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Iron Man 2

(Iron Man 2, 2010)

Dt.Start: 06. Mai 2010
DVD: 07. Oktober 2010
Premiere: 30. April 2010 (UK)
FSK: ab 12 Genre: Action, Sci-Fi
Länge: 125 min Land: USA
Darsteller: Robert Downey Jr. (Tony Stark / Iron Man), Scarlett Johansson (Natasha Romanoff / Black Widow), Gwyneth Paltrow (Pepper Potts), Mickey Rourke (Ivan Vanko / Whiplash), Samuel L. Jackson (Nick Fury), Paul Bettany (Jarvis), Sam Rockwell (Justin Hammer), Leslie Bibb (Christine Everhart), Jon Favreau (Hogan), Olivia Munn (Melina Vostokoff / Iron Maiden), Kate Mara (Bethany Cabe), Don Cheadle (Col. James 'Rhodey' Rhodes / War Machine), John Slattery (Howard Stark), Clark Gregg (Agent Coulson), Stan Lee (Larry King), Helena Mattsson (Rebecca), Tim Guinee (Major Allen), Garry Shandling (Senator Stern), Anya Monzikova (Rebekah)
Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Justin Theroux, Stan Lee


Inhalt

Nachdem das Doppelleben des Milliardärs Tony Stark nun der breiten Öffentlichkeit bekannt ist, setzt das Militär alles daran, an die geheime Technologie des Iron Man-Anzuges zu gelangen. Aus Angst, diese könne in die falschen Hände geraten, behält Stark jedoch sämtliche Informationen zurück. Doch nicht nur in fremden Diktaturen gibt es Feinde, und schon bald kämpft Tony Stark um sein Leben.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Iron Man 2 hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 77%
Kurzkritik
von Albert Imroth
Wertung von 68 für Iron Man 2

Iron Mans zweiter Solo-Auftritt vor dem Superhelden-Klassentreffen Marvel's The Avengers lässt leider die gelungene Mischung vermissen, die den ersten Teil so ausgezeichnet hat. Nachdem man Tony Stark als stählernen Helden eingeführt hat, lässt man ihn nun gleich an mehreren Fronten kämpfen: ein mächtiger Gegenspieler, geschäftliche Konkurrenz, Beziehungsstress, eine belastete Freundschaft und die eigene Gesundheit. Der Versuch, die Story komplexer und dramatischer zu machen, führt vielmehr zu einer recht verworrenen Erzählung ohne echten Spannungsbogen, während der vor allem die so wichtigen Nebenfiguren auf der Strecke bleiben. Besonders Mickey Rourke bekommt als Whiplash nicht genug Raum, um wirklich etwas aus seiner Rolle zu machen. Zwar können der quasi immer sehenswerte Robert Downey Jr., die Neubesetzung von James Rhodes mit Don Cheadle (Ocean's Eleven bis Ocean's 13) und das rasante Finale für viele Schwächen entschädigen, aber ein großer Wurf ist Iron Man 2 leider nicht geworden. Bleibt abzuwarten, wohin ein Wechsel auf dem Regiestuhl den beliebtesten Avenger bringen wird.

Kritik

von Julian Reischl
Iron Man 2 hat eine Wertung von 85%
Ein technisch beeindruckender, auch sonst ausgefeilter Actionkracher aus dem Marvel-Universum. Die Geschichte schließt an den Vorläufer Iron Man an, doch diesmal muss Tony Stark sich mit mehreren Feinden auseinandersetzen, nicht zuletzt auch aus den eigenen Reihen. Die solide Länge von 125 Minuten vergeht wie im Fluge und ohne die kleinste Durststrecke. Der perfekte Unterhaltungsfilm für Marvel- und Actionfans.

Bild aus Iron Man 2 Nach seiner öffentlichen Bekanntmachung, hinter dem mysteriösen Iron Man zu stecken, musste der Hightech-Magnat Tony Stark konsequenterweise auch persönlich antreten und für Frieden an den Krisenherden dieser Welt sorgen. Und tatsächlich: Seit er als unbesiegbarer Iron Man unterwegs ist, herrscht tatsächlich Frieden. Mit einer ein Jahr dauernden Technologiemesse in seinem riesigen Forschungszentrum will Stark nun allen Forschern der Welt die Gelegenheit geben, ihre Fähigkeiten in einen Topf zu werfen, um endlich nachhaltig die Welt zu verbessern.

Doch nun will das US-Militär an die Technik hinter dem Exoskelett, denn das Gewaltmonopol steht nur dem Staat zu und niemals einem Privatmann, und sei der auch noch so linientreu. Stark stellt sich natürlich quer, denn genaugenommen handelt es sich bei seiner Rüstung eigentlich um gar keine Waffe, sondern eine Art aufwendige Gehhilfe mit gewissen Extras. Mit einer eindrucksvollen Vorführung der fehlgeschlagenen Versuche anderer Regierungen, selbst solche Kampfanzüge zu entwickeln, stiehlt Stark bei der Senatsanhörung die Show. Die eigentlich als Niederlage für ihn geplante Veranstaltung wird zum erneuten Triumphzug für den Medienliebling Tony Stark.

Was jedoch keiner weiß: Tony Stark schreitet trotz seines praktisch unermesslichen Reichtums und allem technischem Schnickschnack, den man sich nur vorstellen kann, einem baldigen Tod entgegen. Das Palladium, mit dem er seinen kleinen im Brustkorb verbauten Reaktor, und damit auch seinen Kampfanzug, antreibt, zerfällt im Betrieb und ergießt sich in seine Blutbahn. Die Konsequenz ist eine stetig steigende Konzentration des Edelmetalls in Starks Blut. Je höher der Level des Palladiums, desto benebelter ist Tony Stark.

Zum Forschen nach einer saubereren Energiequelle kommt Stark jedoch auch nicht, denn zum einen quält man ihn mit der Anhörung in Washington, dann ist da noch die Sache mit der Führungsposition für Pepper Potts bei Stark Industries (jemand muss die Geschäfte ja leiten), und zum anderen taucht auch noch ein Ivan Vanko auf, von dem Stark noch nie gehört hat.

Ivan Vanko erregt Starks Aufmerksamkeit mit einem furiosen Auftritt bei einem Autorennen in Monaco. Der Sohn des ehemaligen Geschäftspartners von Tony Starks Vater ist ebenfalls ein fähiger Physiker und hat von diesem eine Menge Baupläne und Skizzen für revolutionäre Erfindungen geerbt. Da die beiden Väter ihre Grundlagenforschung als Team betrieben haben, hat Vanko so ziemlich alle Kenntnisse zur Hand, die auch Stark zur Verfügung stehen, wenn auch deutlich geringere finanzielle Mittel. Vanko Senior wurde nämlich dereinst aus politischem Kalkül aus den USA nach Russland ausgewiesen und von den Russen wiederum nach Sibirien deportiert, was Stark Senior seinem Sohn Tony jedoch nie erzählte.

Während Tony Stark also einer Palladiumvergiftung immer näher kommt und dadurch immer irrationaler wird, das Militär nichts unversucht lässt, um an Starks Technologie zu kommen und Ivan Vanko als Whiplash zeigt, dass Iron Man eben doch nicht allem und jedem haushoch überlegen ist, agiert hinter den Kulissen auch noch der konkurrierende Waffenproduzent Justin Hammer gegen Stark. Kein Wunder, dass dessen Freunde und Verbündete sich mehr und mehr zurückziehen und Tony Stark bald ganz alleine dasteht. Und ausgerechnet diesen Moment sucht sich Ivan Vanko aus, um seinen massiven Gegenangriff auf Tony Stark zu starten: Er konnte sich nämlich mit Hilfe von Justin Hammer eine kleine Armee von Iron Man-artigen Kampfrobotern bauen, die er nun gnadenlos auf Stark loslässt.

Grundvoraussetzung für den Genuss dieses Filmes ist die Kenntnis des ersten Teils, es bedarf keiner weiteren Kenntnisse aus dem Marvel-Universum. Natürlich hält der Film für Marvel-Fans nicht wenige Anspielungen und Insidergags parat, für ein ordentliches Kinovergnügen brauchen diese aber nicht bekannt zu sein.

Dreh- und Angelpunkt des Films sind natürlich die Actionszenen, von denen es mehr als genug gibt, um Fans zufrieden schnurren zu lassen. Tatsächlich dürfen die Actionszenen als so gut wie perfekt bezeichnet werden, sind rasant choreographiert und rasend schnell inszeniert, doch verliert man - nicht zuletzt aufgrund der farblichen Unterschiede der diversen Kampfteilnehmer - nie den Überblick. Nur die Tatsache, dass es zu keinem Zeitpunkt und bei all den Schießereien Verletzte zu geben scheint, ist schon etwas befremdlich.

Was die feinen Zwischentöne betrifft, so beweist Regisseur Jon Favreau, im Film auch zu sehen als Starks Assistent Hogan, ein geschicktes Händchen. Sowohl die Liebesgeschichte zwischen Stark und Pepper Potts, als auch die Freundschaft zwischen Stark und Col. James Rhodes, als auch die Abneigung zwischen Stark und Hammer erhalten mehr als nur das absolute Minimum an Platz in der Geschichte. Hinzu kommen die absolut aufregende Anwesenheit von Scarlett Johansson als Natasha Romanoff, komplett mit einer ironisch augenzwinkernden Kampf-Performance, sowie ein getriebener, gnadenloser und dabei auch ohne viele Facetten bestens funktionierender Mickey Rourke als Ivan Vanko.

Besondere Erwähnung verdient das Schauspiel von Robert Downey jr., der einen Applaus allein dafür verdient hat, sich erfolgreich von seiner Drogensucht losgerissen zu haben und der sich danach mit viel Disziplin und frühem Aufstehen eine beeindruckende neue Filmkarriere erarbeitet hat. Downey schultert als Titelfigur praktisch den kompletten Film alleine, und erlaubt sich nicht einen Ausbrecher, nicht ein Augenzwinkern, das "jetzt nicht so gut" zur Figur passen würde. Entweder ist Favreau ein teuflischer Regisseur oder Downey ein Perfektionist.

Iron Man 2 ist ein absolut solider Unterhaltungsfilm für Actionfans, der in nicht wenigen Bereichen zeigt, wie zukünftige Technologien aussehen könnten, wenn die Frage der Energieversorgung erst einmal gelöst ist. Leseratten erkennen deutliche Parallelen zu manchem Science-Fiction-Klassiker, doch Exoskelette, Bionics und Kampfanzüge kommen ja praktisch überall vor. Definitiv ein feiner Actionknaller für den aufgedrehten Kinoabend mit den Kumpels.



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