K-20 - Die Legende der schwarzen Maske Poster

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K-20 - Die Legende der schwarzen Maske

(K-20: Kaijin niju menso den, 2008)

Dt.Start: nicht bekannt Premiere: 20. Dezember 2008 (Japan)
FSK: ab 16 Genre: Abenteuer, Krimi
Länge: 137 min Land: Japan
Darsteller: Takeshi Kaneshiro (Heikichi Endo), Takako Matsu (Yoko Hashiba), Tôru Nakamura (Kogoro Akechi), Kanata Hongô (Yoshio Kobayashi), Yuki Imai (Shinsuke), Jun Kunimura (Genji), Toru Masuoka (Inspector Namikoshi), Reiko Takashima (Kikuko)
Regie: Shimako Sato
Drehbuch: So Kitamura, Shimako Sato


Inhalt

Japan im Jahr 1949, der zweite Weltkrieg hat nie stattgefunden und das Land wird von den Reichen regiert, die die ärmere Bevölkerung unterdrücken. Der Akrobat Heikichi wird eines Tages verdächtigt, den Reichen ihre Wertgegenstände zu stehlen. Doch ihm gelingt die Flucht und er macht sich auf die Suche nach K-20, der die Verbrechen begangen und sie Heikichi in die Schuhe geschoben hat.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

K-20 - Die Legende der schwarzen Maske hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 83%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
K-20 - Die Legende der schwarzen Maske hat eine Wertung von 83%
Ein maskierter Rächer, der von Gebäude zu Gebäude schwingt, 20 Gesichter zur Tarnung hat, mit Illusionen arbeitet und seine Beute den Armen gibt? K-20 - Die Legende der schwarzen Maske ist ein perfektes Mash-Up vieler westlicher Superheldengeschichten und bietet zudem eine eigenständige Story mit gut ausgearbeiteten Charakteren. Da auch die Inszenierung zu keinerlei Klagen Anlass gibt, erweist sich dieses Werk als ein Must-See für jeden Freund des Genres.

Bild aus K-20 - Die Legende der schwarzen Maske Heutzutage vergehen kaum zwei Monate in denen nicht mindestens ein Remake eines asiatischen Filmes in die deutschen Kinos kommt. Doch eines hat Hollywood den fernöstlichen Kinos voraus: Das Superheldenkino. Gut, auch in den USA ist in dem Genre nicht alles Gold was glänzt, aber ein Werk mit der Qualität von Spider-Man, The Dark Knight, Hellboy oder Superman Returns findet man in Asien nur selten. Sicher gibt es auch dort gute Verfilmungen wie Takashi Miikes surrealer Zebraman oder die koreanische Antwort auf die X-Men, Arahan, aber der große Wurf ist bislang leider vergönnt gewesen. Mit K-20 startet die japanische Regisseurin Shimako Sato nun einen erneuten Versuch und irgendwie kommt einem das Ganze doch bekannt vor.

In einer Welt, in der es den zweiten Weltkrieg nie gegeben hat, gibt es im Jahre 1949 im Grunde nur die Gesellschaftstrennung von Arm und Reich. Doch ein mysteriöser Meisterdieb, genannt K-20 der Mann mit den 20 Gesichtern, verbreitet Angst und Schrecken unter den reichen Bürgern. Unglücklicherweise tappt der junge und mittellose Zirkusakrobat Heikichi in die Falle des kriminellen Masterminds und wird von der Polizei für K-20 gehalten. Plötzlich wird er von der gesamten Regierung gejagt und zum Staatsfeind Nr. 1 auserkoren. Um seinen Namen reinzuwaschen, bleibt dem jungen Künstler nur eine Möglichkeit: Er muss selbst zum Meisterdieb werden um dem echten K-20 zu entlarven.

Inhaltlich klingt das jetzt sicherlich alles andere als weltbewegend, dennoch ist es überraschend, dass es der Drehbuchautorin gelang, so viele Filme in einen Mixer zu werfen und dabei dank der literarischen Vorlage noch etwas Eigenständiges zu kreieren. Beispiele gefällig? Es werden Reiche bestohlen um das Diebesgut den Armen zu überlassen (Robin Hood), der Meisterdieb kann spielerisch schnell die Identitäten wechseln (Fantomas), die beiden Masterminds spielen sich mit Tricks und Illusionen gegenseitig aus (Prestige - Die Meister der Magie), der akrobatische, charismatische und maskentragende Held (Die Legende des Zorro) oder auch die berüchtigte Superhelden-Trainingssequenz, die nahezu komplett von Spider-Man inspiriert wurde. Trotz dieser offensichtlichen Plagiate wirkt das zu keinem Punkt dreist geklaut, da die Geschichte dennoch versucht, etwas Eigenes zu sein. Schön auch, dass das Drehbuch sich zu Beginn genügend Zeit für die Entwicklung seiner Charaktere nimmt, um dann in der zweiten Hälfte dennoch eine spannende (wenngleich in manchen Punkten auch etwas vorhersehbare) Crime-Story zu bieten.

Dass man von Beginn an keine Längen verspürt, ist unter anderem auch der eindrucksvollen Optik des Filmes zu verdanken. So kommt sich der Zuschauer wie in einer neu geschaffenen Welt vor, die zudem vor Detailreichtum nur so sprüht. Dies sorgt für die nötige Atmosphäre, wie auch das obligatorische musikalische Superheldenthema, das man so schnell nicht mehr aus dem Ohr bekommen wird. Auch wenn die Effekte nicht immer auf dem neuesten Stand sind, tut dies dem Spaß zu keinem Zeitpunkt einen Abbruch, da sie durch tolle Choreografien und einem enormen Einfallsreichtum zu jeder Sekunde wieder wett gemacht werden.

Dass man bei einem Film dieses Formats natürlich einen Hochkaräter in der Hauptrolle besetzen muss ist selbstverständlich. Mit Takeshi Kaneshiro hat man da natürlich einen der bekanntesten Darsteller des Landes gefunden und selbstverständlich geht dieser in seiner Rolle als Zirkusakrobat hervorragend auf und schafft den Spagat zwischen den lauten und leisen Tönen des Filmes spielerisch. Aber auch das Supporting Cast um die hübsche Takako Matsu legt enorme Spielfreude an den Tag, die sich in nahezu jeder Szene auf den Zuschauer überträgt.

Auch wenn man sich während des kompletten Filmes über zig Deja-Vus erwehren muss: Shimako Sato gelang unterhaltsames Popcornkino in Perfektion! Dank der spannenden Geschichte und den gut ausgearbeiteten Charakteren gefällt der aus vielen anderen Werken zusammengemixte Film sowohl in seinen amüsanten, als auch in seinen tragischen Momenten. Wer Comicverfilmungen oder das Superheldengenre im Allgemeinen mag, für den sollte K-20 - Die Legende der schwarzen Maske zum Pflichtprogamm gehören.



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