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Der Kautions-Cop

(The Bounty Hunter, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

65%



Inhalt

Milo Boyd ist ehemaliger Polizist und arbeitet nun als Kautions-Cop, Er spürt Menschen auf, die trotz Kaution flüchtig sind. Sein nächster Auftrag ist es, ausgerechnet seine Ex-Frau Nicole gefangen zu nehmen, was ihm zunächst äußerst viel Freude bereitet. Doch nicht nur er ist hinter der Enthüllungsjournalistin her und so wird er bald mit zum Gejagten.

Kritik

von Markus Ostertag

Wertung Kritik

65%

In Der Kautions-Cop bekriegen sich Jennifer Aniston und Gerard Butler auf wunderbare und amüsante Art und Weise, was dem Zuschauer einiges an Spaß und Unterhaltung garantiert. Gejagt von skrupellosen Drogenhändlern und Geldeintreibern, erleben sie die ein oder andere brenzlige Situation. Glücklicherweise überwiegt der Teil der Action Komödie, da die Romanze einfach nur langweilig heruntergeleiert wird. Sie kostet den Film einiges an Punkten, ist aber im Endeffekt nur ein kleiner Wehmutstropfen, so dass im Großen und Ganzen dennoch ein witziger und spritziger Film mit zwei perfekt passenden Hauptdarstellern übrig bleibt.

Bild aus Der Kautions-Cop Wer wäre besser für die männliche Hauptrolle in einer Action-Komödien-Romanze geeignet als Gerard Butler? Das Multitalent, das seit dem imposanten Auftritt in 300 noch in zahlreichen weiteren Actionfilmen beweisen durfte, aus welchem Holz er geschnitzt ist, und sich spätestens mit P.S. Ich Liebe Dich einen festen Platz in der romantischen Sektion gesichert hat. Nachdem er zuletzt als Obermacho in Die nackte Wahrheit Kathrin Heigl das Leben schwer machen durfte, hat er es in Der Kautions-Cop mit keiner geringeren als RomCom Expertin Jennifer Aniston zu tun. Wie sie mit Ex-Ehemänner umgeht, hat sie bereits in Trennung mit Hindernissen an Vince Vaughn gezeigt. Nun muss sie sich mit dem rüpelhaften Ex-Mann herumschlagen, der sie blöderweise in den Knast befördern will... Da sind Spaß und Action quasi vorprogrammiert. Oder doch nicht?

Die grundsätzliche Story der neuesten RomCom unter der Regie von Andy Tennant (Hitch - Der Date Doktor) klingt im ersten Moment ziemlich lahm. Ein ehemaliger Cop, der sich jetzt sein Geld als Kautions-Cop verdient, jagt seine Ex-Frau, um sie ihrer gerechten Strafe zu zuführen. Doch was man allein in den ersten Minuten von Der Kautions-Cop geboten bekommt, lässt auf mehr hoffen und genau das erfüllt sich auch, zumindest weitestgehend.

Angelegt ist der Film eindeutig als Action Komödie und genau das sollte er auch sein. Als Milo erfährt, dass er die Chance hat, seine Ex-Frau, die er seit ewigen Zeiten nicht mehr gesehen hat, ins Gefängnis zu bringen und dafür 5000 Dollar zu kassieren, kann er sein Glück kaum fassen. Gefunden ist die ehemalige Geliebte schnell, auch das Einfangen stellt sich als wenig schwierig heraus. Doch leider ist nicht nur Milo hinter der Enthüllungsreporterin her. Sie ermittelt gerade in einem brisanten Fall und ist einer großen Verschwörung auf der Spur. Auch Milo hat sich in der Gangster-Szene nicht gerade Freunde gemacht, Wettschulden jagen ihm immer wieder Geldeintreiber auf den Hals. So gestaltet sich die ursprünglich als einfach und spaßig gedachte Überführung der Ex-Frau als eher schwieriges und teilweise gefährliches Unterfangen.

Auf dieser Schiene funktioniert sowohl der Witz und die Unterhaltung, als auch die Chemie der beiden Hauptakteure. Garniert wird das ganze durch ein paar witzige Nebenfiguren, wie Nicoles Mutter Kitty, herrlich überzogen dargestellt von Christine Baranski (Mamma Mia!), oder auch den nervigen Kollegen Stewart, der einfach nicht akzeptieren kann, dass Nicole nichts von ihm will. Der Film überzeugt durch Tempo, Situationskomik und gut aufgelegte Schauspieler, die sichtlich Spaß am Ärgern des anderen haben.

Doch leider gibt es auch noch die romantische Komponente und genau die ist es, die den Film zurück ins Mittelmaß wirft. Absolut unkreativ, konstruiert und teilweise unpassend kommt die Romanze ins Spiel. Jedem, der schon einmal eine romantische Komödie gesehen hat, ist von Anfang an der Ausgang der Geschichte klar. Streng nach Baukastenprinzip wandelt sich die Beziehung der beiden Hauptfiguren von "ich hasse dich" zu "eigentlich mag ich dich ja immer noch" bis hin zu "wir hätten uns niemals trennen dürfen". Dabei bremsen gerade im späteren Verlauf diese Szenen, die die Gefühle der beiden wieder aufflammen lassen, unheimlich das Tempo. Ganz besonders die Übernachtung im Hotel, in dem die frisch verheirateten Milo und Nicole ehemals ihre Flitterwochen verbrachten, hätte man sich komplett sparen oder sie zumindest abkürzen können. Zwar kommt direkt im Anschluss wieder Fahrt auf, doch der Spaß am Film wird merklich getrübt. Auch das Ende hätte schematischer nicht sein können, was äußerst schade ist. Gerade mit Gerard Butler, dem Macho-Arschloch schlechthin, hätte man den Mut aufbringen und zumindest zum Schluss aus Schema-F ausbrechen können. Doch leider wurde hier wohl mehr Wert auf Befriedigung der romantischen Gefühle der Massen, als auf Innovation gelegt.

Glücklicherweise überwiegt der lustige, tempo- und actionreiche Teil, so dass der Film dennoch einen vergnüglichen Abend im Kino verspricht. Wer schon Die nackte Wahrheit mochte und sich bei Action Komödien mit obligatorischem Romantik-Alarm amüsieren kann, der sollte sich Der Kautions-Cop nicht entgehen lassen.

Keine weitere Wertung


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