Legion Poster

Film-Seite zu Legion
Trailer zu Legion
Poster zu Legion
Wallpaper zu Legion
Offizielle Seite
Charts-Statistiken zu Legion
PDF zu Legion

Legion

(Legion, 2010)

Dt.Start: 18. März 2010
DVD: 26. August 2010
Premiere: 22. Januar 2010 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Action, Fantasy
Länge: 100 min Land: USA
Darsteller: Paul Bettany (Michael), Lucas Black (Jeep Hanson), Tyrese Gibson (Kyle Williams), Adrianne Palicki (Charlie), Charles S. Dutton (Percy Walker), Kevin Durand (Gabriel), Jon Tenney (Howard Anderson), Willa Holland (Audrey Anderson), Dennis Quaid (Bob Hanson)
Regie: Scott Charles Stewart
Drehbuch: Scott Charles Stewart, Peter Schink


Inhalt

Als der Untergang der Menschheit durch Gott besiegelt werden soll, schickt er seine Erzengel auf die Erde. Eine kleine Gruppe Überlebender erhält jedoch Unterstützung von einem von ihnen: Erzengel Michael. Dieser will dafür sorgen, dass eine Schwangere ihr Kind gebären kann: den Messias, welcher das drohende Unheil abwenden kann.
Shopping-Box
DVDs zu Legion Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu Legion Poster & Merchandise
zum Film
Legion bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
Legion bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

Legion hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 43%
Kurzkritik
von Dimitrios Athanassiou
Wertung von 25 für Legion

Religions-Actionbrei, der ohne dramaturgisches Geschick oder inszenatorisches Händchen realisiert wurde. Es ist das Ende aller Tage, der Allmächtige möchte die verkorkste Menschheit aber nicht selber von Angesicht der Erde tilgen. Wozu hat man schließlich Handlanger? Erzengel, die, gleich einem blind-gehorsamen Soldaten, nichts in Frage stellen. Außer einem: Michael. Der hat für die Menschen etwas übrig. Und so fällt er aus dem Himmel, schneidet sich die Flügel ab und zieht, bis an die Zähne bewaffnet, samt einer kleinen Schar Menschen, mitten in der Wüste, ins letzte Gefecht. Anleihen bei der B-Movie-Reihe God's Army sind offenkundig, aber Scott Charles Stewart macht daraus einen lächerlichen Mischmasch aus Terminator und Zombie-Pic. Hätte man jemanden vom Format eines Sam Raimi an den Stoff gelassen, wäre das Ganze mit dem richtigen Maß an Ironie vielleicht noch zu retten gewesen, so entlarvt sich dieser Streifen aber als totaler Unwissenheits-GAU christlicher Mythologien, der zu keiner Zeit in der Lage ist, atmosphärische Dichte zu erzeugen und sich allein auf die dumm-dusselige Action verlegt. Letztlich können lediglich die CGI-Effekte noch halbwegs überzeugen.

Kritik

von Lutz Granert
Legion hat eine Wertung von 61%
Mit dem Fantasythriller Legion legte Scott Stewart ein an Versatzstücken von Genre-Klassikern nicht armes Langfilmdebüt ab. Während die Thematik um Glaube und Werteverfall in der Gesellschaft den Zeitgeist trifft, existieren auch einige Unstimmigkeiten. Dennoch handelt es sich bei Legion um weitgehend kurzweiliges Actionkino.

Bild aus Legion Die Deutschen leben in einer Gesellschaft, die immer weniger glaubt. Die Statistiken über Mitglieder insbesondere der evangelischen und katholischen Kirche verzeichnen einen kontinuierlichen Rückgang von jeweils über 200 000 pro Jahr. Dem gegenüber müsste vermeintlich der Siegeszug der Aufklärung stehen, einer Geisteshaltung, die den Menschen dazu ermutigt, althergebrachte Überzeugungen wie die Religion in Frage zu stellen und sich seines eigenen Verstandes zu bemächtigen.

Dies ist jedoch zugleich die Crux des Films: Legion bleibt fragwürdig in seinem Ausgangspunkt. Da widersetzt sich der Erzengel Michael (Paul Bettany, Tintenherz) Gottes Befehl, die Menschheit zu vernichten und schlägt sich stattdessen auf die Seite einer kleinen Gruppe von Überlebenden. Und warum? Weil er daran glaubt, dass die verdorbene und weitgehend ungläubige Menschheit doch noch alles zum Besseren wenden kann, weil einer nicht verdorben ist. Macht irgendwie trotz lobenswertem, humanistischem Denken nicht wirklich Sinn.

Zahlreiche religiöse Motive werden dabei zusammengewürfelt. Seien es die hochschwangere Charlie (Adrianne Palicki) und der sie liebende Gutmensch Jeep (Lucas Black, Jarhead - Willkommen im Dreck) als moderne Maria und moderner Josef (wer der abwesende, leibliche Vater des Kindes ist, bleibt ungeklärt), die gerne genommene Kreuz-Symbolik, eine der zehn Plagen im CGI-Anflug oder die drohende Apokalypse, bei der Heil über Unheil triumphieren soll. Da verwundert es auch nicht, dass der Schauplatz - ein kleines Restaurant inmitten der Mojave-Wüste - den bedeutungsschwangeren Namen "Paradise Falls" trägt. Dort soll der Showdown stattfinden zwischen einer kleinen, sich zufällig zusammengefundenen Gruppe von Menschen um Erzengel Michael und immer wieder angreifenden Heerscharen von den die Apokalypse herbeiführenden Engeln, die in menschliche Hüllen gefahren sind.

Letzteres ist ein nachdenkenswerter Fakt: Die Heerscharen der Engel fahren in die Hülle derjenigen Menschen, welche einen schwachen Willen aufweisen. Da das Genre des Horrorthrillers - zu welchem man Legion trotz aller dramatischer und zuweilen tränenreicher Zwischenspiele durchaus rechnen kann - immer wieder mit ähnlichen Motiven arbeitet, was die Kodierung des "Bösen" angeht, erinnern diese als "besessen" titulierten Figuren (die auch gerne mal zubeißen) nur allzu sehr an die "klassische" Bedrohung von außen: Untote, Infizierte, Zombies. Mag dieser Kritikpunkt trotz der vermeintlichen Engel-Originalität (was ja durchaus eine nette Idee darstellt) eher allgemeiner Natur sein, so offenbaren sich weitere bekannte Motive, was in einer unfreiwillig komischen Referenz an Tanz der Teufel gipfelt, wenn einer besessenen Oma nach Blut giert.

Abgesehen von diesen Schwächen funktioniert Legion aber seltsamerweise als Unterhaltungskino ganz gut. Die zunächst staubige Wüstenatmosphäre weicht einer beklemmend düster-apokalyptischen, die zahlreichen Actionsequenzen können sich durchaus sehen lassen, auch wenn hin und wieder der ein oder andere übertrieben emotionale Dialog zuviel zwischen ihnen zu finden ist. Dabei wird wohltuend auf Engel-Kitsch verzichtet, Erzengel Gabriel (Kevin Durand) als Antagonist gar ambivalent gezeichnet ohne klassischen Figurenstereotypen zu entsprechen - was man allerdings von Dennis Quaids Vaterfigur nicht behaupten kann.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Menschen wieder glauben. Wenn es nicht der Glaube an Gott oder die Engel sein soll, dann doch der Glaube an den Siegeszug der Aufklärung oder an sich selbst. Aus der Verlorenheit oder Verirrung des Einzelnen führen zwei Pfade hinaus: Entweder über Religion oder aber über die Vernunft und mit ihr das Übernehmen von Verantwortung.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Der Adler der neunten Legion
Dt. Start: 03. März 2011
Vorschlag entfernen
Constantine
Dt. Start: 17. Feb 2005
Vorschlag entfernen
From Dusk Till Dawn
Dt. Start: 04. Juli 1996
Vorschlag entfernen
End of Days - Nacht ohne Morgen
Dt. Start: 02. Dez 1999
Vorschlag entfernen
Daybreakers
Dt. Start: nicht bekannt
Vorschlag entfernen
 

© 2012 MovieMaze.de