlich.
Auch wenn Aliens in the Attic noch Meilenweit von den Klassikern der 80er-Jahre entfernt ist, macht der Film schon mal einen Schritt in die richtige Richtung. Im Gegensatz zu den neumodischen und enttäuschenden Werken, wie aktuell beispielsweise G-Force - Agenten mit Biss, steht hier der Abenteuerfaktor im Vordergrund, so dass die jüngeren Zuschauer sicherlich ein spannendes Abenteuer mit einigen wirklich amüsanten Momenten geboten bekommen. Für Erwachsene ist der Film jedoch aufgrund der fehlenden düsteren Atmosphäre etwas zu zahm geraten, um ein Highlight zu sein, aber für einen netten Familiennachmittag mit seinen Kindern ist der Film dennoch empfehlenswert.