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Chaos

(Chaos, 2005)

Durchschnittliche Redaktionswertung

36%



Inhalt

Detective Conners ist ein Cop mit ganz eigenen Vorstellungen. Aufgrund dieser Tatsache wurde er vom Dienst suspendiert. Doch als eine Bank überfallen wird und die Räuber sich mit Geiseln darin verschanzen, muss Conners plötzlich eingreifen. Der Kopf der Bande, Lorenz, verlangt ausdrücklich den raubeinigen Polizisten, um ausschließlich mit ihm verhandeln zu können. Als die Geiselnahme endlich beendet werden kann, bleiben mehr Fragen als Antworten zurück und es deutet sich eine Verschwörung bis in die höchsten Ebenen an.

Kritik

von

Wertung Kritik

36%

Ein Banküberfall mit Geiselnahme, bei dem nur ein Schließfach geöffnet und eine einzige Forderung gestellt wird: der Fall soll einem unehrenhaft entlassenen Detective übertragen werden. Die Story klingt auf den ersten Blick nach einem tollen Katz und Mausspiel, zieht sich aber über die erste Hälfte wie Kaugummi. Trotz guter Grundideen kann Chaos über weite Strecken, vor allem in der Umsetzung, nicht überzeugen.

Bild aus Chaos Tony Giglios Idee zu seinem Drehbuch war es, sich mit der sogenannten "Chaos-Theorie" zu beschäftigen. Diese besagt, dass eine geringfügige Veränderung der Anfangsbedingung in einem komplexen, dynamischen System, zu einem völlig anderen Endergebnis führen kann. Klingt auf den ersten Blick sehr kompliziert, weshalb Edward N.Lorenz den Vorgang am Beispiel des "Schmetterlingseffekts" zu vereinfachen versuchte: "Schwingt in Brasilien ein Schmetterling mit den Flügeln, folgt eine Schwingung der gesamten Atmosphäre, was einen Tornado in Mexiko auslösen kann". Diesen Ausbruch an Komplexität kann man leider in Chaos zu keinem Zeitpunkt erwarten. So sehr die Dialoge darauf abzielen, diesen Begriff immer wieder einfließen zu lassen, gelingt es Tony Giglio einfach nicht, dies glaubhaft in die Story einzubauen.

In der ersten Hälfte des Films hat man im wahrsten Sinne des Wortes das Gefühl, dass einfach gar nichts passiert und sich die Story wie Kaugummi zieht. Alleine auf die Idee zu kommen, aus Jason Statham und Ryan Philippe ein Cop-Gespann zu kreieren, ist so absurd, dass es kaum verwundert, dass diese Beiden zu keinem Zeitpunkt harmonieren. Seit man denken kann, funktionieren solche Partnerschaften nur auf der Leinwand, wenn es interessante Aspekte in deren Beziehung zueinander gibt. Diese werden hier völlig ignoriert. Weder ist Statham ein richtiger Mentor für Philippe, noch necken sich die beiden, noch sind sie sonderlich gut befreundet. Es entsteht der Eindruck, dass sie nur dazu da sind, sich über den Fall zu unterhalten, damit der Film vorran kommt.

Wer sich von der Besetzung mit Wesley Snipes und Jason Statham ein Actionfeuerwerk erwartet, ist leider schief gewickelt, denn die beiden treffen, auch wenn sie Kontrahenten sind, so gut wie gar nicht aufeinander. Auch die übliche Coolness, Sprücheklopferei und Härte fehlt beiden bis zum Schluss.

Doch nicht alles an diesem Film ist vollends schlecht. Kommt man über die ersten 45 Minuten hinaus, gewinnt der Film wirklich ein wenig an Fahrt und die Story schafft es ernsthaft, sich zu verdichten und ein paar Wendepunkte herbeizuführen. Leider ist dies so schnell wieder vorbei, wie es begonnen hat, was im Zuschauer ein leicht unbefriedigendes Gefühl zurücklässt, der gerade noch dachte, Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Womit der Film wirklich Punkten kann, ist das absolut gut ausgearbeitete, überraschende Finale, was so nicht zu erwarten war. Wirklich glaubhaft inszeniert, rettet es den Gesamteindruck aufgrund der bis dato aufgestauten Langeweile allerdings nicht komplett.

Keine weitere Wertung


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