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Ein Engel im Winter(Afterwards, 2008)
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nicht bekannt DVD: 08. Januar 2010
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Premiere: |
07. September 2008 (Toronto Film Festival, Kanada) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Mystery, Thriller |
| Länge: |
104 min
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Land: |
Deutschland, Frankreich, Kanada |
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Darsteller:
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Romain Duris (Nathan), John Malkovich (Doctor Kay), Evangeline Lilly (Claire), Pascale Bussières (Anna), Sara Waisglass (Tracey), Reece Thompson (Jeremy) |
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Regie:
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Gilles Bourdos |
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Drehbuch:
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Michel Spinosa, Gilles Bourdos |
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 Inhalt
Nathan ist erfolgreich im Job als brillanter Anwalt, aber glücklos in der Liebe. Nachdem sich seine große Liebe Claire von ihm scheiden ließ, ist er am Boden zerstört. In dieser Phase seines Lebens begegnet er dem mysteriösen Doktor Kay, der angeblich Menschen aufsucht, die nicht mehr lange zu leben haben. Er will ihnen helfen, alles Wichtige in Ordnung zu bringen, bevor die Lebenszeit abgelaufen ist. Nathan glaubt ihm zunächst kein Wort und kommt bald hinter den wahren Grund des Besuchs. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Benjamin Schieler
Als alkoholkranker CIA-Analytiker, dem brisante Daten abhandenkommen, wütete und brüllte sich John Malkovich 2008 durch Burn After Reading von den Coen-Brüdern. Im frankophil angehauchten Mystery-Thriller Ein Engel im Winter wartet man auf Gefühlsausbrüche des Charakterdarstellers vergeblich. Malkovich mimt darin einen Mann, der Sterbende auf ihrem letzten Gang begleitet. Er tut dies mit stoischer Zurückhaltung - und trägt dadurch entscheidend zur besonderen Stimmung des Filmes bei.
Stolz und doch schüchtern schwimmt der Schwan auf dem See, an dem die beiden Kinder Claire und Nathan spielen. Es ist eine friedliche Szenerie, deren Ruhe jedoch mit einem Schlag vorbei ist. Claire bricht auf dem morschen Steg ein und droht zu Ertrinken. In Panik rennt Nathan zum nahegelegenen Elternhaus, um Hilfe zu holen, und wird an der Straße von einem Auto erfasst - tödlich, wie es scheint. Doch Nathan kehrt zurück. Jahre später arbeitet er (dargestellt von Romain Duris, bekannt aus L' Auberge Espagnole - Barcelona für ein Jahr) als brillanter Anwalt in New York. Dort erhält er Besuch von einem geheimnisvollen Arzt. Dr. Joseph Kay (Malkovich), der eine Palliativstation leitet, besitzt als so genannter Bote die verhängnisvolle Fähigkeit, das Lebensende von Menschen nahen zu sehen. Nathan bekommt es mit der Angst zu tun und nimmt persönlichen Kontakt zu seiner Tochter und zur Ex-Frau auf: Claire (Evangeline Lilly, Tödliches Kommando - The Hurt Locker).
Der Tod kündigt sich in Schönheit an. Ein gleißend weißes Licht umgibt die Sterbenden in Ein Engel im Winter, sichtbar nur für Dr. Kay, wenn dieser wieder einmal einem Todgeweihten begegnet. Es scheint dann so, als kündige sich tatsächlich die Zukunft an, als seien diese Menschen auf Abruf künftige Engel. Denn der Plan des Todes ist ultimativ nicht zu durchkreuzen. Mit dieser frustrierenden Einsicht sieht sich auch Nathan bald konfrontiert, der von Kay in dessen Geheimnisse eingeweiht wird. Und ähnlich wie dem krebskranken 17-jährigen Jeremy (Reece Daniel Thompson) in Kays Hospiz fällt es Nathan schwer, diese dunkle Wahrheit zu akzeptieren.
Der Vergleich von wissentlich und unwissentlich Sterbenden spielt eine große Rolle im Film von Regisseur Gilles Bourdos, der gemeinsam mit seinem Drehbuch-Mitautoren Michel Spinosa den Bestseller-Roman "Ein Engel im Winter" von Guillaume Musso (im Original: "Et après...") adaptierte. Bourdos schnörkellose Inszenierung und das Schauspiel von Malkovich tragen entscheidend zur besonderen Darstellung des Todes bei. Das große Mysterium, der Endpunkt des Lebens, fasziniert und ängstigt die Menschheit seit jeher, egal ob in Filmen, in der Literatur, der Philosophie oder der Forschung. Er gilt als großes Tabuthema, ruft viele extreme Emotionen oder Reaktionen hervor: Wut etwa, Schock, Verneinung. Kay aber, jener letztlich hilflose Begleiter, gibt als Stoiker dem Unausweichlichen seine Natürlichkeit zurück. Der Tod erscheint dadurch auch für den Zuschauer buchstäblich in einem anderen Licht - zumindest für einige Momente.  Weitere interessante Filme
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