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A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn(A Beautiful Mind, 2001)
| Dt.Start: |
28. Februar 2002
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Premiere: |
13. Dezember 2001 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
134 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Russell Crowe (John Nash), Jennifer Connelly (Alicia Nash), Ed Harris (Parcher), Christopher Plummer (Dr. Rosen), Paul Bettany (Charles), Adam Goldberg (Sol), Josh Lucas (Hansen), Vivien Cardone (Marcee), Anthony Rapp (Bender), Jason Gray-Stanford (Ainsley), Judd Hirsch (Helinger), Austin Pendleton (Thomas King), Victor Steinbach (Professor Horner), Tanya Clarke (Becky), Thomas F. Walsh (Captain) |
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Regie:
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Ron Howard |
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Drehbuch:
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Sylvia Nasar, Akiva Goldsman |
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Inhalt
John Forbes, Mathematikgenie und Freshman an der Princeton University arbeitet lieber für sich allein, anstatt mit seinen Komilitonen die Vorlesungen zu besuchen. Er ist auf der Suche nach einer revolutionären mathematischen Theorie, die ihm zu großem Ansehen verhelfen soll. Als er eine solche tatsächlich entwickelt, gehört plötzlich auch das Pentagon zu seinen Auftraggebern, Als bei John Nash jedoch eines Tages Schizophrenie diagnostiziert wird, gerät sein Leben und das seiner Frau Alicia urplötzlich aus den Fugen. |  |
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Dies ist ein Film wie er nur aus Hollywood kommen kann. Erzählt wird die außergewöhnliche Lebensgeschichte des Mathematikers John Forbes Nash, der zu den brillantesten Denkern des letzten Jahrhunderts zählt und Zeits seines Lebens mit einer unheilbaren Krankheit, der Schizophrenie und der damit verbundenen Paranoia zu kämpfen hatte. Ron Howard gelang ein recht einfühlsamer und bewegender Film, der es dem Zuschauer ein Stück weit ermöglicht, selbst zu erleben was solch eine Krankheit für den Betroffenen und sein Umfeld bedeutet. Dazu bediente er sich eines Kniffes der mittlerweile zwar nicht mehr zu den originellsten zählt, seine Wirkung jedoch auch diesmal nicht verfehlt. In bewegenden Bildern führt uns Howard durch die Windungen eines ebenso genialen wie auch verrückten Verstandes, hält dabei gekonnt die Balance zwischen romantischen, tragischen und witzigen Momenten.
Das einzig entäuschende an der ganzen Sache sind die vielen Änderungen die an John Nashs Biografie durchgeführt werden mußten, damit diese den Anforderungen eines Hollywood-Films auch gerecht wird. Mit keinem Wort wird Nashs Homosexualität erwähnt, sein uneheliches Kind sucht man ebenfalls vergebens und wenn man sich ein wenig mit dem wahren Leben des Ausnahmedenkers beschäftigt fallen einem da noch so einige andere Dinge ins Auge die in der Filmversion keinen Platz finden durften. Dafür bekommt man eine Geschichte über die Kraft der Liebe und den Schutz der Familie geboten, zwei für den Menschen essentielle Dinge mit denen man sogar eine unheilbare Krankheit in den Griff bekommt. Ron Howard verstand es jedoch Kitsch und Schmalz in Grenzen zu halten und einen streckenweise sehr intensiven Film abzuliefern, der einen fesselt und bewegt. Die Frage bleibt allerdings trotzdem, wieviel das ganze noch mit dem Leben von John Nash zu tun hat.
Obwohl es einem doch ein wenig sauer aufstößt, daß eine ungemein interessante Geschichte jeglicher Ecken und Kanten beraubt wird, damit sie als moralisch einwandfreie und in sich abgerundete Familienunterhaltung durchgeht, entschädigen die phänomenalen schauspielerischen Darbietungen für alles. Russell Crowe war nie besser, liefert in A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn seine bis dato mit Abstand beste Leistung ab. Zwei Stunden lang nimmt sich der Mann als Schauspieler völlig zurück und verwandelt sich schlicht und ergreifend in eine andere Person. Crowe spielt nicht John Nash, er ist es ganz einfach, so überzeugend ist Crowes subtile Darstellung bis zur kleinsten Geste, bis zum winzigsten Detail ausgearbeitet. Auch Jennifer Connelly zeigt nach Requiem for a Dream erneut welch grandiose Schauspielerin in ihr steckt und liefert eine weitere beachtliche Leistung ab. Erwähnenswert sind auch Ed Harris und der wie immer wunderbare Paul Bettany, die ebenfalls in ihren Rollen aufgehen und zu überzeugen vermögen. A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn ist spannendes, ergreifendes und gut gespieltes Kino, welches das Leben allerdings oftmals nicht so zeigt wie es ist, sondern so wie man es sich in Hollywood eben vorstellt. |  | | von Thomas Brendel |

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