Small Town Secret - Jede Stadt hat ihr Geheimnis Poster

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Small Town Secret - Jede Stadt hat ihr Geheimnis

(Elsewhere, 2009)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 08. Januar 2010
Premiere: 15. Januar 2009 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Krimi, Mystery, Thriller
Länge: 100 min Land: USA
Darsteller: Tania Raymonde (Jillian), Anna Kendrick (Sarah), Paul Wesley (Billy), Chuck Carter (Jasper), Olivia Dawn York (Darla Tod), Jeffrey Daniel Phillips (Officer Berg), Shannon Holt (Patty Melville), Kinna McInroe (Candy), Jon Gries (Mr. Tod), Dan Flannery (Mr. Palomino), Suzanne Lang (Maureen), Eddie Martinez (Jonas), Joshua Swanson (Chris), Holi Tavernier (Janet Melville)
Regie: Nathan Hope
Drehbuch: Nathan Hope


Inhalt

Sarah und Jillian sind beste Freundinnen und haben keine Geheimnisse. Jillian hat das öde Landleben zunehmend satt und betätigt sich intensiv im Internet, um dort endlich den Mann zu finden, der sie in die große Welt mitnimmt. Als sie eines Tages spurlos verschwindet, macht sich Sarah auf die Suche nach Hinweisen und dem Verbleib ihrer Freundin. Ihr einziger Anhaltspunkt ist eine Videobotschaft, die sie von Jillian erhalten hat. Bei ihrer Suche stößt sie auf Schweigen und ein dunkles Geheimnis und gerät bald selbst in Gefahr.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Small Town Secret - Jede Stadt hat ihr Geheimnis hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 53%
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Kritik

von Benjamin Schieler
Small Town Secret - Jede Stadt hat ihr Geheimnis hat eine Wertung von 53%
Als in einem US-Kaff die Dorfzicke Jillian (Serienstar Tania Raymonde, Lost, Cold Case) verschwindet, sind die wenigsten Bewohner überrascht. Nur die beste Freundin Sarah (Anna Kendrick, Twilight - Biss zum Morgengrauen macht sich Sorgen und stellt Nachforschungen an, durch die sie selbst in Gefahr gerät. Small Town Secret - Jede Stadt hat ihr Geheimnis bietet solide Schocker-Unterhaltung, hält aber nur wenig Überraschungen bereit.

Bild aus Small Town Secret - Jede Stadt hat ihr Geheimnis Was ist das nur für eine Zicke? Allein ihr Auftreten: provozierend. Ihr Verhalten: rebellisch bis zum letzten Marihuana-Zug. Und doch: tief im Innern ein verirrtes Wesen, das einfach in die falsche Welt hineingeboren zu sein scheint. Jillian fühlt sich unwohl in der einengenden Wirklichkeit ihres kleinen Dorfes. Nur gegenüber ihrer besten und weitaus braveren Freundin Sarah zeigt sich "Da Bitch", wie sich Jillian nennt, von ihrer verletzlichen Seite. Ihre Eintrittskarte in die große weite Welt sieht Jillian durch ein freizügiges Profil in einer Internet-Partnerbörse gelöst. Doch eben dieses Profil, das den Männern reihenweise den Kopf verdreht, wird ihr zum Verhängnis. Jillian verschwindet - und Sarah, die nicht an die kolportierte Ausreißer-Theorie der Polizei und Jillians feindseliger Mutter glaubt, fürchtet Schlimmstes. Gemeinsam mit dem Computerfreak Jasper (Chuck Carter) macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Hauptdarstellerin Anna Kendrick wurde jüngst für ihre Rolle in Jason Reitmans Up In the Air von den Kritikern mit Lob und Begeisterung überschüttet und heimste prompt eine Oscar-Nominierung ein. Zwischen ihren Auftritten als Natalie Keener und Sarah liegt faktisch nicht viel Zeit, darstellerisch aber Welten. Während sie als Keener das beachtliche Potenzial ihrer Rolle voll ausschöpfte, bleibt ihr in Small Town Secret - Jede Stadt hat ihr Geheimnis nur wenig Raum zum Glänzen. Kendrick ist darin eine Teenie-Darstellerin in einem Teenie-Film.

Erhärtet wird dieser Verdacht durch eine kaum nachvollziehbare Marketing-Entscheidung der DVD-Macher. "Was passierte letzten Sommer?" ist da als Untertitel auf der Hülle zu lesen, womit automatisch Assoziationen zu Werken hergestellt wird, von denen man glaubte, sie glücklicherweise längst verdrängt zu haben. Der Film verliert durch die Verbindung mit Horrortrash der späten 90er Jahre das letzte Stück an Individualität. Der Regisseur und Drehbuchautor Nathan Hope, bislang überwiegend als Kameramann im Serien-Business tätig, beweist zwar einige nette Einfälle. Seiner bisherigen Karriere entsprechend spielt er mit Kameraeinstellungen oder Zeitraffer-Bildern. Auch durch die einfallsreichen Opening-Credits oder dem viel versprechenden Beginn im Gesamten kann Hope punkten. Allein: Überraschungen hat die Handlung nur wenige parat. Ein paar Schocker halten den genreinteressierten Zuseher bei Laune, die Hintergründe der Geschichte sind jedoch bereits früh zu erahnen.

Hinzu kommen kaum ausdifferenzierte Charaktere, wie einem Baukasten für Horrorfilme entnommen: der Polizist, der nicht an ein Verbrechen glaubt. Oder die viel beschäftigte Mutter, die sich immer mehr von ihrer Tochter entfremdet. Oder der Rowdy und sein Gegenstück, ein computerbegabter und im Grunde genommen herzensguter Außenseiter. Was bleibt? Das Prädikat "ganz nett". Mehr nicht.



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