| Dt.Start: |
nicht bekannt DVD: 15. Februar 2011
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Premiere: |
22. Januar 2009 (Sundance Film Festival, USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
102 min
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Land: |
UK |
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Darsteller:
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Peter Capaldi (Malcolm Tucker), Tom Hollander (Simon Foster), Gina McKee (Judy Molloy), James Gandolfini (Lt. Gen. George Miller), Chris Addison (Toby Wright), Anna Chlumsky (Liza Weld), Paul Higgins (Jamie MacDonald), Mimi Kennedy (Karen Clarke), Alex Macqueen (Sir Jonathan Tutt), Olivia Poulet (Suzy), David Rasche (Linton Barwick), James Smith (Michael Rodgers), Zach Woods (Chad), Enzo Cilenti (Bob Adriano), Johnny Pemberton (A.J. Brown) |
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Regie:
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Armando Iannucci |
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Drehbuch:
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Jesse Armstrong, Simon Blackwell |
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Dass Krieg durchaus lustig sein kann, haben wir in filmischer Form schon des Öfteren erlebt. In Armando Iannuccis Kinoadaption der Serie The Thick of It zeigt er auf satirische Art und Weise die Reaktion auf einen möglicherweise bevorstehenden Krieg. Dabei versteht er es, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, auch wenn er sich dabei um eine größere Zielgruppe bringt.
In Deutschland bisher noch gar nicht erschienen, gilt die britische Serie The Thick of It durchaus als kultiger Geheimtipp. Die von Armando Iannucci geschaffene Sitcom nimmt das politische Geschehen Englands auf die Schippe und ist vor allen Dingen bekannt dafür, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt. Nach den ersten beiden Staffeln bekam Iannucci die Möglichkeit, ein Spin-Off im Spielfilmformat zu inszenieren und wurde hierfür prompt für den Drehbuchoscar nominiert.
Für was eine kleine, etwas unglücklich formulierte Bemerkung eines Staatsangestellten sorgen kann: Plötzlich wird hinter jeder Ecke ein bevorstehender Krieg erwartet und es gibt keinerlei Aussicht, die in Gang gesetzte Lawine bremsen zu können. Also geht die Reise für einige englische Parlamentsmitglieder nach Amerika, um das Chaos vor Ort zu begutachten und gegebenenfalls einzudämmen.
Für Nichtkenner der Serie dürfte der Beginn den Zuschauer fast wie ein Schlag ins Gesicht treffen: Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit feuern die Figuren sich gegenseitig die Dialogsalven um die Ohren, dass es nur so kracht. Dass es dabei nicht gerade zimperlich zur Sache geht, wird sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein, wer sich aber auf die nicht immer sympathischen Charaktere einlässt, bei dem dürfte kein Auge trocken bleiben.
Inszeniert hat Iannucci die Kinovariante seiner Serie im trendigen Mockumentarystil. Gänzlich ohne musikalische Untermalung und mit dem exzessiven Einsatz von zoomenden Wackelkameras sorgt diese Art der Inszenierung für einen gewissen Grad an Realismus, der bei einer Politsatire sicherlich nicht fehl am Platze ist.
Peter Capaldi mag man in seiner Rolle des dauerfluchenden Malcolm Tucker lieben oder hassen. Fest steht jedoch, dass seine Leistung diesen Film überhaupt erst so richtig ins Rollen bringt. Aber auch das weitere Cast ergänzt sich ohne zu glänzen prächtig und wer Tony Soprano James Gandolfini mal in einer ganz anderen Rolle in Interaktion mit Kinderspielzeug sehen möchte, der dürfte hier genau richtig sein.
Kabinett außer Kontrolle ist sicherlich nicht unbedingt für die breite Masse geeignet. Wer sich jedoch gerne von politischen Veralberungen amüsieren lässt, der sollte diesem schrägen Mix aus Burn After Reading und Der Krieg des Charlie Wilson durchaus eine Chance geben.