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Schlimmer geht's immer

(What's The Worst That Could Happen?, 2001)

Dt.Start: 13. Dezember 2001
DVD: 10. Mai 2002
Premiere: 01. Juni 2001 (USA)
FSK: ab 6 Genre: Komödie
Länge: 98 min Land: USA
Darsteller: Martin Lawrence (Kevin Caffrey), Danny DeVito (Max Fairbanks), John Leguizamo (Berger), Glenne Headly (Gloria), Carmen Ejogo (Amber Belhaven), Bernie Mac (Uncle Jack), Larry Miller (Earl Radburn), Nora Dunn (Lutetia Fairbanks), Richard Schiff (Walter Greenbaum), William Fichtner (Detective Alex Tardio), Ana Gasteyer (Ann Marie), Sascha Knopf (Tracey Kimberly), Siobhan Fallon (Edwina), Lenny Clarke (Windham), GQ (Shelly Nix)
Regie: Sam Weisman
Drehbuch: Matthew Chapman


Inhalt

Profi-Dieb Kevin Caffrey bekommt von seiner großen Liebe Amber einen Ring geschenkt. Als er bei einem Einbruch im Haus des fiesen Geschäftsmann Max Fairbanks auf frischer Tat ertappt wird, nimmt ihm besagtes Opfer kurzerhand den Ring ab. Aufgrund der beruflichen Demütigung und seiner Schuldgefühle gegenüber Amber setzt Kevin alles daran, dem hartnäckigen Fairbanks den Ring wieder abzuluchsen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Schlimmer geht's immer hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 50%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Straßer
Schlimmer geht's immer hat eine Wertung von 50%

Schlimmer geht's immer, diese Frage stellt sich wohl jeder, wenn mal wieder alles schief läuft. Das Horrorszenario eines jeden Diebes ist es, selbst beklaut zu werden, doch im Falle des Profis Kevin Caffrey kommt es noch dicker: Er wird während eines Einbruchs vom Opfer beklaut. Um diese peinliche Scharte auszuwetzen, muß er selbstverständlich alles daran setzen, den ihm gestohlenen Ring wieder zurückzubekommen. Doch dies ist leichter gesagt als getan, denn sein Gegner ist der gerissene und abgebrühte Geschäftsmann Max Fairbanks. Die beiden liefern sich im Verlauf des Films ein erbittertes Duell um den besagten Ring und merken dabei nicht, dass sie sich wie kleine Kinder aufführen.

Die Komödie Schlimmer geht's immer basiert auf einem Roman von Donald E. Westlake und wurde von Drehbuchautor Matthew Chapman in ein spielfilmfähiges Stück verwandelt. In den Hauptrollen treffen zwei bekannte Comedygrößen aufeinander und liefern sich ein verbissenes Duell. Auf der einen Seite haben wir Martin Lawrence, der zuletzt in Big Mama's Haus und Blue Streak zu sehen war. Er spielt den Profi-Dieb Kevin Caffrey, der durch sein gepflegtes Äußeres eher wie ein seriöser Geschäftmann wirkt. Zu dumm, dass er sich mit dem reichen Geschäftsmann Max Fairbanks anlegt, der von Genreveteranen Danny De Vito verkörpert wird. Der bekannte Schauspieler und Filmemacher ist für die Rolle des fiesen Moguls geradezu prädestiniert und entsprechend überzeugend bringt er selbigen auf die Leinwand.

Der Film beginnt etwas behäbig und es gelingt ihm nicht, den Funken gleich in den ersten Minuten überspringen zu lassen. Stattdessen schleift er sich im weiteren Verlauf regelrecht von Gag zu Gag. Einzig der Gedanke an die witzige Grundidee des vom Opfer beklauten Diebes läßt noch etwas Komödienfeeling zu. Doch als man nach ungefähr zwei Drittel fast so weit ist, Schlimmer geht's immer als verkorkste Umsetzung einer vielversprechenden Idee abzuschreiben, schaltet der Film plötzlich zwei Gänge höher und entwickelt sich zur irrwitzigen Komödie. Zu verdanken ist das hauptsächlich den beiden äußerst skurrilen und irgendwie tuffigen Persönlichkeiten Detective Alex Tardio und Sicherheitschef Earl Radburn, die der ausgenudelten Story wieder neues Leben einhauchen.

Der überraschende und witzige Schlussspurt von Schlimmer geht's immer ist aber nicht im Stande über die anfänglichen Schwächen hinwegzutäuschen. Dabei kann man den beiden Hauptdarstellen Martin Lawrence und Danny De Vito keinen Vorwurf machen, denn sie haben das Beste aus der Sache gemacht. Die beiden bekamen einfach nicht die Möglichkeit ihre Fähigkeiten auszuspielen, da vor allem die Nebendarsteller, wie zum Beispiel John Leguizamo, vom Drehbuch in die Witzpflicht genommen wurden und dies auch ganz gut erledigten. Alles in allem mangelte es einfach an zündenden Gags, die dem Publikum mehr als nur ein läppisches Grinsen abringen. Unterm Strich steht ein ganz netter Film mit einer soliden Grundidee, guten Darstellern, teilweise billigen Witzen und einem nicht witzig genugen Drehbuch.



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