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Running Man

(The Running Man, 1987)

Durchschnittliche Redaktionswertung

59%



Inhalt

Die USA im Jahre 2019: Ein totalitäres Regime beherrscht die Weltmacht, Menschenrechte sind abgeschafft und das Fernsehen hat eine enorme Machtposition inne. Publikumsliebling ist die Sendung "Running Man", ein tödliches Katz- und Mausspiel, bei dem der Gewinner viele Millionen Dollar gewinnen kann. Doch ein Überlebender ist überhaupt nicht vorgesehen. Ex-Cop Ben Richards wird vom Staat des Massenmordes beschuldigt und findet sich gezwungenermaßen schnell in dem makaberen Spiel wieder. Dabei kommt er einem großen, blutigen Betrug auf die Schliche.

Kritik

von Markus Mller

Wertung Kritik

59%

Running Man bietet leichte Unterhaltung für anspruchslose Actionfreunde und Fans des mindestens zweitbekanntesten Österreichers der Welt. Story und Charaktere sind im Grunde genommen nur Kulisse, im Vordergrund steht ganz klar Arnies Überlebenskampf, der durchaus tempo- und actionreich ist. Ein mäßiger Actionfilm, der ohne seinen kultigen Hauptdarsteller wohl eher unbrauchbar wäre.

Bild aus Running Man Der als Starsky in der 70er Jahre Kultserie Starsky & Hutch berühmt gewordene Paul Michael Glaser Was das Herz begehrt war nicht nur als Schauspieler, sondern zeitweise auch als Regisseur aktiv. Sein bekanntestes Werk ist Running Man mit niemand geringerem als Actiongigant Arnold Schwarzenegger (Die Totale Erinnerung - Total Recall in der Hauptrolle. Die Geschichte rund um die USA als totalitärer Polizeistaat mit einer Spielshow, die sehr an das Prinzip der Gladiatorenkämpfe erinnert als Staatsinstrument zur Massenunterhaltung und -manipulation, basiert grob auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King.

Running Man bietet solide Actionunterhaltung und auch einige Lacher. Wobei zeitweise nicht klar ist, ob die wirklich witzigen Szenen nicht eher unfreiwillig komisch sind. Denn die offensichtlichen humoristischen Einlagen, vor allem die inflationär eingesetzten One Liner Arnies rufen höchstens ein müdes Grinsen hervor. Ansonsten ist Running Man sehr leichte Kost, dem Zuschauer wird alles leicht verdaulich in kleinen Portionen serviert, so dass es auch ja keine Unklarheiten in den Rollenverteilungen oder im Storyverlauf gibt. Ein Film also, dem man auch nach dem zehnten Bier noch problemlos folgen kann, eben ein klassischer 80er-Jahre-Schwarzenegger-Actionstreifen. Die Action ist dabei an sich schon okay, wobei man sich bei einigen Special Effects schon an den Kopf greift, außerdem sind die Pappkulissen doch ein wenig zu leicht als solche erkennbar und so wirkt das ganze Geschehen doch ein wenig trashig. Im Mittelpunkt der Hetzjagd stehen neben Arnie selbst die Jäger mit ihren sehr unterschiedlichen Tötungsinstrumenten. Allerdings sind diese einer nach dem Anderen alberner als noch der Vorige und sind derartig lächerlich, dass man sich ernsthaft fragt, wer auf die Idee kam, derartige Figuren und vor allem Kostüme zu kreieren. An Dynamo, dem fettsüchtigen Blitze schießenden und Opern singen Stromexperimentierkasten kommt allerdings nichts vorbei. Selten habe ich einen so bescheuerten Charakter gesehen.

Wünschenswert wäre gewesen, wenn Running Man ein wenig mehr von der düsteren Zukunft gezeigt hätte, anstatt sich fast ausschließlich auf die Game Show zu konzentrieren. Somit hätte man dem ganzen Szenario mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit verleihen und Running Man deutlich aus der Mittelmäßigkeit heben können. Aber dass der Schwerpunkt auf die blose Action gelegt und sich dabei auch nur noch sehr lose auf die Romanvorlage Stephen Kings gestützt wurde, um Schwarzeneggers Heldenshow einen interessanten Rahmen zu bieten, ist offensichtlich. So kommt auch die sehr plakative Medienkritik nicht wirklich überzeugend rüber. Die Aussage ist klar, aber steht weit hinter der Action und verfehlt so auch ihre Wirkung.

Was den seiner Zeit diskutierten Härtegrad angeht, so lässt sich sagen, dass die noch heute bestehende Indizierung der ungekürzten Fassung inzwischen vollkommen überholt ist und dass Running Man, würde er jetzt in die Kinos kommen, wahrscheinlich eine FSK 16 Einstufung bekäme. Die Gewalt dürfte in der heutigen Zeit niemanden mehr schockieren.

Am Ende bleibt ein mittelmäßiger Actionfilm mit einem Arnold Schwarzenegger in (körperlicher) Top Form, einer halbwegs interessanten Story und ansonsten einigermaßen spannender Action. Ein Film den man beim besten Willen nicht gesehen haben muss, aber gerade wenn man auch nur einen Hauch Sympathie für Schwarzenegger hat, guten Gewissens in den DVD-Player schieben kann.

Keine weitere Wertung


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