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D-Tox - Im Auge der Angst

(Eye See You, 2002)

Durchschnittliche Redaktionswertung

67%



Inhalt

Cop Jake Malloy bricht unter der Grausamkeit seines Jobs zusammen und verliert sich im Alkohol. Er landet in einer Rehabilitationsklinik die auf Cops wie ihn spezialisiert ist. Doch viel Zeit zum kurieren bleibt ihm nicht, als plötzlich ein Kollege nach dem anderen niedergeschnetzelt wird.

Kritik

von Thorsten Woner

Wertung Kritik

67%

Sly-hau-drupp-Stallone als seelenzerbrochener Alkoholiker, eine klaustrophobische Rehabilitationsklinik irgendwo im verschneitem Nirgendwo und ein unbekannter Killer der in dieser welchen Reha fröhlich seiner Blutlust fröhnt. Die besten Vorraussetzungen für ein dumpfschnöseliges Klopper-B-Movie. Doch Hallelujah meine Gebete wurden erhört und ich vom Schlimmsten bewahrt. Während die, mittlerweile aussortierten, 80er Jahre Zerstörer Herr Schwarzenegger und Herr Seagal immer mehr in einem mimischen Spiel eines Ikea-Kleiderständers versumpfen und nur noch Filme hinschlabbern die so aufregend sind wie ein naßer Bohneneintopf, trumpft Sylvester Stallone, leider unter Ausschluß der Öffentlichkeit, immer mehr zu beachtlicher Tiefsinnigkeit auf. Denn wenn er will dann kann er auch.

Der Film an sich ist ein solider Thriller, schnörkellos und nicht allzu kompliziert in seiner Auflösung (was gleich gut wie auch belanglos ist) spielt die meiste Zeit in nur einem Gebäude welches so kaputt und eiskalt düster ist, daß man sich an beste Nostromo-Zeiten erinnert fühlt und die Besetzung meistert sich durch allerlei Gesichter beliebter Nischenstars. In seinen besten Momenten fröstelt der Film seinem großen Bruder Sieben in wohligem Schauer nach und schafft tatsächlich hier und da ein Gänsehäutchen beim Zuschauer auszulösen. Kkurzer Gruß und lieben Dank an die FSK für die mehr als großzügige Freigabe ab 16, mehr als großzügig. Aber knapp-unbedingt sehenswert wird der Film durch Sylvester Stallone, der seiner klasse Cop Land-Darstellung noch eines draufsetzt und von mir an dieser Stelle meinen aller höchsten Respekt erwiesen bekommt. Es würde sich fast schon lohnen einen Nachruf auf den vereinsamtesten Charaktermimen Hollywoods zu schreiben der leider nie eine Chance bekommen hat. Natürlich werden die Kubrickisten unter Euch einelichtmillionenmal aufstöhnen wenn ich hier in diesem Maße von Stallones mimischen Fähigkeiten schwärme, aber ganz objektiv betrachtet muß man hier von einer tollen Leistung sprechen.

Reicht das für eine Kinokarte? Sollte man sich die Mühe machen am heiligen Samstag Abend im verschwitzten Gedränge einer Videothek um das letzte Exemplar D-Tox - Im Auge der Angst zu kämpfen? Wie schon gesagt, der Film ist an sich ein solider Thriller dem man nicht wirklich böse sein kann, zurückhaltend in seinem Ideenreichtum und schleichend leise im Aufbau erfüllt er zwar keine Blockbustergelüste, ist aber auf jeden Fall unterhaltsamer als eine Videopremiere. Natürlich ist auch hier die altbekannte Killerlogik vorhanden und man fragt sich immer wieder warum die bösen Murkser eigentlich immer schneller und hellhöriger sind als seine Opfer aber bis Kevin Williamson aus seinem Mainstreamkoma erwacht und uns die passende Antwort auf diese Frage liefert, wollen wir mal großzügig daran vorbeigrübeln. Und wer gar nicht glauben mag, daß Stallone fähig ist ganze Szenen mit feinen, nuancierten Gesten und Blicken zu tragen, der wird hier eines besseren belehrt werden. Mr. Stallone falls sie irgendwann einmal meine Review lesen sollten: Gut gemacht Junge!

Keine weitere Wertung


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